Edle Tropfen und kulinarische Gaumenfreuden unterm Riesenrad

Nach pandemiebedingter Zwangspause kehrt der populäre Novembermarkt vom 5. bis 7. November in die Pirmasenser Innenstadt zurück. Längst ist das Weinzelt auf dem Unteren Schloßplatz ein beliebter Treffpunkt für Genießer geworden. Und das Riesenrad vor der Pfarrkirche St. Pirmin ist dafür das Markenzeichen. An drei Tagen laden edle Tropfen, kulinarische Gaumenfreuden und Live-Musik zum Feiern ein. Der Einzelhandel präsentiert am verkaufsoffenen Sonntag sein gesamtes Sortiment in einer herbstlichen Vielfalt und stellt die Attraktivität der Pirmasenser Geschäftswelt unter Beweis.

Pirmasens.26.10.2021/PS/hi. Im beheizten Weinzelt, das durch eine transparente Dachkonstruktion besticht, werden Winzer aus der Pfalz und von der Nahe ihre Kreationen kredenzen. Im Ausschank sind Weine und Secco der Jahrgänge 2019/2020 vom Winzerhof Wallhäuser (Mandel/Nahe), vom Weingut Emil Bauer (Landau-Nußdorf), Weingut Kuntz (Impflingen) und dem Weingut Wilhelm Anselmann (Flemlingen). Küchenmeister Eric Kunz vom gleichnamigen Hotel Restaurant in Winzeln offeriert mit seiner Mannschaft eine herbstliche Speisekarte.

Riesenrad und Stadtmarketing
Ungewöhnliche Ausblicke auf die Horebstadt können Besucher bei einer Fahrt im Riesenrad „Colossus“ erleben, das sich auf dem Oberen Schloßplatz dreht. Der 100 Tonnen schwere Stahlkoloss entfaltet in der Dunkelheit eine ganze besondere Wirkung, wenn die LED-Lichter den Radkranz und die Speichen illuminieren. Pirmasenser Unternehmen und Einzelhändler haben im Vorfeld die Möglichkeit beim Stadtmarketing Gutscheine zum Vorzugspreis zu erwerben, um diese an ihre Kunden weiterzugeben. Der Nachwuchs kann auf dem Kinderkarussell eine Runde drehen. Ebenso befinden sich auf der Schloßstraße eine Marktmeile mit Crêpes, Flammkuchen und Grillspezialitäten sowie Süßwaren.

Wein-Pass für Degustation
Erstmals dürfen sich die Gäste des Novembermarktes auf einen „Wein-Pass“ freuen. Zum Preis von zehn Euro pro Person können Genussfreunde insgesamt vier Weine der beteiligten Weingüter probieren. Im Pass inkludiert ist außerdem eine Fahrt auf dem Riesenrad.

Live-Musik an allen drei Tagen
Zur besonderen Atmosphäre des Novembermarktes trägt auch die Live-Musik an allen drei Tagen bei. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung durch Beigeordneten Denis Clauer am Freitagabend, 19 Uhr, sorgen die Rheinhessen „Flo & Chris“ für ausgelassene Stimmung im beheizten Weinzelt. Das Publikum darf sich auf Coverhits aus den letzten fünf Jahrzehnten freuen.

Party-Sound auf höchstem Niveau garantiert der Auftritt der Band „From da Soul“ am Samstagabend. Ab 19.30 Uhr zünden die sechs Vollblutmusiker eine krachende wie powergeladene Show aus Soul, Funk und Pop. Im Weinzelt treffen Earth, Wind and Fire auf Police, Christopher Cross und Coldplay.

Am Sonntagmorgen dürfen sich Besucher auf ein Wiedersehen mit der Riverside Jazzband freuen. Bereits zum siebten Mal sind die sechs Musiker aus Dettenhausen im Neckar-Alb-Kreis beim Jazz-Brunch im Weinzelt zu Gast. Ab 11 Uhr erklingen Swing- und Dixieland-Stücke sowie Songs der Blues Brothers oder R+B-Titel von Louis Jordan und Rock’n‘ Rolls von Bill Haley.

