Wasgauschule Hauenstein mit Schulabschluss-Feier.
Preisträger geehrt

In Rahmen von drei festlichen Veranstaltungen konnte die Wasgauschule RealschulePlus Hauenstein 52 junge Menschen mit Abschlusszeugnis in ihr weiteres Leben entlassen, gibt Schulleiterin Arlett Hübsch heute bekannt. Einige Schüler und Schülerinnen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Bild: Die Preisträger 2021: Alexandra-Renata Tomici, Johannes Spengler, Maria Schenk; Christoph Burkhart, Joashua Nehr, Maria Schenk, Emilie Beckaert, Nele Isufi; Elias Lanowski, Leonie Neumann, Nico Wengert. (v.o.l.n.r.u.) | Foto: Wasgauschule

Hauenstein.13.7.2021/Werner G. Stähle. „Die Schulgemeinschaft ist sehr stolz auf ihre Absolventinnen und Absolventen 2021, ist es ihnen doch gelungen in schwierigen Zeiten ihre Ziele nicht nur konsequent zu verfolgen, sondern auch noch beachtenswerte Weichen für den weiteren beruflichen Werdegang zu stellen“, erklärt Arlett Hübsch. Diese jungen Menschen hätten bemerkenswerte innere Stärke gezeigt. Die Feiern seien unter dem Motto gestanden „Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln“. (Zitat Dalai Lama)

Die Preisträger
Sonderpreis für hervorragende Leistungen im Praxistag: Nico Wengert (9a)
Preis der Kreisverwaltung Südwestpfalz für die Jahrgangsbeste im Bildungsgang der Berufsreife: Leonie Neumann (9a)
Preis der Kreisverwaltung Südwestpfalz für den Jahrgangsbesten im Bildungsgang der Sekundarstufe I: Johannes Spengler (10c)
Preis vom Förderverein der Realschule plus Hauenstein für hervorragende Leistungen
im Fach:
Mathematik: Christoph Burkhart (10c)
Englisch: Maria Schenk 10b
Naturwissenschaften: Johannes Spengler (10c)
Musik: Nele Isufi (10c)
Preis vom Ministerium für vorbildliche Haltung und beispielhaftem Einsatz in der Schule: Joshua Nehr, Maria Schenk und Emilie Beckaert (alle 10b)
Preis vom Förderverein für vorbildliche Haltung und beispielhaftem Einsatz in der Schule: Elias Lanowski (10c)
Sonderpreis vom Förderverein für vorbildliche Arbeitshaltung in der Schule für: Alexandra-Renata Tomici (10b).

Johannes Seibel als Wehrleiter der VG Hauenstein bestätigt.
„Bambini-Feuerwehren“ beliebt

Die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hauenstein haben den bisherigen Wehrleiter, Johannes Seibel, und dessen Stellvertreter, Gerd Bernhard, bestätigt. Als Zweiter Stellvertreter wurde Jörg Klingeberg neu gewählt. VG-Bürgermeister Patrick Weißler überreichte die Urkunden und vereidigte Jörg Klingenbereg als Ehrenbeamten auf Zeit. Bild: Die  Bambini-Feuerwehr in Hinterweidenthal in beim Theorie-Unterricht. Foto: Freiw. Feuerw. Hinterweidenthal

Hauenstein/Südwestpfalz
.8.7.2021/Werner G. Stähle. Am Rande der offiziellen Amtshandlungen war manches über Struktur und Aufgaben der Wehren zu erfahren. Fast alle Ortschaften der Verbandsgemeinde verfügen über eigene Wehren. Dimbach wird von der Freiwilligen Feuerwehr Lug geschützt und Wilgartswiesen deckt strukturmäßig seine Annexe Hermersberger Hof mit ab, war zu erfahren. Im Bedarfsfall werden benachbarte Wehren kurzfristig nachalarmiert. Gegebenenfalls auch über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinaus. Dementsprechend wird auch gemeinsam geübt.

Das Feuerwehrmagazin der Ortsgemeinde Hauenstein erfüllt Zentralfunktion, darunter für Teile der Atemschutzausrüstung. Seit knapp einem Jahr gehört zur dortigen Ausstattung ein Mehrzweck-Feuerwehrfahrzeug vom Typ 3 (MFZ3), das auch für andere Wehren im Landkreis Südwestpfalz vorgehalten wird.

