SDG-Modellkommune Sippersfeld.Zukunftswerkstatt Klimaschutz und Mobilität

SDG-Modellkommune Sippersfeld.
Zukunftswerkstatt Klimaschutz und Mobilität

An dem Biosphärenreservat-Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ beteiligen sich acht Modell-Kommunen: Pirmasens, Bad Bergzabern, Neustadt, VG Lambrecht, VG Maikammer, Sippersfeld, Kallstadt, Klingenmünster. Sie erarbeiten eigene Nachhaltigkeitsstrategien mit konkreten Aktionsplänen, die zu ihren jeweils individuellen Bedarfen und kommunalen Potentialen passen. Dabei orientieren sie sich an der Agenda 2030 mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG=Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen.
Bild: Beraten und Gestalten für mehr Nachhaltigkeit im eigenen Ort. Hier die Sippersfelder Themengruppe „Klimaschutz und Mobilität“ bei der zweiten Zukunftswerkstatt. Foto: Biosphärenreservat

Lambrecht.Sippersfeld.16.7.2021/s.ofer/hi. „Man kann einfache, heimische Sträucher und Stauden pflanzen, die günstig sind und auch nicht aufwendig in der Pflege. Noch dazu blühen sie oft schön“, sagte Andreas Nickol. Er ist im Garten- und Landschaftsbau tätig und brachte sich aktiv bei der zweiten Zukunftswerkstatt in seiner Heimatgemeinde Sippersfeld ein.

Kulturlandschaft und Biodiversität
Das Handlungsfeld „Kulturlandschaft und Biodiversität“ betrifft mehrere der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die im Mittelpunkt des SDG-Projekts stehen.

Die Sippersfelder Gruppe entschied sich unter anderem dafür, die Maßnahmen „Erhalt der Kulturlandschaft: Streuobstwiesen erhalten und anlegen“ sowie „Mehr Grün im Dorf: kommunale Flächen ökologischer gestalten“ näher zu bearbeiten.

„Es könnte sich zum Beispiel eine Fläche bei der Schule eignen, die in eine blühende Blumenwiese verwandelt werden könnte; sie ist recht groß und wird kaum betreten, aber dennoch bisher oft gemäht“, weiß Patrick Deutschle, Bürger und Gemeinderatsmitglied.

Auch über andere Flächen hat die ortskundige Gruppe Interessierter und Neugieriger in der Zukunftswerkstatt beraten. So sehe man zum Beispiel hinter dem Neubaugebiet oder am Sägewerk ebenfalls Potenzial, gemeindeeigene Flächen naturfreundlicher umzugestalten.

„Besser ist es, einzelne Flächen beispielhaft ökologisch umzugestalten, so dass wir auf mehr Akzeptanz stoßen“, fügte Andreas Nickol an. Dem stimmte auch Bernd Kolb zu, der als interessierter Bürger dabei war. Er halte Akzeptanzförderung für sehr wichtig: „Es muss auch für Anwohner gut sein und erklärt werden, warum etwas jetzt wilder aussieht als vorher.“

Das SDG-Projekt im Biosphärenreservat Pfälzerwald
Projektträger ist das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald, eine durch den Bezirksverband Pfalz getragene Einrichtung. Kooperationspartnerin auf Bundesebene ist die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Partner von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz sind das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, das Ministerium des Innern und für Sport und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Sowohl die SKEW mit Mitteln des BMZ als auch die drei Landesministerien fördern das Projekt finanziell.
Mehr Informationen zum Projekt hier.

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