Im Weinzelt übernimmt ab 15 Uhr die Band „Gentle Jackets“. Die Pirmasenser Musikgrößen Michael Bixler (Keyboards), Ralf Bender (Schlagzeug) und Ralf Maxstadt (Gesang) widmen sich – unterstützt vom saarländischen Kontrabassisten Bodo Bode den all-time-favorits der sanften Töne. Das 2016 ins Leben gerufene Quartett interpretiert Klassiker der Swing-Ära und ausgewählte Songjuwelen von Rod Stewart, den Beatles, Michael Jackson oder George Michael. Hits aus der 70er Soul-Ära beschließen den Abend.

Heimat shoppen
Der verkaufsoffene Sonntag steht unter dem Titel „Heimat shoppen“. Der Startschuss dazu fällt um 13 Uhr. Die Läden haben bis 18 Uhr geöffnet. Eine ideale Gelegenheit, sich zur Einstimmung auf die kältere Jahreszeit mit einer neuen Garderobe auszustatten oder passende Dekorationsartikel sowie Accessoires für Heim und Garten zu erstehen.

An allen drei Tagen ist auch die Schülerfirma BBS Kreativ mit einem Verkaufsstand im Weinzelt sowie auf der Schloßstraße vertreten. Die jungen Erwachsenen – angehende Holztechniker und Teilnehmer des Berufsvorbereitungsjahrgans Technik – entwerfen, produzieren und vermarkten ihre handwerklich hergestellten Gegenstände selbst. Die Auswahl reicht vom Weinglashalter über Weinständer aus Alt und Edelholz bis hin zu Chamapgner-Gestellen.

Ausstellung “Wald Schloss, Schuh” im Alten Rathaus
Der Novembermarkt ist für die Pirmasenser und ihre Gäste eine ideale Gelegenheit, um im Alten Rathaus die vielfältigen Facetten der Stadtgeschichte zu entdecken. Die Ausstellung „Wald Schloss, Schuh“ gewährt Besuchern spannende Einblicke in die Geschichte der Siebenhügelstadt.

Im 1. Obergeschoss können Interessierte anhand zahlreicher Exponate die Entwicklung der Stadt in der Vor- und Frühgeschichte bis hin zur Landgrafenzeit entdecken. Die Zeit ab der Französischen Revolution wird im 1. Untergeschoss lebendig und beschäftigt sich außerdem mit dem Umbruch und Neubeginn. Im Scherenschnittkabinett, das im 2. Obergeschoss zu finden ist, sind die filigranen Werke der in Pirmasens geborenen Scherenschnitt-Künstlerin Elisabeth Emmler zu sehen. Ihre Hauptthemen sind die Märchen der Gebrüder Grimm und der Pfälzerwald, die von ihr illustriert werden.

Das Stadtmuseum Altes Rathaus ist während des Novembermarktes freitags, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, Schüler sind frei.

Verkehrsinfo
Die Schloßstraße wird anlässlich des Novembermarktes von Donnerstag, 4. bis einschließlich Sonntag, 7. November 2021, zwischen Löwenbrunnenstraße und Christiansgasse für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

Landau setzt auf die Sonne.
„Jetzt Solar aufs eigene Dach“

Bis zum Jahr 2030 will die Stadt Landau ihren CO2-Ausstoß deutlich senken. Die neue Landauer Solaroffensive sieht eine Solarpflicht auf neu gebauten Dächern vor. In einer Info-Kampagne dazu erklären Fachleute, welche Möglichkeiten es gibt, mit Solar auf dem eigenen Dach Geld sinnvoll zu investieren und dabei etwas für den Klimaschutz zu tun.
Bild: Mit über 1.000 Sonnenstunden im Jahr bietet sich Landau für die Nutzung von Solarenergie geradezu an. Foto: LD

Landau.26.10.2021/LD/hi. Um Klimaneutralität zu erreichen, sind unter anderem Änderungen bei der Wärme- und Stromversorgung sowie im Bereich Mobilität notwendig. Landau braucht 130 MW für die Eigenversorgung mit Strom. Bisher sind erst 30 MW an erneuerbaren Energien installiert. Wenn alle möglichen Dachflächen genutzt würden, könnte Landau sich komplett selbst versorgen. Mit über 1.000 Sonnenstunden im Jahr bietet sich die Südpfalzmetropole Landau für die Nutzung von Solarenergie geradezu an.

