Kunst im Wald.
Gelungene Vernissage zur Aquarell-Ausstellung in der Klettererhütte

Annweiler.23.11.2021/hi. Es hat schon was Besonderes, wenn an einem kalten Novemberabend auf einer Pfälzer Wanderhütte eine kleine Gemälde-Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet wird. „Wir sehen Bilder, in der Susanne Geipert uns Betrachter an ihrer Verbundenheit mit ihrer neuen Pfälzer Heimat teilhaben lässt“, eröffnete Christina Schramm, Vorsitzende des Annweiler Vereins Kunst + Kultur, die Ausstellung. Auch Annweilers Stadtbürgermeister, Benjamin Seyfried, hatte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein und die Ausstellung näher zu betrachten.

Aquarell ist eine großartige Maltechnik
Ausgestellt sind 17 Werke zu den Themen Heimat und Ferne, darunter auch einige Blumenmotive und Skizzen. Susanne Geipert malte schon als Jugendliche sehr gerne. Am meisten faszinierte sie immer die Aquarelltechnik, das lockere Fließen der Farben und das Licht. Einige Bilder aus den 80er Jahren zieren in der Hessischen Heimat die Wände im Elternhaus, unter anderem auch die Dreifaltigkeit von Annweiler von 1989. Als Kind und Jugendliche verbrachte sie nämlich regelmäßig Urlaub in Bindersbach unterhalb des Trifels im Wochenendhäuschen ihrer Großeltern und in Speyer.

Dazu Christina Schramm in ihrer Eröffnungsrede: „Aquarell  Ist eine großartige und vielseitige Maltechnik. Ausschließlich mit Pinsel. Das weite Anwendungsspektrum bietet dem Profi ebenso wie dem Hobbymaler eine spannende Ausdrucksmöglichkeit. Durch die stark fließenden Farben und die weichen Übergänge ist sie prädestiniert für die Landschaftsmalerei oder das Malen im Freien“.

Die Bilder von Susanne Geipert geben mit ihren Aquarellfarben Tiefe und Leuchtkraft. In den Gemälden kommt die Begeisterung der Künstlerin zum Ausdruck, sich mit der Schönheit, Besonderheit und Einzigartigkeit ihrer nun pfälzischen Heimat zu beschäftigen.

Susanne Geipert
Zeit und Muße zum wirklichen Aquarellieren fehlten bisher im Leben von Susanne Geipert. Die Künstlerin ist beruflich viel rum gekommen in der Welt. In Hessen aufgewachsen, war sie als promovierte Agraringenieurin in Sachen Entwicklungshilfe in Marokko, Algerien, Senegal und Afghanistan unterwegs.

Insgesamt 15 Jahre lebte und arbeitete sie dort. In Verbindung mit Nordafrika hat sie besonders die Kunst von Paul Klee und August Macke interessiert, die das einmalige Licht und die Exotik in ihren Bildern einfingen. In der Heimat sind vor allem Marika Fünffinger und Anne Ludwig Inspiration, auch der Österreicher Wolfgang Baxrainer, der im Internet viele Übungseinheiten bietet. Susanne Geipert hat im letzten Jahr endlich Zeit gefunden, um richtig mit dem Aquarellieren anzufangen. Sie hat Unterricht genommen und Kurse besucht. Und im Corona-Lockdown hat sie die Zeit kreativ genutzt. Unzählige Stunden hat sie gemalt, geübt, gehadert und sich gefreut, wenn Freunde und Familie die Bilder mit ihren leuchtenden Farben und Motiven mochten.  Um die Lockerheit zu verfeinern und noch mehr Farben auf dem Papier fließen zu lassen, wird weiterhin regelmäßig gemalt, ein Anfang ist jedenfalls gemacht. „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse).

