Ein Wein-Hilferuf aus dem Ahrtal.
Wie Freunde guten Weines mit einer Online-Bestellung helfen können

In der Rubrik BacchusWelt, die von unserem Team-Mitglied Susanne Geipert betreut wird, finden unsere Südpfalz aktuell Leser normalerweise Vielfältiges aus der Welt des Weines. Die Starkregen-Katastrophe im Weinanbaugebiet Ahr aber überlagert alles. Heute veröffentlichen wir einen Hilferuf von ahrland Dankos Weinladen in Bad Neuenahr.
Bild: Ein Blick in ahrland Dankos Weinladen. Weine, die das Hochwasser schlammverschmiert überlebt haben.

Bad Neuenahr-Ahrweiler.21.7.2021/Susanne Geipert. Normalerweise erlebt man auf 150 qm in Dankos Weinladen die ganze Vielfalt der Ahrweine live zum Anfassen. Aber natürlich auch zum Probieren. Seit 1995 ist ahrland Dankos Weinladen die Adresse für Wein im Ahrtal. Neben den renommierten VdP-Winzern und den bekannten Winzergenossenschaften findet man bei Danko auch die kleineren Winzer mit überzeugenden Kollektionen.  

Wenn Danko am Telefon schildert, was das Jahrhunderthochwasser auch hier angerichtet hat, verschlägt es einem die Sprache.

Ein Wein-Hilferuf aus dem Ahrtal
Danko schreibt: Liebe Freunde guten Weines, wie Sie sicherlich in den letzten Tagen in den Medien mitverfolgt haben, erleben wir hier an der Ahr eine Katastrophe, die einfach unfassbar ist. Eine Flutwelle ungeahnten Ausmaßes fegte durch das Ahrtal. Wohnungen und Häuser wurden minutenschnell überflutet. Viele Menschen ertranken in ihren Wohnungen oder wurden verletzt. Tausende werden noch immer vermisst. Bad Neuenahr-Ahrweiler und das gesamte Ahrtal sind verwüstet. Selbst erfahrene Helfer vom THW waren fassungslos. Ein Helfer meinte zu mir: Das hier Erlebte übersteigt alles bisher Dagewesene nach dem Krieg.

Die meisten Weingüter sind auch betroffen. Unser Weinladen mitten in Bad Neuenahr ist genauso komplett verwüstet wie alle anderen Geschäfte in den Zentren von Bad Neuenahr-Ahrweiler und Umgebung.

Immer neue Hiobsbotschaften erreichen und erschüttern uns zutiefst. Wir fühlen mit den Vielen, die alles verloren haben.

An der Ahr hier sind wir Kämpfernaturen, aber diese Katastrophe werden wir aus eigener Kraft nicht bewältigen können. Das ist jetzt schon klar. Daher bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Sie können uns helfen. Mit einer Bestellung eines Weinpakets. Bestehend aus drei Weinen, die das Hochwasser (leider schlammverschmiert) überlebt haben. Die Zusammensetzung ist rein zufällig. Die Flaschen sind unversehrt, aber nicht gesäubert.

Für 60,00 zuzüglich 6,95 für Porto und Verpackung.

Ein Teil des Erlöses werden wir an betroffene Weingüter weiter leiten.

Kontakt:

ahrland Dankos Weinladen
Inhaber Volker Danko
Kreuzstrasse 7a/ Platz an der Linde
53474 Bad Neuenahr
Telefon: 015125293671
E-Mail: info@ahrweinshop.de
Internet: www.ahrweinshop.de; www.ahrland.de

Weitere Retterinnen und Retter aus der Südpfalz auf dem Weg ins Hochwassergebiet

Erneut sind 140 Kräfte aus SÜW und Landau sowie zwei Transportfahrzeuge aus dem Landkreis Germersheim ins Hochwassergebiet im nördlichen Rheinland-Pfalz aufgebrochen. Heute Morgen haben sich die Helferinnen und Helfer auf den Weg nach Bad Neuenahr gemacht, um die Kräfte vor Ort abzulösen. Landrat Dietmar Seefeldt verabschiedete die Einsatzkräfte auf dem Sammelplatz in Landau in den Einsatz.
Quelle: kv süw/ld

Landau.SÜW./kv/ld. „Mein Dank gilt Ihnen allen, dass Sie so schnell und unkompliziert Ihre Dienste zur Verfügung stellen, um den Menschen vor Ort zu helfen. Dafür gebührt Ihnen eine große Anerkennung und Sie haben meinen größten Respekt“, betonte der Landrat, der ebenfalls alle guten Wünsche von Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch überbrachte.

Die Firma Hetzler unterstützt den Transport der Rettungskräfte mit einem Reisebus.

Die gemeinsame Führungsgruppe Technische Einsatzleitung und die Facheinheit Information und Kommunikation haben den Einsatz im Bereich Trier-Saarburg beendet. Zwei Nächte lang wurden die dortigen Einsatzkräfte im Bereich der Einsatzleitung unterstützt. Über 4.000 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet mussten koordiniert werden. 

Weitere Kräfte aus dem Landkreis und der Stadt unterstützen derzeit im Raum Ahrweiler. 