Die Verwaltung geht mit ihrem Gebäudemanagement voran und will künftig die gesamte Energie für öffentliche Schulen, Verwaltungsgebäude, Sporthallen etc. durch Erneuerbare Energien selbst erzeugen.

Neuestes Projekt sind zwei zusätzliche Photovoltaik-Anlagen auf der Feuerwache und dem Dorfgemeinschaftshaus in Arzheim gemeinsam mit der EnergieSüdwest AG.

„In Zukunft werden wir alle eher mehr als weniger Strom verbrauchen, sei es für Heizungen, E-Mobilität und oder auch Digitalisierung“, macht Umweltdezernent Lukas Hartmann deutlich. Unterschiedliche Fördermöglichkeiten und Steuervergünstigungen sind aktuell im Zusammenhang mit Solar auf dem eigenen Dach möglich. Letzten Endes sei es eine einfache Rechnung: Was kosten mich die Anlage und der Speicher? Wieviel Strom kann ich selbst verbrauchen? Wieviel Vergütung bekomme ich für den Rest? Rechnet sich das Ganze mit Blick auf die nächsten zwanzig Jahre? Denn so lange halten die Solar-Module auf jeden Fall. Für die allermeisten Wohnhäuser gehe diese Rechnung positiv aus.

Info-Veranstaltung am Donnerstag, 28. Oktober, ab 17:30 Uhr. Wollmesheimer Höhe.
In der Turnhalle der Grundschule Wollmesheimer Höhe, Barbarossastraße 4, sprechen Energieberaterin Nicole Siepe, Verbraucherzentrale RLP, und Robin Göbel, EnergieSüdwest, über “Solar aufs eigene Dach”.

Anmeldungen nimmt die städtische Klimaschutzmanagerin Maren Dern entgegen per E-Mail: solaroffensive@landau.de.

Wer wissen möchte, ob das eigene Dach für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage geeignet ist, kann das schon im Vorfeld der Infoveranstaltung im rheinland-pfälzische Solarkataster herausfinden.
Eine Übersicht über verschiedene Fördermöglichkeiten gibt es hier.

Der Impfbus ist wieder unterwegs.
Vier Halte in Landau geplant

Um „Nachzüglerinnen und Nachzügler“ einzusammeln und auch Jugendlichen ab 12 Jahren die Möglichkeit zu geben, sich schnell, unkompliziert und niedrigschwellig impfen zu lassen, sind die Impfbusse des Landes Rheinland-Pfalz weiter im ganzen Land unterwegs. Auch in der Stadt Landau stehen in den kommenden Wochen insgesamt vier Halte an.
Bild: Die Impfbusse des Landes machen in den kommenden Wochen gleich viermal in Landau Station. Foto: LD

Landau.26.10.2021/LD. Oberbürgermeister Thomas Hirsch dankt allen Organisationen, Institutionen und Firmen, die die Impfaktionen in Landau unterstützen. Gleichzeitig erneuert er seinen Appell an alle Noch-nicht-Geimpften ab zwölf Jahren, von der Möglichkeit eines schnellen, unkomplizierten und kostenlosen „Piks“ Gebrauch zu machen. „Meine Bitte an diejenigen in unserer Stadt, die bisher noch nicht geimpft sind: Nutzen Sie die Impfangebote, zum Schutz von Ihnen und allen.“ Denn: „Die aktuelle Lage zeigt deutlich, dass die Impfung das Risiko für schwere Verläufe und Corona-bedingte Todesfälle verringert, somit unser Gesundheitssystem entlastet und uns allen wieder mehr Normalität ermöglicht“, macht der Stadtchef deutlich.

Impfbus Haltestationen
Mittwoch, 27. Oktober, 8 bis 16 Uhr. Campusgelände Uni Koblenz-Landau, Fortstraße 7.
Samstag, 30. Oktober, 10 bis 17 Uhr. Jugendstil-Festhalle, Mahlastraße 3.
Donnerstag, 11. November, 8 bis 16 Uhr. Landauer Hauptbahnhof.
Mittwoch, 17. November, 8 bis 16 Uhr. GILLET hagebaumarkt & Floraland, Gilletstraße 1.