Angesichts ihrer Lage an dieser stark frequentierten Trasse decken die Freiwilligen Feuerwehren der VG-Hauenstein auch die B10 mit ab.

Kein Mangel an Bambini-Nachwuchs
Über Nachwuchsmagel könne man nicht klagen, berichtete Wehrleiter Seibel auf Nachfrage. Dies verdanke man auch den beliebten zwei „Bambini-Feuerwehren“ in der Verbandsgemeinde mit insgesamt mehr als 30 regelmäßig teilnehmenden Kindern, ist Seibel überzeugt.

Seit jüngster Zeit könne man wieder in normal großen Gruppen üben, was in den vergangenen Monaten nur eingeschränkt möglich gewesen sei. Das gelte auch für die Jugendfeuerwehren, denen Aktivitäten zuvor gänzlich untersagt gewesen wären. Geselligkeit sei monatelang komplett ausgefallen. Man strebe baldige Wiederbelebung an, soweit es die Pandemie-Situation zulässt

Von links: Jörg Klingeberg (1.stv. Wehrleiter), Gerd Bernhard (2.stv.Wehrleiter), Patrick Weißler (VG-Bürgermeister), Johannes Seibel (Wehrleiter). | Foto: W. G. Stähle

Hauensteiner Schuhmuseum.
Bezirksverband Pfalz unterstützt Um- und Neugestaltung mit 50.000 Euro

Der Bezirksverband Pfalz ist Mitträger des Deutschen Schuhmuseums in Hauenstein. Die Um- und Neugestaltung der Ausstellungsflächen werden mit 50.000 Euro unterstützt. Das hat der Bezirksausschuss unter Vorsitz des Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder einstimmig beschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung vom 15. Juni.
Bild: BV Pfalz. Wird zurzeit umfangreich saniert: Deutsches Schuhmuseum in Hauenstein bietet unter anderem einen Blick in eine alte Schuhmacherei.

Hauenstein.17.6.2021/hi. 1996 wurde das Museum in einer ehemaligen Schuhfabrik im Bauhausstil von 1929 eröffnet. Als Bildungsstätte und Erinnerungsort zeigt es die technischen Entwicklungen sowie die Bedeutung der Schuhindustrie für die Menschen und für die Region.

Umbau und Modernisierung
Um den modernen Standards gerecht zu werden, wird das Museum seit 2019 umgebaut und umfangreich modernisiert. Künftig will man auch neue Besuchergruppen erschließen; daher sollen die Themen „Inklusion“, „Barrierefreiheit“ und „Bildungsort für Schulklassen“ verstärkt durch interaktive Elemente berücksichtigt und digitale Technik einbezogen werden.

Darüber hinaus müssen unter anderem eine neue Brandschutzanlage eingebaut, Brandschutztüren ausgetauscht, eine neue Sicherheitsbeleuchtung und neue Ausstellungsstrahler montiert und die Behindertentoilette erneuert werden.

Ab diesem Jahr hat der Bezirksverband Pfalz seinen Stifteranteil auch dauerhaft von 60.000 auf 80.000 Euro erhöht, um den Ausstellungsbetrieb sicherzustellen.

Information
Von Theater und Museen über Schulen und Lehrbauernhof bis zu Angeboten seelischer Gesundhei. Der
Bezirksverband Pfalz kümmert sich um kulturelle, soziale und wirtschaftliche Belange der Pfälzerinnen und Pfälzer. Dank seiner über 200-jährigen demokratischen Tradition ist er einzigartig in Rheinland-Pfalz.