Seit Donnerstag sind bereits knapp 300 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Südliche Weinstraße und der Stadt Landau in dem Katastrophengebiet im Einsatz. Im 24-Stunden-Rhythmus werden die Kräfte abgelöst.

Das Land Rheinland-Pfalz hat ein Spendenkonto für die Betroffenen eingerichtet:
Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“,
Konto Landeshauptkasse Mainz,
IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

Katastrophenschutz Südwestpfalz hilft in den Überschwemmungsgebieten

Abgestimmt mit den örtlichen Wehrleitern und der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) unterstützt der Katastrophenschutz Südwestwestpfalz die vom Starkregen und Hochwasser besonders betroffenen Menschen im nördlichen Rheinland-Pfalz. 50 Einsatzkräfte mit Gerät und Material haben sich am späten Donnerstagnachmittag auf den Weg gemacht.
Archivbild Feuerwehr Pirmasens

Südwestpfalz/Hauenstein.15.7.2021/Werner G. Stähle. Insgesamt werde aus dem Landkreis mit zwölf Einsatzfahrzeugen, Schmutzwasserpumpen und Stromerzeugern sowie etwa 50 Einsatzkräften Hilfe geleistet, teilte die Landkreisverwaltung mit. Einsatzziel sei der Landesbereitstellungsraum in Emmelshausen.  „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen der Vermissten, aber auch bei den vielen Einsatzkräften, die in diesen Stunden für die Bürger Großes leisten“, so Landrätin Susanne Ganster, „wir stehen für weitere Hilfe zur Verfügung“.

Hilfe auch aus der Verbandsgemeinde Hauenstein
Auch die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hauenstein beteiligen sich und sind bereits unterwegs, war zu erfahren (Stand 17 Uhr). Die „Fachgruppe Elektroversorgung“ des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsgruppe Hauenstein fährt mit fünf Helfern in den Bereistellungsraum nahe Koblenz.

Umgestürzte Bäume behindern Verkehr im Landkreis.
In der Südwestpfalz habe die anhaltend regnerischen Wetterlage zu aufgeweichten Böden geführt. In den letzten fünf Tagen seien aufgrund der anhaltend regnerischen Wetterlage beispielsweise in Wallhalben, an der K39 – Dahn-Reichenbach, in Schönau und bei Darstein Bäume auf Straßen gestürzt, schildert die Kreisverwaltung.

Hochwasserlage in der Südwestpfalz unkritisch
Die Hochwasserpegel in der Südwestpfalz blieben derzeit unbedenklich, teilte die Landkreisverwaltung am Donnerstagnachmittag mit: „Sowohl für die Hornbach als auch die Schwarzbach sind aufgrund der aktuellen Lage keine erhöhten Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.“ Dennoch rät Landrätin Susanne Ganster aufmerksam zu bleiben.


SÜW und Landau stellen Kräfte für Hochwassereinsatz im Norden von Rheinland-Pfalz

In Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und Hilfsorganisationen des Landkreises SÜW und der Stadt Landau wurden für den überörtlichen Einsatz heute zahlreiche Einsatzkräfte und Einsatzmittel in den nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz entsendet, um Unterstützung in den Hochwassergebieten zu leisten.
Bild: 115 Einsatzkräfte haben sich heute auf den Weg gemacht, um Unterstützung beim Hochwassereinsatz in Dörth (Rhein-Hunsrück-Kreis) und Kenn (Landkreis Trier-Saarburg) zu leisten. Foto: LD/SÜW

Landau/SÜW.15.7.2021/kv-ld/hi. Der Katastrophenschutzzug des Landkreises wird mit Lösch-, Logistik- und Mehrzweckfahrzeugen, die mit Pumpen und Schläuchen beladen sind, in Dörth im Rhein-Hunsrück-Kreis im Einsatz sein.

In einer Kolonne aus fünf Mannschaftstransportwagen, acht Mehrzweckfahrzeugen, einem Rettungswagen und der Schnelleinsatzgruppe Betreuung des DRK Landau sowie der Schnelleinsatzgruppe Verpflegung mit Gerätewagen Verpflegung und Feldkochherd reisen rund 115 Einsatzkräfte an. Im Gepäck hat der Gerätewagen Betreuung rund 150 Feldbetten, ca. 1.500 Decken und Laken und 300 Hygienesets.

Auch die Technische Einsatzleitung und die Informations- und Kommunikationstechnik verrichtet in Ablösung der Technischen Einsatzleitung Trier-Saarburg ab heute Abend ihren Dienst in Kenn im Landkreis Trier-Saarburg.

Die Einsatzgruppe steht unter der Leitung von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Jens Thiele sowie dem stellvertretenden BKI Karsten Moock.

Landrat Dietmar Seefeldt und OB Thomas Hirsch betonen: „Wir müssen jetzt alle zusammenstehen. Die Menschen in den Hochwassergebieten haben belastende Tage hinter sich. Und auch die Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen dort sind teilweise bereits seit Tagen im Einsatz. Diese gilt es nun zu unterstützen und abzulösen, damit sie wieder zu Kräften kommen können“.