MdL Helge Schwab (FW): Windräder im Pfälzerwald müssten jetzt Geschichte sein

Die Landtagsfraktion der Freien Wähler sieht sich durch die ablehnende Haltung des MAB-Nationalkomitees der Unesco bestätigt. Die beabsichtigten Bebauung des Pfälzerwalds mit Windkraftanlagen wird die Aberkennung als Biosphärenreservat nach sich ziehen.
Archivbild IPP: Windradbau im Soonwald

Mainz.25.10.2021/FW. Noch im Juli dieses Jahres hatten sich die Freien Wähler eindeutig gegen den Bau von Windkraftanlagen im Biosphärenreservat Pfälzerwald positioniert. Das MAB-Nationalkomitee habe jetzt in einem Schreiben an das Umweltministerium von Anne Spiegel (Grüne) unmissverständlich erklärt, dem Pfälzerwald den Status als Unesco-Biosphärenreservat abzuerkennen, sollte die Landesregierung ihre Pläne gegen großen Widerstand durchziehen. Damit sei nun das eingetreten, was zu befürchten war, erklärte Helge Schwab, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler: “Der Bau von Windkraftanlagen im Pfälzerwald dürfte spätestens jetzt Geschichte sein”.

Besonders verwerflich findet Schwab, dass sogenannte Kalamitätsflächen – zum Beispiel nach Windbruch oder Schädlingsbefall – als Standorte für Windräder genutzt werden sollten: „Dadurch geben wir das weltweit vorbildliche, nachhaltige und Jahrhunderte alte deutsche Forstwirtschaftsprinzip der Wiederaufforstung preis. Und dies, obwohl wir doch alle wissen, dass wir unseren Wald zum Erhalt des Klimas dringend benötigen“, argumentiert der Abgeordnete.

Dass der Bau von Windrädern im Pfälzerwald nur in den sogenannten Entwicklungszonen stattfinden solle, sei eine Bürgertäuschung. Denn dabei erwähne die Landesregierung nicht, dass diese genannten Flächen rund 88 Prozent des Schutzgebietes ausmachen.

KuLaDig: Multimediale Präsentation von Annweiler in der Stauferzeit.
Maxima Vis Regni – die größte Kraft des Stauferreiches.

KuLaDig ist ein digitales Informationssystem zur Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften. Verschiedene Objekte und unterschiedliche Themen werden textlich und medial aufbereitet. 2020 wurde die Verbandsgemeinde Annweiler dafür als Modellkommune ausgewählt. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor. Auf der KuLaDig-Themenseite: „Maxima Vis Regni – die größte Kraft des Stauferreiches“ wird Annweiler am Trifels in seiner Bedeutung für die Salier und Staufer dargestellt.
Video: Günter Frey erzählt die Geschichte der Stadtrechtsurkunde. Quelle: ©Gutzeit/Oldenburg/Roma.Uni Koblenz

Annweiler.25.10.2021/bft/hi. Die nun vorgestellten Objekte – das sind wissenschaftlich fundierte Belege mit Text, Bild und teilweise Videoclips – reichen vom Rathaus und der Stadtkirche über das Museum unterm Trifels, den Hohenstaufensaal und die Burg Trifels bis hin zum Kloster Eußerthal und dem ehemaligen Kloster in St. Johann. Die Autoren berichten darin von der bewegten Geschichte der Region rund um den Trifels:
 Archäologischer Park,   Kloster Eußerthal,  Trifels,   Stadtkirche Annweiler,  Hohenstaufensaal,  Museum.

Aber das ist erst der Anfang. KuLaDig ist offen für weitere Anregungen und Vorschläge zur digitalen Präsentation von kulturell interessanten Beiträgen zum Trifelsland.

Bürgermeister Christian Burkhart dankte allen Beteiligten für die bisherige Mitarbeit bei diesem Projekt: „Es sind schon ganz tolle Beiträge erstellt worden und ich bin zuversichtlich, dass noch viele weitere Objekteinträge im Trifelsland folgen werden.“

Forschungsprojekt KuLaDig
Ziel des Projektes ist es, die kulturelle Vielfalt in Rheinland-Pfalz zu erfassen und vielseitig nutzbar zu machen. Darüber hinaus dient es der kommunalen Identitätsstiftung. Der Datenbestand wird ständig ergänzt.