Keine Windkraft im Pfälzerwald.
MdL Christof Reichert (CDU) wendet sich gegen Vorhaben der Ampelkoalition

Die angestrebte Koalition aus SPD, B90/Grüne und FDP soll sich in ihren Verhandlungen geeinigt haben, künftig Windkraftanlagen im Pfälzerwald zuzulassen. Dagegen wendet sich der Landtagsabgeordnete Christof Reichert (CDU). Mittels parlamentarischer „Kleine Anfrage“ will er diesbezüglich unter anderem erfahren: „Erwägt die Landesregierung die Zulassung von Windkraftanlagen im Pfälzerwald beziehungsweise konkret im Bereich des Langerkopfs bei Hauenstein?“.
Blick über den Pfälzerwald,bislang ohne Windrad. Hier von Burgruine Lindelbrunn Richtung Trifels. Foto: W. G. Stähle

Hauenstein/Südwestpfalz. 29.4.2021/Werner G. Stähle. Windkraft im Pfälzerwald richte sich eindeutig gegen die von der bisherigen Ampelregierung beschlossene Rechtsverordnung vom 23. Juli 2020. Offensichtlich wolle die künftige Koalition den Status des Biosphärenreservates und die damit verbundenen vielfältigen Vorteile gefährden, befürchtet Christof Reichert. Schon vor der Landtagswahl sei nach Äußerungen der Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu befürchten gewesen, „dass die SPD den Pfälzerwald opfern will, um dem Koalitionspartner Grüne zu gefallen“.

FDP: Vor der Wahl dagegen, jetzt dafür
Die FDP habe vor der Landtagswahl Windkraftanlagen kategorisch ausgeschlossen und knicke jetzt zum Machterhalt ein.

Bereits Anfang März dieses Jahres hatte sich der Landtagsabgeordnete gegen Äußerungen der Ministerpräsidentin „auch im Pfälzerwald gibt es Stellen, wo Windkraftanlagen stehen können, es kann kein Tabu für unsere Wälder geben“ gewandt und betont, „der Pfälzerwald ist das Kapital unserer Region“. Diese einzigartige Naturlandschaft biete die Basis für die sehr erfolgreiche Entwicklung im Tourismus. Die Ampelkoalition stelle die Windindustrie über die Interessen der Menschen. (Wir berichteten).

Auch Bezirkstag Pfalz gegen Windräder im Pfälzerwald
Zwischenzeitlich habe sich auch der Bezirkstag Pfalz klar gegen Windkraftanlagen im Pfälzerwald ausgesprochen. Zudem seien genug andere Flächen vorhanden um die Ziele der Energiewende in unserer Region umzusetzen, betont der Parlamentarier aus Hauenstein. Das sei von der Planungsgemeinschaft Westpfalz nochmals deutlich gemacht worden.

„Windkraft im Pfälzerwald muss weiterhin ausgeschlossen bleiben“, verlangt Christof Reichert und kündigt an: „Wir müssen und werden uns vor Ort gegen die Pläne der neuen Landesregierung zur Wehr setzen“.

Stichwort Langerkopf
Der Langerkopf liegt auf Gemarkung Hofstätten (Annexe von Wilgartswiesen, Verbandsgemeinde Hauenstein) und bildet den östlichen Teil des Mosisberges (610 m).

Finde den Stein.
Pfälzerwald-Verein Hauenstein veranstaltet Suchspiel

Im Pfälzerwald, rund um die Ortsgemeinde Hauenstein, wird von Mai bis Oktober dieses Jahres jeweils am Monatsanfang ein großer, bunt bemalter Stein deponiert, den es zu finden gilt. Finde den Stein. Mit dieser Aktion will der örtliche Pfälzerwald-Verein an die schönsten Orte rund um den Luftkurort führen und zum Bewegen animieren, heißt es in der Ankündigung. Am 1. Mai geht’s los.
Foto: Hauenstein / W.G. Stähle

Hauenstein. 26.4.2021/Werner G. Stähle. „Egal ob Jung oder Alt, alle können mitmachen. Wer loszieht und die Augen offen hält, wird sicher belohnt. Wer einen Stein gefunden hat, schickt ein Beweisfoto an T.Keiser@LSB-Rlp.de oder per WhatsApp an 0178/732.8692“, lautet die Aufforderung des PWV Hauenstein.

Laufzeit Mai bis Oktober 2021
Damit die Fotos zugeordnet sowie Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigt werden können, wird um Angabe von Name und E-Mail-Adresse gebeten.
Einsendungen seien bis Ende Oktober möglich.
Wer mindestens fünf der sechs Steine gefunden und sich mit Fotos registriert habe, könne tolle Preise gewinnen.