Waldbauverein Trifels.
Christian Burkhart zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt

Auf der Mitgliederversammlung des Waldbauvereins Trifels am vergangenen Freitag wurde der Vereinsvorsitzende neu gewählt. Der seit März 2020 amtierende Franz Völker hatte die Vereinsgeschicke interimistisch geleitet und zur Neuwahl eingeladen. Die Mitglieder wählten Verbandsbürgermeister Christian Burkhart einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Burkhart ist selbst Waldbesitzer.
Bild: Mitgliederversammlung 2021 Waldbauverein Trifels.       Fotos: cmc-hi

Annweiler.21.11.2021/hi. Der Waldbauverein Trifels e.V. wurde am 30. Januar 1974 als anerkannte Forstbetriebsgemeinschaft gem. § 18 Bundeswaldgesetz gegründet. Er hat zur Zeit 330 Mitglieder. 72 Prozent der Flächen in der Verbandsgemeinde Annweiler sind Wald und fast die Hälfte davon ist Privatwald. Rund 5.000 Familien, die im Bereich der Verbandsgemeinde wohnen, besitzen Privatwald. Sie alle helfen mit, durch Pflege und Entwicklung ihres Eigentums, die touristische Attraktivität unserer heimatlichen Waldlandschaft und die Gesundheitsvorsorge für alle zu fördern.

Waldprämie für nachhaltige Bewirtschaftung
Wie Franz Völker berichtete, stellte die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpakets 500 Mio Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Form einer einmaligen flächenwirksamen Prämie zur Verfügung. Damit werden Waldeigentümer finanziell unterstützt, die sich mit einer aktiven, nachhaltigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung trotz der widrigen Umstände gegen den Klimawandel stemmen und das auch dokumentieren. Für die Mitglieder des Waldbauvereins wurde dies durch eine Zertifizierung anerkannt.

Waldpolitische Perspektiven
Über aktuelle waldpolitische Perspektiven referierte Günter Franz, Abteilungsleiter in der Zentralstelle der Forstverwaltung in Neustadt. Er hob hervor, dass die Wertschätzung des Waldes in Politik und Gesellschaft sich auch in der finanziellen Förderung des Kommunal- und Privatwaldes deutlich widerspiegelt. Auch in naher Zukunft sei mit weiteren Verbesserungen der öffentlichen Leistungen zu rechnen.

Waldbauvereine wichtig für klimastabilen Umbau des Waldes
Dabei komme den Waldbauvereinen aus der Sicht des Staates eine zentrale Bedeutung zu, betonte Franz. Das sehe man auch daran, dass es beispielsweise sogar Prämien für neu gewonnene Mitglieder gebe, um den Organisationsgrad der Waldbauvereine zu erhöhen. Der Klimawandel und die Zeit der Pandemie haben das Bewusstsein, wie wichtig unser Wald ist, deutlich geschärft. Dabei knüpfte Günter Franz an die Aussagen über die grundgesetzlich verbrieften Eigentumsrechte im Privatwald an und stellte klar, dass niemand daran denkt, das Privatrecht in Frage zu stellen, auch wenn die öffentliche Förderung zunimmt. Es ist beispielsweise zu erwarten, dass künftig auch die Erstaufforstung und die Jungwald-Pflege gefördert wird.

Unfallrisiko bei Baumfällarbeiten
Die Zertifizierung der Mitgliedsflächen im Privatwald setzt unter anderem auch voraus, dass die Unfallverhütungsvorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaft eingehalten werden. Dazu machte Werner Öchsler von der Berufsgenossenschaft für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau deutlich, wie gefährlich die Arbeit im Privatwald ist. Vor allem im engeren Fällbereich, rund um den zu fällenden Baum, besteht ein hohes Unfallrisiko. Daher wird die Fälltechnik immer weiter entwickelt und versucht, das Risiko zu minimieren.