Das Projektteam der VG Annweiler soll auch künftig weitere Themen und Objekte erarbeiten und in den Datenbestand von KuLaDig einbinden. Zur Unterstützung der weiteren Arbeit steht die SGD Süd zur Verfügung. Von dort wird das Gesamtprojekt in Rheinland-Pfalz betreut.
Weitere Informationen gibt es hier.

Pfälzerwald. Biosphären-Status in Gefahr.
Christian Baldauf (CDU): Landesregierung muss von Windkraft-Plänen im Pfälzerwald Abstand nehmen

Jetzt ist es raus: Das MAB-Nationalkomitee der UNESCO wird dem Pfälzerwald seinen Status als Biosphärenreservat aberkennen, wenn dort Windräder gebaut werden. Wie jetzt bekannt wurde, liegt der Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) bereits seit mehreren Wochen ein diesbezügliches Schreiben des MAB-Nationalkomitees vor, das über den Schutzstatus aller UNESCO-Biosphärenreservate wacht.
Fotomontage: IPP

Mainz.23.10.2021./hi. Die Landesregierung müsse sofort von ihren Plänen, Teile des Pfälzerwalds für Windräder zu öffnen, Abstand nehmen, erklärte dazu der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf: „Die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat steht auf dem Spiel. Aus dem MAB-Schreiben geht deutlich hervor, dass der Pfälzerwald seinen Status als Biosphärenreservat verliert, sollte die rheinland-pfälzische Ampel wirklich Windräder im Pfälzerwald zulassen“. Für den Pfälzerwald, die Region und auch das Land wäre das eine Katstrophe, so Baldauf.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende zeigt sich verwundert, dass Umweltministerin Spiegel das Schreiben zurückhält: „Das UNESCO-Komitee schiebt den Windkraftplänen der Landesregierung einen deutlichen Riegel vor. Warum macht die Landesregierung ein Geheimnis daraus? Was gedenkt die Landesregierung nun zu tun? Hält sie an ihren Windkraftplänen fest?“ Im nächsten Umweltausschuss soll die Umweltministerin dazu Stellung nehmen. Einen entsprechenden Berichtsantrag hat die CDU-Fraktion bereits auf den Weg gebracht.

Der Pfälzerwald muss windkraftfrei bleiben
Die Position der CDU zur Windkraft im Pfälzerwald ist bekannt. Christian Baldauf betont:  „Wald hat Vorrang – deshalb setzen wir uns seit vielen Jahren für das Verbot der Errichtung von Windkraftanlagen in den Naturparks, insbesondere im Pfälzerwald, ein. Von Anfang an haben wir bedauert, dass SPD, Grüne und FDP mit ihren neuen Windkraft-Plänen wichtige Regelungen im Sinne des Naturschutzes hintenanstellen. Der Pfälzerwald muss windkraftfrei bleiben.“

Führerschein Pflichtumtausch. Landkreis Südwestpfalz.
Anträge können bei den Verbandsgemeinden gestellt werden

Wie die Führerscheinstelle der Kreisverwaltung Südwestpfalz informiert, können Anträge zum Pflicht-Umtausch von Führerscheinen ab sofort auch bei den Verbandsgemeinden gestellt werden. Damit wird den Bürgerinnen und Bürger das Umtauschverfahren mit kürzeren Wegen erleichtert
Bild: Thorsten Höh, ©Bundesdruckerei

Pirmasens/Südwestpfalz.21.10.2021/ps. Mit dem Führerscheinumtausch werden die Vorgaben der EU-Führerscheinrichtlinie umgesetzt, wonach bis Anfang 2033 alle Führerscheine in den EU-Staaten einheitlich ausgestaltet sein müssen. Das neue Dokument ist fälschungssicherer, zudem ist eine zentrale Registrierung sichergestellt. Seit dem 19.01.2013 werden Führerscheindokumente auf 15 Jahre befristet ausgestellt.

Bis zu welchem Zeitpunkt ein Umtausch erfolgen muss, ergibt sich aus nachfolgender Tabelle. Bei alten Papierführerscheinen richtet sich die Frist für den Umtausch nach dem Geburtsjahr der Person, auf welche er ausgestellt ist. Ist ein Kartenführerschein vor dem 19.01.2013 ausgestellt, richtet sich die Umtauschfrist nach dem Ausstellungsjahr dieses Führerscheins.