Jeder Monat ein neuer Stein
Jeden Monat sei ein neuer der von den Kindern der Grundschule und der Kindergärten in Hauenstein bemalter Steine zu finden. Auf dem jeweiligen Exemplar stehe deutlich „FINDE DEN STEIN“, der somit nicht mit anderen zu verwechseln wäre. An welchem der „ganz besonderen Orte“ ein bunter Stein ausgelegt ist, sei jeweils zum Monatsanfang auf der Internetseite www.PWV-Hauenstein.de zu erfahren sowie im örtlichen Amtsblatt Hauensteiner Bote.

Organisiert und betreut wir diese Aktion von der Jungen Familie des Pfälzerwald-Vereins Hauenstein in Kooperation mit der Landesinitiative „Rheinland-Pfalz – Land in Bewegung“.

Zur politischen Teilhabe.
SPD Hauenstein regt Einrichtung von Jugendparlamenten an

Der SPD-Gemeindeverband Hauenstein regt an, in allen Ortschaften der Verbandsgemeinde Hauenstein eigene Jugendparlamente aufstellen und wählen zu lassen. „Vor allem ländliche Kommunen sollten, besser müssen, sich um ihre Attraktivität für die junge Generation kümmern.“ Über verschiedene Angebote und Anregungen könne so die Jugendarbeit verbessert und die Bindungen zu den Heimatorten gefestigt werden, zeigt sich Gemeindeverband-Vorsitzender Andreas Wilde überzeugt.
 Archivbild Andreas Wilde, hier beim Aufstellen des (vorläufig letzten) Maibaums in Hauenstein (2019). | Foto W. G. Stähle

Hauenstein.24.4.2021/Werner G. Stähle. Politische Beteiligungsformen von Jugendlichen in Rheinland-Pfalz gäbe es schon seit Jahren. Diese seien ganz unterschiedlich organisiert: als Jugendvertretung, Jugendparlament, Jugendrat, Jugendgemeinderat, Jugendbeirat oder Jugendkomitee. Dementsprechend unterschieden sie sich auch in ihren Zielsetzungen, Mitgliederzahlen, Legislaturperioden sowie der gesetzlichen Verankerung. Ortsgemeinden könnten über eigene Satzungen den Rahmen der Mitarbeit gestalten und regeln, schildert Andreas Wilde.

Ziel soll auch sein, jungen Bürgerinnen und Bürgern entsprechende Einblicke zu verschaffen. Verschiedene eigene Projekte und Beteiligungsrechte könnten jungen Menschen helfen, ihre Stärken zu sehen, ihre Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln und die Gemeinden kompetent mit zu gestalten, so Andreas Wilde. Zudem könne dadurch eine neue Generation von Ratsmitgliedern gewonnen werden.

Die Bürgermeisterin und die Bürgermeister aller Ortsgemeinden seien aufgerufen dies zu unterstützen, ebenso Parteien und Gruppierungen. Alle würden profitieren. „Wir generieren durch diese Jugendparlamente zwar einen zusätzlichen Ausschuss und damit Aufwand, die Ortsgemeinden und die Verbandsgemeinde Hauenstein werden durch das Mitarbeiten dieser jungen Bürger im Laufe der Jahre einen Mehrgewinn haben“, erwartet Andreas Wilde. Jugendliche könnten helfen ihre Ortsgemeinde weiterzubringen.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte die fachliche Qualifizierung und Vernetzung der jugendpolitischen Beteiligungsformen mit den jährlichen „So geht’s – Treffen“ der kommunalen Jugendvertretungen, mit gezielten Projektförderungen und der Internetseite „www.Jugend.rlp“.

Die SPD Fraktion im Ortsgemeinderat Hauenstein habe bereits gegenüber Ortsbürgermeister Zimmermann angekündigt, einen entsprechenden Antrag in die nächste Ratssitzung einzubringen.