Kunsthandwerkliche Knüpftechnik erlernen.
Makramee-Kurs im Grünen Elefanten

Dies und das – Für jeden was. Der Grüne Elefant in Annweiler hat sich in den vergangenen drei Jahren etabliert. Als kleines Lädchen in der historischen Altstadt. Am Rathausplatz in Annweiler. Mit Kunsthandwerklichem aus dem Trifelsland: Keramik, Genähtes, Gestricktes, Schmuck und Heimatliteratur. Ein idealer Ort also für einen Makramee-Kurs unter kundiger Anleitung von Angelika Kosmala. Ab Samstag, 6. November.
Bild: Angelika Kosmala hat in den Himalaya-Bergen das Knüpfen der Knoten gelernt. Foto: cmc-hi

Annweiler.1.11.2021/hi. Makramee (span. macramé) ist eine Knüpftechnik, die aus dem Orient über Spanien nach Europa kam. Seit einigen Jahren liegen die modern interpretierten Makramee-Artikel wieder voll im Trend. Immer häufiger zu sehen: Makramee schmückt die Wohnung junger Familien.

Ein einzigartiges Erlebnis sei es, zu lernen sein eigenes Makramee-Objekt in einem Kurs zu gestalten, zeigt sich Daniela Foltean, die Inhaberin des Grünen Elefanten, begeistert: „Zusammen mit Angelika lade ich alle herzlich ein, ein Teil davon zu sein“.

An drei Tagen, jeweils samstags von 13 bis 17 Uhr, versammeln sich die Teilnehmer im Grünen Elefanten und lernen verschiedene Knüpftechniken, wie man einen Hängeschrank bastelt, eine Blumenampel knüpft (der Klassiker), oder wie man einen kreativen Wandteppich schafft.

Neue Makramee-Knoten im Himalaya gelernt
Kursleiterin Angelika beschäftigt sich mit Makramee-Technik schon seit mehreren Jahren. Als Kind habe sie eine Zeitung in Händen gehabt, in der eine Anleitung für das Knüpfen von Makramee Freundschaftsbänder vorhanden war, erzählt sie im Gespräch mit Südpfalz aktuell: „Ich kann mich immer noch erinnern, wie groß meine Begeisterung war, und wie ich jeden Nachmittag nach der Schule damit verbracht habe, die Bänder zu knüpfen“. Auf einer Reise durch Asien habe sie dann die Technik wieder entdeckt: „In einem zauberhaften Ort in den Bergen des Himalaya durfte ich neue Knoten von einem erfahrenen Lehrer lernen und habe eine noch stärkere Liebe dafür entwickelt“.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland hat sie ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Makramee-Kunst vertieft. Und jetzt fühlt sich Angelika bereit, selbst ein Lehrer zu sein und die Makramée-Kunst auf höchsten Niveau weiterzugeben, sagt sie.

Der Makramee-Kurs
Der Kurs im Grünen Elefanten, Rathaus Platz Annweiler, findet an drei Samstagen im November statt. Jeweils von 13 bis 17 Uhr.
Samstag, 6.11.: Die Teilnehmer lernen zwei Grundknoten, mit dem man schon viel Schönes zaubern kann. Am Ende des Tages nimmst du eine Blumen-Ampel mit nach Hause.
Samstag, 13.11.: Wir machen einen Hängeschrank. Nach der Montage zuhause kannst du ein paar Bücher darauf legen oder schöne Gegenstände darauf stellen.
Samstag, 20.11.: Die Teilnehmer kreieren ihren ersten schicken Wandbehang: Das meist begehrte Makramee Kunstobjekt. Es wird jetzt dir und deinen Mitmenschen bestimmt viel Freude und Begeisterung bereiten.

Alle Materialien werden vor Ort vorhanden sein. Die Teilnehmer brauchen nur ihre gute Laune und Lust zum Lernen mitzubringen.
Es gilt die Corona 2G-Regelung. Zutritt also nur für Geimpfte und Genesene.