Handlungsbedarf besteht mit Blick auf die vorgegebene Staffelung zunächst nur für alte Papier-Führerscheinen bei Personen der Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958 sowie im kommenden Jahr für die Geburtsjahrgänge 1959 bis 1964. Für alle anderen Führerscheine ist zum jetzigen Zeitpunkt keine Eile geboten. Die individuellen Fristen hier. Da lediglich Dokumente umgetauscht werden, muss keine Prüfung abgelegt werden. Zum Umtausch des Führerscheins benötigt man die bisherige Fahrerlaubnis, ein Ausweisdokument sowie ein neues, biometrisches Passfoto.
Die Umstellungsgebühr beträgt 25,30 Euro.

„Wie war der Holocaust möglich?“.
Ausstellung in Pirmasens sucht Antworten

Wie war der Holocaust möglich? Dieser zentralen Frage geht ab 6. November 2021 eine Sonderschau im Stadtmuseum Altes Rathaus nach. Unter dem Titel „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufer und Widerstand“ ist die vielbeachtete Wanderausstellung des United States Holocaust Memorial Museum in Pirmasens zu sehen.
Bild: Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ adressiert eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Foto: S Holocaust Memorial Museum

Pirmasens.21.10.2021/ps. Die zentrale Rolle von Adolf Hitler und anderer nationalsozialistischer Führer ist unbestreitbar. Aber sie waren von unzähligen anderen abhängig. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum haben so Viele die Verbrechen der Nationalsozialisten unterstützt oder geschwiegen? Warum haben so Wenige den Opfern geholfen?

Die Erkenntnis, dass der Holocaust möglich wurde, weil Menschen in Deutschland und ganz Europa aus verschiedenen Gründen motiviert waren, dem Völkermord zuzustimmen oder daran mitzuwirken, ist entscheidend, um Lehren aus dem Holocaust zu ziehen.

Der Holocaust erinnert uns daran, dass das Undenkbare immer möglich ist. Es erinnert uns auch daran, dass Individuen mehr Macht haben, als sie vielleicht wissen – zum Guten oder zum Schlechten. Das Museum hofft, dass diese Ausstellung dazu inspiriert, über eigene Einflussmöglichkeiten für eine bessere Zukunft nachzudenken.

Die Ausstellung wird bis zum 18. Dezember im Stadtmuseum Altes Rathaus Pirmasens gezeigt.

Nach der Annexion Österreichs sehen Anwohner im März 1938 zu, wie österreichische Nationalsozialisten Juden zwingen, den Bürgersteig in Wien zu schrubben“.
(Foto: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)

„Hitler und andere nationalsozialistische Führer hätten den Holocaust nicht alleine verüben können“, erklärt Timothy Kaiser, stellvertretender Direktor des Levine Instituts für Holocaust Erziehung am Museum. „Einige waren Nachbarn“ stellt die Frage nach den unzähligen anderen, die den Holocaust mit ermöglichten, aber auch nach den Menschen, die Widerstand leisteten und Andere retteten. Besucher können eigene Annahmen hinterfragen und überlegen, wie der Einzelne etwas bewirken kann.”

Dem Pirmasenser Stadtarchiv ist es gelungen das Immanuel-Kant-Gymnasium für eine Zusammenarbeit zu gewinnen und dadurch ein Peer-Guide-Programm anbieten zu können. „Nach regem Zuspruch können im Rahmen der Ausstellung nun sowohl Rundgänge für Schüler als auch – durch die Zusammenarbeit mit den Pirmasenser Gästeführern – für Erwachsene angeboten werden“, freut sich Stadtarchivarin Heike Wittmer. Alle Schulen seien eingeladen, an den Führungen teilzunehmen. „Durch die offene Gestaltung der Ausstellung sind keine Vorkenntnisse notwendig – so können auch jüngere Kinder das Angebot wahrnehmen“, betont Wittmer.