Ohne Mehrpreis.
Hauensteins Elektrizitätsversorger liefert ab Mai Ökostrom

Hauensteins kommunaler Versorger, Energie- und Bäderbetrieb, liefert ab 1. Mai dieses Jahres ausschließlich Ökostrom. Das gaben gestern Ortsbürgermeister Michael Zimmermann und Werkleiter Martin Pfeifer bekannt. Den Abnehmern entstünden keine Mehrkosten. Wer bereits wahlweise umweltfreundliche Elektrizität beziehe und bereit war, dafür einen Aufpreis zu bezahlen, genieße eine Preissenkung.
Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrzeugen, die eine Wallbox (=häuslicher Ladeanschluss, die Red.) installieren, könnten künftig ohne Einschränkung alle KfW-Fördermittel in Anspruch nehmen, die Ökostrom voraussetzen.
Im Bild: Hauensteins Ortsbürgermeister Michael Zimmermann (links) und Werkleiter Martin Pfeifer präsentieren das Ökostromzertifikat. Foto: W. G. Stähle.

Hauenstein.23.4.2021/Werner G. Stähle. „Nachhaltigkeit ist in aller Munde, und wir wollen etwas für das Klima tun“, betonte Ortsbürgermeister Zimmermann. Werkleiter Pfeifer habe Möglichkeiten aufgetan, um  zu 100 Prozent echten Ökostrom zu beziehen. Es sei kein „durch Norwegen gewaschener Atomstrom“. Dies belege das Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes. „Wir gleichen die CO²-Emissionen über die ganze Produktionskette aus“, erläuterte Werkleiter Pfeifer. Alle Stromkunden könnten ein gutes Gewissen haben. Ihr Versorger erteile Atom- und Kohlekraftwerken eine klare Absage und leiste so einen Beitrag zum Klimaschutz.

Der Kundschaft Kostenneutralität bieten zu können, das sei für die Entscheidung sehr wichtig gewesen, betonte Michael Zimmermann. Die entstandene Mehrbelastung schlucke das Hauensteiner E-Werk. Man hoffe, so zusätzliche Abnehmer gewinnen zu können. „Die Nachfrage nach Ökostrom nimmt zu“, zeigt sich Martin Pfeifer überzeugt.

Urlaubsregion Hauenstein proudly presents:
Hääschdener Veschberdudd

Die Urlaubsregion Hauenstein stellte heute ihre Hääschdener Veschberdudd (Hauensteiner Vespertüte, die Red.) vor. Als Angebot an Urlaubsgäste sowie Ausflüglerinnen und Ausflügler. Gerade in Zeiten, in denen die Gastronomie zwangsweise weitgehend zurückgefahren ist, soll ein passend zusammengestelltes Proviantpaket die Rast unterwegs bereichern.
Bild: Sonja Spieß, Leiterin des Hauensteiner Tourist-Info-Zentrum Pfälzerwald präsentiert zusammen mit Hauenstein Verbandsgemeindebürgermeister, Patrick Weißler, die Hääschdener Veschberdudd. Foto W. G. Stähle

Hauenstein/Südwestpfalz. 21.4.2021/Werner G. Stähle. Der nahrhafte Inhalt stamme, soweit möglich, bewusst von örtlichen Erzeugern, betonte Sonja Spieß, Leiterin des Tourist-Info-Zentrums Pfälzerwald. Enthalten darin wäre auch typisch Pfälzisches. Die Tüte sei stabil, wiederverschließbar, passe in den Rucksack oder könne auch gut in der Hand getragen werden. Man habe darauf geachtet, dass weitgehend kompostierbares Material verwendet wird. Allerdings bitte man, diese auch als Millbeidl (Restebeutel, die Red.) zu verwenden und nicht in der Natur zu überlassen.

In der Vortasche stecken Servietten, eine Wanderkarte sowie ein Faltblatt als Pfälzisch-Wörterbuch. Im Inneren finden sich ein Vesperbrettchen mit Messer, und Kulinarisches wie beispielsweise Pfälzer Blutwurst, Knäckebrot, Marmelade, Nüsschen und Hääschdener Kräuterlikör. Und auch zwei belegte frische Brötchen.

Die Hääschdener Veschberdudd ist erhältlich für 18 Euro. Auf Bestellung am Vortag beim Tourist-Info-Zentrum Pfälzerwald.