Teilnahmegebühr
Die Kursgebühr beträgt 120 Euro. Darin sind alle Materialen enthalten.
Anmeldung
Telefonisch unter 0176/81207272 oder per E-Mail an makramee.kurs@gmail.com
Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“.
Impressionen aus der Pfälzischen Heimat und der Ferne.
Aquarell-Ausstellung in der Klettererhütte am Asselstein

Kunst im Wald. Auf einmal ging es schnell: die erste Ausstellung in der Klettererhütte. Es war eigentlich gar nicht geplant. Spontan hatten die Wirtin Michaela Stephan und Hobby-Künstlerin Susanne Geipert die Idee, eine kleine Ausstellung in den trüben Wintermonaten zu organisieren, um „ein bisschen Farbe an die Wände zu bringen, da freuen sich unsere Gäste“ so Michaela Stephan. Ab dem 19. November, 18 Uhr. Die Klettererhütte ist geöffnet mittwochs bis sonntags, 11 bis 17 Uhr.
Bild: Klettererhütte am Asselstein. Michaela Stephan mit Mutter Anita: „Kunst im Wald. Das ist doch mal was Besonderes“. Foto: cmc-hi

Annweiler.31.10.2021/hi. Ausschlag gegeben hatten zwei Bilder von der Klettererhütte und dem Trifels Asselstein, die Susanne Geipert (54) für ihre Mutter Johanna im Frühjahr malte. Johanna Geipert, geborene Böse, war schon als Kind Gast in der Klettererhütte und lebt heute in Hessen. Sie wünschte sich das Motiv in Erinnerung an ihre Pfälzer Heimat, stammt sie doch aus den bekannten Annweilerer Familien Brüstle und Cramer.

Als die Aquarelle fertig waren, verschickte die Künstlerin die Motive in Postkartenform als kleine Aufmunterung mitten im Corona-Lockdown an das Team der Klettererhütte.  Und so war die künstlerische Verbindung geschaffen. Man kannte sich ohnehin von dem regelmäßigen Besuchen im Wirtshaus.

 „Wir hatten schon sieben lange Monate wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Eine schwere Zeit. Da haben wir uns riesig gefreut, als wir die Postkarten von Susanne erhielten, erinnern sich Michaela Stephan und Mutter Anita. Und jetzt die Kunst im Wald. Das ist doch mal was Besonderes“.

Die ersten künstlerischen Ergebnisse werden in der kleinen Ausstellung auf der Klettererhütte ab dem 19. November zu sehen sein: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Ausgestellt werden 17 Werke aus dem letzten Jahr zu dem Themen Heimat und Ferne, darunter auch einige Blumenmotive und Skizzen.

Vernissage
Die Vernissage ist am Freitag, 19. November, 18 Uhr. Christina Schramm, Vorsitzende des Annweiler Vereins Kunst + Kultur, eröffnet die Ausstellung und spricht die Laudatio zur Künstlerin.
Es gilt die Corona 2G-Regelung. Zutritt also nur für Geimpfte und Genesene.

Anmeldung
Telefonisch unter 06346/8825 oder per E-Mail an kontakt@klettererhuette-annweiler.de

KuLaDig: Multimediale Präsentation von Annweiler in der Stauferzeit.
Maxima Vis Regni – die größte Kraft des Stauferreiches.

KuLaDig ist ein digitales Informationssystem zur Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften. Verschiedene Objekte und unterschiedliche Themen werden textlich und medial aufbereitet. 2020 wurde die Verbandsgemeinde Annweiler dafür als Modellkommune ausgewählt. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor. Auf der KuLaDig-Themenseite: „Maxima Vis Regni – die größte Kraft des Stauferreiches“ wird Annweiler am Trifels in seiner Bedeutung für die Salier und Staufer dargestellt.
Video: Günter Frey erzählt die Geschichte der Stadtrechtsurkunde. Quelle: ©Gutzeit/Oldenburg/Roma.Uni Koblenz

Annweiler.25.10.2021/bft/hi. Die nun vorgestellten Objekte – das sind wissenschaftlich fundierte Belege mit Text, Bild und teilweise Videoclips – reichen vom Rathaus und der Stadtkirche über das Museum unterm Trifels, den Hohenstaufensaal und die Burg Trifels bis hin zum Kloster Eußerthal und dem ehemaligen Kloster in St. Johann. Die Autoren berichten darin von der bewegten Geschichte der Region rund um den Trifels:
 Archäologischer Park,   Kloster Eußerthal,  Trifels,   Stadtkirche Annweiler,  Hohenstaufensaal,  Museum.