Bei den moderierten Rundgängen, die zum eigenen Denken und Handeln anregen sollen, stehen nach Wittmers Worten die Handlungsräume der Menschen von damals im Mittelpunkt. „An ausgewählten Stationen werden Phänomene wie Täter- und Komplizenschaft, Wegschauen, Eigennutz, Hilfe oder Widerstand vorgestellt und diskutiert“, so Heike Wittmer. Mit Blick auf die historisch-parallelen Ereignisse in Pirmasens werde die Frage „Wie war der Holocaust möglich?“ regional angebunden. Die Dauer der Führungen beträgt jeweils ca. 90 min. 

Auf einen Blick
Die Sonderausstellung „Einige waren Nachbarn“ ist vom 6. November bis einschließlich 18. Dezember 2021 im Stadtmuseum Altes Rathaus zu sehen. Die Einrichtung ist jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Führungen für Schulklassen sind kostenfrei. Erwachsenengruppen (bis zu zehn Personen) zahlen 35 Euro. Der Eintritt ist Museum ist frei.
Um Voranmeldung wird gebeten. Telefon: 06331/842299 oder per E-Mail: stadtarchiv@pirmasens.de.
Schülerführungen sind montags, dienstags und donnerstags jeweils von 8 bis 10 Uhr, von 10 bis 12 Uhr sowie von 12 bis 14 Uhr buchbar. Individuelle Termine für Führungen sind möglich.                                                                                             

Hintergrund
Diese Ausstellung wurde gefördert durch das William Levine Family Institute des United States Holocaust Memorial Museums mit Unterstützung u. a. von der David Berg Foundation, der Oliver Stanton Foundation, der William & Sheila Konar Foundation, der Blanche and Irving Laurie Foundation, der Benjamin and Seema Pulier Charitable Foundation, Sy and Laurie Sternberg, und dem Lester Robbins and Sheila Johnson Robbins Traveling and Special Exhibitions Fund established in 1990.

Das United States Holocaust Memorial Museum ist ein lebendiger Ort der Erinnerung an den Holocaust und inspiriert sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Führungskräfte weltweit, sich dem Hass entgegenzustellen, Völkermord zu verhindern und sich für die Menschenwürde einzusetzen. Seine weitreichenden Bildungsprogramme und seine weltweite Wirkung werden durch großzügige Spenden ermöglicht.
Weitere Informationen hier.

Trifelsbad Annweiler.
Abstimmung Wasserspielplatz. Gewinner steht fest

Zahlreiche Teilnehmer haben in den vergangenen Wochen online über das Motiv des Bodenbelags für den neuen Wasserspielplatz im Trifelsbad abgestimmt, das derzeit generalsaniert wird und 2023 wieder öffnen soll. Die meisten Stimmen erhalten hat Variante C.
Bild: Das Gewinnermotiv, die Variante C.

Annweiler.21.10.2021/vga/hi. Bis Ende September war die Bevölkerung eingeladen, an einer Online-Abstimmung der Verbandsgemeinde Annweiler für das neue Trifelsbad teilzunehmen. Es ging um die Bodengestaltung des neuen Wasserspielplatzes. Dazu konnte man aus drei Varianten auswählen. Zu gewinnen gab es für die Online-Teilnehmer eine Familienkarte für das Schwimmbad mit Gültigkeit für das ganze Eröffnungsjahr.

Motiv und Gewinner stehen jetzt fest. Die meisten Stimmen erhalten hat Variante C.

Gewonnen hat Hagen Schmidt aus Annweiler. Bei der Überreichung des Gewinns durch Bürgermeister Christian Burkhart in der Verbandsgemeindeverwaltung freute sich der Glückspilz: „Ich und meine Frau vermissen das Bad so sehr. Wir können es kaum erwarten, endlich wieder unsere Bahnen darin zu drehen. Ab und an dürfen dann auch die Enkelkinder mit, die sich schon darauf freuen, die tolle neue Rutsche hinunter zu sausen.“

Was hat den gebürtigen Ludwigshafener eigentlich in die Trifelsstadt verschlagen? „Meine Frau!“, lacht er, die Lehrerin am Trifels-Gymnasium gewesen sei. Mit ihr lebt Hagen Schmidt schon seit vielen Jahren in Annweiler, wo sich beide rundum wohlfühlen. Um fit zu bleiben, treibt der 78-jährige gerne Sport. Schon vor der Sanierung war er Dauerkunde in dem beliebten Freibad, das seiner Meinung nach in der Region einen Riesenstellenwert hat. „Eine ganz tolle Sache!“, sagt der leidenschaftliche Schwimmer. „Mit dem Gewinn im Gepäck kann die Vorfreude auf die Wiedereröffnung umso mehr steigen.“