Ergänzend gilt für Normal-Zeiten der Vorschlag im Pfälzisch-Wörterbuch: „Un wenn eich die Bää weh dun oder de Schlabbe drigt, dann gehd ind Hääschdner Hitt“ (Und wenn Euch die Beine schmerzen oder der Schuh drückt, dann geht in die Hauensteiner Hütte, die Red.). Oder in eine der andren Wanderhütten. Oder ins Restaurant.

Bestellung und Auskünfte
Tourist-Info-Zentrum Pfälzerwald, 76846 Hauenstein, Schuhmeile 1 (Direkt an Abfahrt von Bundesstraße 10, nahe Bahnhof).
Telefon: 06392/923.338-0,
E-Mail: Tourismus@Hauenstein.Rlp.de,
Internet: www.Urlaubsregion-Hauenstein.de

Erklärung
Die Urlaubsregion Hauenstein umfasst die Gemeinden der gleichnamigen Verbandsgemeinde: Darstein, Dimbach, Hauenstein, Hinterweidenthal, Lug, Wilgartswiesen, Schwanheim, Spirkelbach sowie Hermersbergerhof und Hofstätten (Annexen der Ortsgemeinde Wilgartswiesen).

Corona-Pandemie Südwestpfalz.
Landkreis will regional angepasst reagieren können

Wie in nahezu der gesamten Bundesrepublik steigt auch im Bereich des Gesundheitsamtes Südwestpfalz (Landkreis sowie Städte Pirmasens und Zweibrücken) die Zahl der mit dem Virus SARS-CoV-2 und seinen Varianten Infizierten deutlich an. Betroffen sind zunehmend jüngere Erwachsene sowie Schul- und Kindergartenkinder. Dies war auf einer von Landrätin Susanne Ganster (CDU) einberufenen Pressekonferenz zu erfahren. Darauf sollte man der regionalen Situation angepasst reagieren können, ergänzend zu pauschalen Regelungen von Land und Bund, wünscht sie sich. Ausgangsperren sehe sie nach wie vor kritisch.

Pirmasens.18.4.2021/Werner G. Stähle. Es sei ihr ein Anliegen, die Öffentlichkeit zu informieren, „auch weil wieder viel in Bewegung ist“, eröffnete Landrätin Ganster ihr Pressegespräch. Neu sei, dass mittlerweile Kleinkinder bis vier Jahre betroffen seien und bei bis Vierzehnjährigen deutliche Ausschläge verzeichnet würden. Unter zwischen 15 und 39-jährigen sei ein deutlicher Anstieg erkennbar und 40 bis 59 Jahre alte Personen seien mittlerweile stark betroffen. Bei über 80-jährigen würden kaum noch Neuinfektionen auftreten. Hier zeige sich seit Beginn der Impfungen ein starker Rückgang.

Der allgemeine Anstieg von erkannten Neuinfektionen sei kaum auf die seit sieben Wochen stark zunehmende Zahl von Schnell- und Selbsttests zurückzuführen, erläuterte Thorsten Höh, Referent der Landrätin, auf Nachfragre. Diese hätten nur zu drei Prozent mehr PCR-Tests geführt.

Vom Infektionsgeschehen betroffen seien auch Bildungseinrichtungen, berichtete Landrätin Ganster. Derzeit seien bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften von 25 Schulen Infektionsfälle bekannt. Es handele sich ausschließlich um Einzelfälle. Ein Ausbruchgeschehen sei nicht zu verzeichnen. Auch bei Kindern und Personal von 23 Kindertagesstätten gebe es derzeit positive Testergebnisse.