Aber das ist erst der Anfang. KuLaDig ist offen für weitere Anregungen und Vorschläge zur digitalen Präsentation von kulturell interessanten Beiträgen zum Trifelsland.

Bürgermeister Christian Burkhart dankte allen Beteiligten für die bisherige Mitarbeit bei diesem Projekt: „Es sind schon ganz tolle Beiträge erstellt worden und ich bin zuversichtlich, dass noch viele weitere Objekteinträge im Trifelsland folgen werden.“

Forschungsprojekt KuLaDig-RLP
Ziel des Projektes ist es, die kulturelle Vielfalt in Rheinland-Pfalz zu erfassen und vielseitig nutzbar zu machen. Darüber hinaus dient es der kommunalen Identitätsstiftung. Der Datenbestand wird ständig ergänzt.

Das Projektteam der VG Annweiler soll auch künftig weitere Themen und Objekte erarbeiten und in den Datenbestand von KuLaDig einbinden. Zur Unterstützung der weiteren Arbeit steht die SGD Süd zur Verfügung. Von dort wird das Gesamtprojekt in Rheinland-Pfalz betreut.
Weitere Informationen gibt es hier.

Trifelsbad Annweiler.
Abstimmung Wasserspielplatz. Gewinner steht fest

Zahlreiche Teilnehmer haben in den vergangenen Wochen online über das Motiv des Bodenbelags für den neuen Wasserspielplatz im Trifelsbad abgestimmt, das derzeit generalsaniert wird und 2023 wieder öffnen soll. Die meisten Stimmen erhalten hat Variante C.
Bild: Das Gewinnermotiv, die Variante C.

Annweiler.21.10.2021/vga/hi. Bis Ende September war die Bevölkerung eingeladen, an einer Online-Abstimmung der Verbandsgemeinde Annweiler für das neue Trifelsbad teilzunehmen. Es ging um die Bodengestaltung des neuen Wasserspielplatzes. Dazu konnte man aus drei Varianten auswählen. Zu gewinnen gab es für die Online-Teilnehmer eine Familienkarte für das Schwimmbad mit Gültigkeit für das ganze Eröffnungsjahr.

Motiv und Gewinner stehen jetzt fest. Die meisten Stimmen erhalten hat Variante C.

Gewonnen hat Hagen Schmidt aus Annweiler. Bei der Überreichung des Gewinns durch Bürgermeister Christian Burkhart in der Verbandsgemeindeverwaltung freute sich der Glückspilz: „Ich und meine Frau vermissen das Bad so sehr. Wir können es kaum erwarten, endlich wieder unsere Bahnen darin zu drehen. Ab und an dürfen dann auch die Enkelkinder mit, die sich schon darauf freuen, die tolle neue Rutsche hinunter zu sausen.“

Was hat den gebürtigen Ludwigshafener eigentlich in die Trifelsstadt verschlagen? „Meine Frau!“, lacht er, die Lehrerin am Trifels-Gymnasium gewesen sei. Mit ihr lebt Hagen Schmidt schon seit vielen Jahren in Annweiler, wo sich beide rundum wohlfühlen. Um fit zu bleiben, treibt der 78-jährige gerne Sport. Schon vor der Sanierung war er Dauerkunde in dem beliebten Freibad, das seiner Meinung nach in der Region einen Riesenstellenwert hat. „Eine ganz tolle Sache!“, sagt der leidenschaftliche Schwimmer. „Mit dem Gewinn im Gepäck kann die Vorfreude auf die Wiedereröffnung umso mehr steigen.“

Hexenwelten

In seinem Herbstprogramm bietet der Historische Arbeitskreis Nußdorf unter dem Motto „Hexenwelten“ zwei Vorträge zu diesem Thema an.