Verbandsgemeinde Annweiler verleiht erstmals Ehrenamtspreis

Beim Keschdeabend im Hohenstaufensaal am vergangenen Freitag wurde erstmals der Ehrenamtspreis der VG Annweiler verliehen. Das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das Gemeinwohl und Mitmenschen einsetzen, ist elementarer Bestandteil von gesellschaftlichem Zusammenleben und Zusammenhalt. Mit der Verleihung eines Ehrenamtspreises in Form einer Ehrennadel bringt die Verbandsgemeinde ihren Dank und ihre Wertschätzung für die Ehrenamtlichen zum Ausdruck.
Bild: Erstmalige Verleihung des Ehrenamtspreises der VG Annweiler durch Bürgermeister Christian Burkhart. Pfälzische Weinprinzessin 2020/21 Denise Grauer, Bürgermeister Christian Burkhart, Sven Dausch, Walter Halde, Walter Herzog, Kastanienprinzessin Leonie I. (v.l.n.r.). Foto: vga

Annweiler.15.10.2021/vga/hi. Wertschätzung und Unterstützung der Ehrenamtlichen bei ihrem Engagement schafften bekanntermaßen Anreize, sich auch weiterhin für das Gemeinwohl einzusetzen, sagte Bürgermeister Burkhart bei seiner Rede zum Ehrenamtspreis, der in diesem Jahr erstmalig verliehen wurde. Drei dafür vorgeschlagene herausragende Persönlichkeiten aus dem Trifelsland erhielten die Ehrenamtsnadel: Walter Herzog, Walter Halde und Sven Dausch.

Walter Herzog ist bereits seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit, im sportlichen Bereich beim TV Bad Bergzabern, im sozialen Bereich etwa beim Senegalhilfe-Verein und als ehemaliger Leiter der VHS Annweiler, im Naturschutz beim BUND und in der BI Queichtal sowie als Vorsitzender des Vereins Zukunft Annweiler tätig. „Walter Herzog engagiert sich vielfältig und uneigennützig in verschiedensten Bereichen des Gemeinwesens und zeigt damit, wie wichtig und wertvoll ehrenamtlich agierende Bürger sind“, hob Burkhart in seiner Laudatio hervor.

Walter Halde ist langjähriger Leiter und Dirigent des Akkordenorchesters Annweiler sowie Leiter des Gesangsvereins Waldrohrbach-Bindersbach. Von 1979 bis 2004 war er Ratsmitglied in Waldrohrbach, fünfzehn Jahre davon als Ortsbürgermeister. Im Frühjahr 2019 wurde er für seine vierzigjährige Mitgliedschaft im Akkordeonorchester als Dirigent mit der Goldenen Dirigentennadel mit Kranz ausgezeichnet. „Walter Halde engagiert sich besonders in der Heimatpflege, etwa bei der Instandsetzung der ‚Lourdesgrotte‛ in Waldrohrbach und bei der Ertüchtigung der kleinen Anlage an der Rehbergquelle“, so Bürgermeister Burkhart anerkennend.

Für den VfB Annweiler nahm Vorstand Sven Dausch den Ehrenamtspreis entgegen. Der VfB engagiert sich seit Jahrzehnten wie viele andere Vereine vorbildlich in der Jugendarbeit. Unter anderem organisiert er ein Jugendzeltlager am Hermann-Krieg-Haus. Am Beginn der Corona-Krise hatte sich der VfB mit den Hilfsorganisationen „Die Pfalz hilft sich“ und „Die Tafel“ sowie diversen Fahrschulen zur Nachbarschaftshilfe zusammengeschlossen und Einkäufe für Risikogruppen und Bedürftige erledigt. „Der VfB hat sich in der Corona-Anfangsphase sehr schnell aufgestellt und vermutlich auch andere zur Unterstützung animiert. Das frühzeitige Engagement soll mit diesem Preis dankend gewürdigt werden“, so Burkhart.

Künftig wird der Ehrenamtspreis der VG Annweiler jährlich vergeben im Rahmen des traditionellen Sommerfestes der Verbandsgemeinde.

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