Schnelltests in den Schulen unter Anleitung ausgebildeter Personen
Es würden regelmäßig Selbsttests unter Anleitung durchgeführt. Zeigten diese eine mögliche Infektion an, folge ein Schnelltest. Alle Schulen hätten inzwischen erreicht, dass dafür ausgebildete Personen zur Verfügung stehen. Ist auch der Schnelltest positiv, schließe sich zur sicheren Abklärung ein PCR-Test an. Diese Reihenfolge sei von der Landesregierung so vorgegeben. „Das wird von uns kritisiert“, fügte Susanne Ganster an. „Besser wäre nach positivem Selbsttest gleich der PCR-Test.“
Die erforderlichen Einverständniserklärungen zum Schnelltest (der juristisch einen körperlichen Eingriff darstellt) lägen pro Einrichtung in unterschiedlichen Anteilen vor. Sie erwarte, dass diese stiegen. Manchmal seien zwar die Eltern einverstanden, aber die Kinder ängstlich. Es gäbe auch Verweigerung und mitunter „starke Reaktionen“, so Susanne Ganster auf die entsprechende Frage.

Es fehlt nach wie vor an Impfstoff
Die vom Land zugeteilten Mengen an Impfstoff seien noch immer nicht ausreichend, erklärte die Landrätin. Das Impfzentrum des Landkreises arbeite an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 18 Uhr. Das verdanke man eigens angestellten Kräften sowie zum größten Teil einem Stab von Ehrenamtlichen aus Ärztinnen und Ärzten, Apothekern, Sanitätskräften sowie Verwaltungspersonal.

Bei den Ehrenamtlichen gebe es ein Problem. Deren Aufwandentschädigung unterliege steuerlich den Grenzen der „Übungsleiterpauschale“ (Jahresfreibetrag, wie bei Sportvereinen). „Das reicht nicht“, bemängelte Landrätin Ganster, „das bringt uns praktische Probleme“. Sie habe die Landesregierung angeschrieben, deren Reaktion stehe noch aus.

Stand Donnerstag hätten 17.032 Personen Erstimpfungen bekommen und 4.168 auch die Zweite Dosis. Impflinge könnten das Vakzin nicht wählen, war zu hören. Das erfahre man erst vor der Verabreichung. Verweigerungen kämen vor. In diesem Fall werde keine alternative Impfung angeboten. Betroffene könnten sich um einen neuen Termin zu gleichen Bedingungen bemühen.

Demnächst Kontaktverfolgung mit der Luca-App
Für den Einsatz der Luca-App sei technisch alles vorbereitet. Man erwarte, in zwei Wochen beginnen zu können. Eine einzelne Zertifizierung stehe noch aus. Allerdings sei die Datenschutz-Haftung noch ungeklärt sowie wer die Folgekosten trägt. Man schätze diese auf 80.000 Euro.

Diese App habe viele Vorteile, aber es werde beispielsweise in Restaurants im Gegensatz zur bisherigen Schriftform die Tischnummer nicht erfasst. Deshalb könne gegebenenfalls die Zahl der möglichen Kontaktpersonen nicht eingegrenzt werden, was den Aufwand zur Nachverfolgung künftig erheblich steigere.

Problematische Ausgangssperre
Die Verhängung von Ausgangsperren sehe sie nach wie vor kritisch, betonte Susanne Ganster. Zwar sei sie der Meinung, es brauche eine bundeseinheitliche Regelung, aber sie fordere auch, dass regional angepasste Reaktionen möglich sind. Tatsächlich würde das Land keine Abweichungen genehmigen. Sie habe dort zusammen mit dem Leiter des Gesundheitsamtes konkrete Situationen geschildert und Vorschläge vorgetragen, was aber nicht genehmigt worden sei. „Wir wollen regional reagieren können“, betonte die Landrätin.

Aktuell
Stand heute, 18. April, ordnet das Landesuntersuchungsamt (LUA) den Landkreis Südwestpfalz mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 93,9 in Alarmstufe rot ein. Die Stadt Pirmasens hat heute mit 201,3 erstmals die 200er Marke überschritten. Und Zweibrücken, das zeitweilig den niedrigsten Wert des gesamten Bundeslandes verzeichnen konnte, findet sich seit gestern mit 114,1 über über dem Grenzwert, ab dem vom Land angeordnete zusätzliche Beschränkungen und Verbote gelten, falls dieser anhält.