Annweiler.20.10.2021/rue./hi. In einem ersten Vortrag am Mittwoch, 27. Oktober, spricht Simone Neusüß über “Ursachen der Hexenverfolgung”. Der Vortrag gibt einen Einblick in den Zeitgeist und das magische Weltbild der Frühen Neuzeit. Er fasst zusammen, welche theologischen, spirituellen und politischen Strömungen sich in den Hexenvorstellungen jenerZeit verbanden und wie diese die Ausbreitung der Hexenverfolgung beeinflussten.

Rolf Übel, der bekannte Geschichtswissenschaftler und ex-Archivar für Annweiler und Bad Bergzabern, hat sich seit 30 Jahren mit der Hexenverfolgung in der Südpfalz und im Nordelsass in den Jahren 1570 bis 1640 beschäftigt. Sein meistgelesenes Buch dazu “Wegen vielgeübter Zauberei und Hexenwerk” ist 2003 erschienen im Landauer Verlag für Bürgerkunde und Pfalzforschung.

Am Mittwoch, 10. November, hält Rolf Übel einen Vortrag über die Nußdorfer und Landauer Hexenprozesse von 1580-1590. Der Referent hat die Hexenprozesse aus diesem Jahrzehnt noch einmal untersucht. Und er hat dabei auch noch bislang unbekannte Prozesse entdeckt, etwa vor dem Reichskammergericht. Ein Augenmerk wird auch auf die familiären Verbindungen und persönlichen Verhältnisse der beteiligten Familien geworfen. Und zuletzt geht es um die Frage, in wieweit die „Kleine Eiszeit“ für die Prozesse mitverantwortlich ist.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus/Feuerwehrhaus, Kirchstraße 18, Landau-Nußdorf.
Anmeldung: Telefonisch unter 06341/959169 oder per E-Mail an: rolf_uebel@web.de

Fine Art Atelier Solotzew.
Jahresausstellung „All we need is love“. 21.10. – 14.11.2021

Seit mehr als 30 Jahren lebt und arbeitet der international renommierte Avantgarde-Künstler Alexander Solotzew in der Pfalz. Es ist eine alte Tradition, dass er seine Jahresausstellung in seiner Pfalz Heimat präsentiert. “All we need is love”, sagt der Künstler und lädt alle in sein Atelier in Annweiler für die Jahresausstellung ein. Vom 21. Oktober bis 14. November 2021 ein.
Bild: Alexander Solotzew, „From Paris with love“, 2021, Öl auf Leinwand, 135 cm x 135 cm.  Fotos: cmc-hi

Annweiler.17.10.2021/hi. Alexander Solotzew übersiedelte 2011 in sein Atelier nach Annweiler. Im Haus Burgenring 16, über der Kita Regenbogen. Als Hommage an die deutsche Kunst öffnet das Atelier alljährlich im Spätjahr seine Türen für eine Ausstellung seines aktuellen Schaffens. Wir haben das Ehepaar Alexander und Marina Solotzew bei den letzten Vorbereitungen für die Eröffnung am kommenden Donnerstag besucht. Und dabei schon einen ersten Eindruck mitgenommen von den vielen verschiedenen Stilen, in denen Solotzew arbeitet.

Das Atelier als Oase für Liebe, Gefühl und Licht
Trotz all der Unruhen in der Welt und anderer Umstände wolle er seine Mission erfüllen und “die Schönheit der Welt bringen”, beschreibt Solotzew sein künstlerisches Wirken. Sein Atelier hat er gemeinsam mit Ehefrau Marina gestaltet als „eine Oase für Liebe, Gefühl und Licht“, wie sie sagen, „von den Bildern soll positive Energie strömen auf den Betrachter und Freude in die Seele bringen“.

Die Herzen und die Seelen der Menschen berühren
Mit seiner Arbeit will Solotzew immer die Herzen und die Seelen der Menschen berühren. Sein Publikum soll die Energie und die Schönheit seiner Werke spüren. In seinem lichtdurchfluteten Atelier hält er In ausdrucksstarken Farben seine Geschichten virtuos auf der Leinwand fest. Vorab macht er stets eine realistische Skizze des Motivs, haben wir uns erklären lassen, danach erst kommt das Abstrakte.

“In meiner Kunst verfolge ich die Idee des unmittelbaren visuellen Austauschs zwischen Kunstwerk und Publikum, in der meine Bilder direkt und frei mit den Menschen sprechen. Durch die Verwendung dieser einzigartigen Sprache von Composition mit Licht und Farbe kann ich Gefühle und Emotionen durch meine Bilder bestmöglich vermitteln”, sagt der Künstler.

Solotzew ist offen für alles im Leben, er hat Träume und Visionen. Seine Kunst ist immer unvorhersehbar, provokativ, romantisch und sie wird mit jedem Jahr anmutiger, kraftvoller, bewegt und entwickelt sich wie das Universum selbst.

Alexander Solotzew ist eine Bewunderer vom Leben Mozarts und seiner Werke. Den Aufgang zu seinem Atelier prägt das monumentale Bild „Himmel für Mozart“.

Die überbordende Lebensfreude von Solotzew spricht den Betrachter sofort an – auch und gerade dann, wenn sich die Geschichten nicht gleich vollständig erschließen lassen. Eines ist jedoch allen Werken gleich und offenbart sich dem Betrachter sofort: die Liebe des Künstlers zum Leben und die Schönheit unserer Welt.

Alexander Solotzew
In Kaliningrad in einer Künstlerfamilie geboren, besuchte er ab 1977 die Kunstakademie in St. Petersburg und kam 1981 in die DDR. 1989 ließ er sich in Landau nieder. Zwischen 1994 und 2010 hatte Solotzew sein Atelier in der Villa Streccius in Landau, wo er jedes Jahr große Einzelausstellungen veranstaltete.

In Zusammenarbeit mit dem Russischen Museum St. Petersburg fand Solotzew‘s Kunst ihren Weg von Europa nach Amerika, insbesondere durch das Engagement von Josef Kiblizki, dem Verlagsleiter des Staatlichen Russischen Museums und des Ludwig Museums in St. Petersburg.

2009 wurde “Mosaik International Inc.”, ein Unternehmen, das sich auf Kulturmanagement in den USA und im Nahen- und Mittleren Osten spezialisiert hat, auf ihn aufmerksam. Seit Juni 2010 fungiert Solotzew hier als “Director of Fine Art Publishing” und Mitglied des Auswahlkomitees für Kunstwerke aus Zentral- und Osteuropa. Seit 2010 präsentiert Solotzew auch eigene Arbeiten in den USA.

Anlässlich seines 60. Geburtstages im Jahr 2017 lud man Solotzew ein, seine Arbeiten im renommierten National Arts Club in New York auszustellen. Diese Ausstellung fand ein breites mediales Interesse und stieß auf große Anerkennung von internationalen Sammlern und Kunstkritikern.

2018 erhielt Solotzew als bisher einziger Künstler die Goldene Plakette der Trifelsstadt.

Ausstellung 2021
Soft opening: Donnerstag, 21. Oktober, 18 – 20 Uhr
Finissage:        Sonntag, 14. November, 15 – 17 Uhr
Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, donnerstags, 18 – 20 Uhr, sonntags 15 – 17 Uhr.