Quelle: red.
Die Grafik der KV Pirmasens zeigt die Entwicklung der Fallzahlen in der Corona-Pandemie in der Südwestpfalz. Zeitraum: Apr.2020 bis 18.4.2021

B90/Grüne Dahner Felsenland: Klimaschutzmanagement gefordert

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland strebt an, ein „Klimaschutzmanagement“ zu installieren. Dazu soll eine Personalstelle in der Verwaltung geschaffen werden. Ein entsprechender Antrag wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen gestellt, lässt Ratsmitglied Bernd Schumacher wissen. Unzufrieden äußert er sich zur Kommentierung durch den Bürgermeister, die nach der Ratssitzung abgegeben worden sei. Foto: ©Lutz Weidner

Dahner Felsenland. 12.4.2021/Werner G.Stähle. Wenn Bürgermeister Michael Zwick und wohl auch der eine oder andere in der Mehrheitskoalition aus CDU und FWG tatsächlich annehme, die VG Dahner Felsenland sei diesbezüglich „Vorbild in ganz Rheinland-Pfalz“, unterstreiche dies nur, dass er sich mit der Thematik nicht ausreichend befasst habe, erklärt sinngemäß Berthold Haas, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion von B90/Grüne. Man empfehle, nach Wörrstadt (Landkreis Alzey-Worms) zu schauen. Dort könne man eine vorbildlich aufgestellte und agierende Verbandsgemeinde kennenlernen.

Der vom Bürgermeister geäußerte Anspruch, Vorbild in ganz Rheinland-Pfalz zu sein, werde von der Verbandsgemeinde nicht erfüllt, konstatiert Ratsmitglied Schumacher und nennt Beispiele.

Im steuerlich begünstigten Querverbund mit dem Badeparadies betreibe die Verbandsgemeinde ein vom Blockheizkraftwerk gestütztes Fernwärmenetz und plane, für dessen Betrieb im laufenden Jahr für 500.000 Euro inklusive Klimasteuer „fossiles Putin-Gas“ zu kaufen. Tatsächlich könne ein Teil davon als klimaneutrales Biogas geordert werden: „Dass dadurch sogar die CO-2-Steuer teilweise entfallen könnte, macht das sogar wirtschaftlich interessant“, betont Bernd Schumacher.

Auch in der Fotovoltaik liege das Dahner Felsenland mit lediglich 470 Kilowattstunden pro Einwohner (kWh/Ew) unter seinen Möglichkeiten. In der benachbarten VG Hauenstein würden dagegen jährlich rund 540 kWh/Ew eingespeist.

Der jährliche Zubau von Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen und die Stromeinspeisung aus Fotovoltaik im Dahner Felsenland stagniere seit Jahren auf niedrigem Niveau, wie der „Energieatlas Rheinland-Pfalz“ ausweise. Notwendig seien hier jeweils hohe jährliche Steigerungen, fordert Ratsmitglied Schumacher: „Um die Vorgaben des Klimaschutzes zu erreichen, benötigen wir auch im Felsenland mindestens die sechsfache Zahl von mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizungen und Anlagen zur Stromgewinnung.“

Bislang habe die Verbandsgemeinde keine ihrer Ortsgemeinden zur Erstellung energetischer Quartierskonzepte motiviert. Tatsächlich gäbe es dafür bis zu 95 Prozent Förderung. Somit sei Bürgerinnen und Bürgern vorenthalten, für die klimagerechte Modernisierung ihrer Heizungen Steuervergünstigungen und Zuschüsse in Anspruch zu nehmen.

In der VG Hauenstein beteiligten sich immerhin drei von acht Ortsgemeinden. Die VG Wörrstadt habe zusätzlich zur Klimaschutzmanagerin einen Sanierungsmanager eingestellt, um die Ortsgemeinden, aber noch mehr die Gebäudeeigentümer, bei energetischen Sanierungsmaßnahmen zu beraten. Die VG Bernkastel-Wittlich habe sogar zwei Sanierungsmanager.

Bürgermeister Zwick und seine Mehrheitskonstellation liefen Gefahr, mit ihrer Haltung „alles ist gut“, die Energiewende im Dahner Felsenland zu versäumen, „nachdem sie die ärztliche Versorgung, das Biosphärenhaus in Fischbach und die Modernisierung der Wieslauterbahn in den Sand gesetzt haben“, fügt Bernd Schumacher an.

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