Kontakt
Fine Art Atelier Solotzew

Burgenring 16, 76855 Annweiler www.solotzew.com, E-Mail: art.solotzew@gmail.com,
Tel. 06346/928100, mob. 0173/1986944

Verbandsgemeinde Annweiler verleiht erstmals Ehrenamtspreis

Beim Keschdeabend im Hohenstaufensaal am vergangenen Freitag wurde erstmals der Ehrenamtspreis der VG Annweiler verliehen. Das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das Gemeinwohl und Mitmenschen einsetzen, ist elementarer Bestandteil von gesellschaftlichem Zusammenleben und Zusammenhalt. Mit der Verleihung eines Ehrenamtspreises in Form einer Ehrennadel bringt die Verbandsgemeinde ihren Dank und ihre Wertschätzung für die Ehrenamtlichen zum Ausdruck.
Bild: Erstmalige Verleihung des Ehrenamtspreises der VG Annweiler durch Bürgermeister Christian Burkhart. Pfälzische Weinprinzessin 2020/21 Denise Grauer, Bürgermeister Christian Burkhart, Sven Dausch, Walter Halde, Walter Herzog, Kastanienprinzessin Leonie I. (v.l.n.r.). Foto: vga

Annweiler.15.10.2021/vga/hi. Wertschätzung und Unterstützung der Ehrenamtlichen bei ihrem Engagement schafften bekanntermaßen Anreize, sich auch weiterhin für das Gemeinwohl einzusetzen, sagte Bürgermeister Burkhart bei seiner Rede zum Ehrenamtspreis, der in diesem Jahr erstmalig verliehen wurde. Drei dafür vorgeschlagene herausragende Persönlichkeiten aus dem Trifelsland erhielten die Ehrenamtsnadel: Walter Herzog, Walter Halde und Sven Dausch.

Walter Herzog ist bereits seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit, im sportlichen Bereich beim TV Bad Bergzabern, im sozialen Bereich etwa beim Senegalhilfe-Verein und als ehemaliger Leiter der VHS Annweiler, im Naturschutz beim BUND und in der BI Queichtal sowie als Vorsitzender des Vereins Zukunft Annweiler tätig. „Walter Herzog engagiert sich vielfältig und uneigennützig in verschiedensten Bereichen des Gemeinwesens und zeigt damit, wie wichtig und wertvoll ehrenamtlich agierende Bürger sind“, hob Burkhart in seiner Laudatio hervor.

Walter Halde ist langjähriger Leiter und Dirigent des Akkordenorchesters Annweiler sowie Leiter des Gesangsvereins Waldrohrbach-Bindersbach. Von 1979 bis 2004 war er Ratsmitglied in Waldrohrbach, fünfzehn Jahre davon als Ortsbürgermeister. Im Frühjahr 2019 wurde er für seine vierzigjährige Mitgliedschaft im Akkordeonorchester als Dirigent mit der Goldenen Dirigentennadel mit Kranz ausgezeichnet. „Walter Halde engagiert sich besonders in der Heimatpflege, etwa bei der Instandsetzung der ‚Lourdesgrotte‛ in Waldrohrbach und bei der Ertüchtigung der kleinen Anlage an der Rehbergquelle“, so Bürgermeister Burkhart anerkennend.

Für den VfB Annweiler nahm Vorstand Sven Dausch den Ehrenamtspreis entgegen. Der VfB engagiert sich seit Jahrzehnten wie viele andere Vereine vorbildlich in der Jugendarbeit. Unter anderem organisiert er ein Jugendzeltlager am Hermann-Krieg-Haus. Am Beginn der Corona-Krise hatte sich der VfB mit den Hilfsorganisationen „Die Pfalz hilft sich“ und „Die Tafel“ sowie diversen Fahrschulen zur Nachbarschaftshilfe zusammengeschlossen und Einkäufe für Risikogruppen und Bedürftige erledigt. „Der VfB hat sich in der Corona-Anfangsphase sehr schnell aufgestellt und vermutlich auch andere zur Unterstützung animiert. Das frühzeitige Engagement soll mit diesem Preis dankend gewürdigt werden“, so Burkhart.

Künftig wird der Ehrenamtspreis der VG Annweiler jährlich vergeben im Rahmen des traditionellen Sommerfestes der Verbandsgemeinde.

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