Pirmasens: Bereits heute Rekord an Briefwählern

Am 26. September 2021 wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Stadt Pirmasens verzeichnet schon jetzt einen Rekord an Briefwählern. Knapp eine Woche vor dem eigentlichen Urnengang. Bis Freitagmittag haben bereits 10.233 Menschen einen Antrag auf Zusendung der Unterlagen gestellt, teilte das Rathaus mit. Das entspricht 33,5 Prozent aller Wahlberechtigten in der Siebenhügelstadt.

Pirmasens.18.9.2021/ps. OB Markus Zwick: “Ich freue mich, dass auch bei dieser Bundestagswahl bereits so viele Menschen von der kontaktlosen Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, ihre Stimme abzugeben”. In der Stadt Pirmasens sind 30.518 Frauen und Männer zum Urnengang aufgerufen, darunter knapp 1.267 Erstwähler.

Zum Vergleich: 2017, bei der letzten Bundestagswahl, hatten insgesamt nur 21,4 Prozent der Pirmasenser per Briefwahl votiert. 

Auf den Ansturm von Briefwählern habe sich das Team um Sabrina Fritzinger, der Leiterin des Pirmasenser Wahlbüros, gut vorbereitet. Sie rechne damit, dass die Zahl der Anträge in den kommenden Tagen nochmals spürbar anziehen wird, sagt Fritzinger.

Briefwahl muss beantragt werden
Wer sich für die Briefwahl entscheidet, muss dafür einen Antrag stellen. Dies ist entweder mit dem Vordruck auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung möglich oder elektronisch über die Internetseite der Stadtverwaltung unter www.pirmasens.de/wahlen oder per E-Mail an briefwahl@pirmasens.de. Alternativ besteht die Möglichkeit über den aufgedruckten QR-Code die Dokumente zu beantragen.

Im Briefwahlbüro im Rathaus am Exerzierplatz können die Wahlunterlagen persönlich abgeholt oder direkt vor Ort die beiden Stimmen abgegeben werden. Aufgrund der geltenden Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bittet die Stadtverwaltung darum, auf Besuche im Wahlamt möglichst zu verzichten und die kontaktlose Form der Briefwahl zu nutzen.

Zukunft in der Heimat: Ausbildung bei WASGAU 2021

Insgesamt 54 junge Menschenhaben in diesem Jahr ihre Lehre bei WASGAU begonnen. Zehn von ihnen starten in der Konzernzentrale ihre Ausbildung für unterschiedliche Berufe. Die anderen werden In den Wasgau-Filialen  zu Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer ausgebildet. Für Metzgerei, Bäckerei und das Lebensmittelhandwerk. In den Frischemärkten sind 35 künftige VerkäuferInnen und Kaufleute im Einzelhandel am Start.
Bild: Ehrung der WASGAU Elitekandidatinnen und -kandidaten 2021, die ihre Ausbildung mit der Note sehr gut abgeschlossen haben. (hintere Reihe v.l.n.r.): Daniel Geier (Berufskraftfahrer), Cylan Bayar (Verkäuferin), Melisa und Lukas Nawin, Alisa Sarter (Groß- und Einzelhandel), Jonas Theobald (Verkäufer). (vordere Reihe v.l.n.r.): Madeleine Hach (Verkäuferin), Dennis Isaak (Verkäufer), Janik Naab,  Vanessa Keller (Groß- und Einzelhandel). Foto: ars-pr

Pirmasens.Annweiler.17.9.2021/./hi.  Mit den neuen Azubis liegt die Gesamtzahl der Auszubildenden bei WASGAU konzernweit damit aktuell bei 127. Ihnen allen eröffnet sich eine solide und heimatnahe Berufsausbildung, während der sie in regelmäßigen Seminaren von Ausbildungsreferenten in Theorie und Warenkunde gefördert werden.

Darüber hinaus profitieren sie von intensiven Vorbereitungen auf die Zwischen- und Abschlussprüfung, umfassender Unterstützung in der praktischen Ausbildung oder auch speziellen Azubiprojekten. Zur Vergütung gehören zudem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen und eine betriebliche Altersvorsorge.

Da WASGAU seinen Führungsnachwuchs grundsätzlich aus den eigenen Reihen rekrutiert, gibt es nicht zuletzt ein eigenes Nachwuchsförderprogramm zur Vorbereitung auf künftige Führungspositionen.

Vier von fünf Azubis übernommen
Wie mitgeteilt wurde, haben 45 Prüflinge ihre Ausbildung in diesem Sommer erfolgreich abgeschlossen, von denen 37 in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen wurden. Damit bieten sich diesen jungen Menschen aus der Region beste berufliche Perspektiven.

Ausgezeichnete Leistungen
Wie in jedem Jahr hat WASGAU auch 2021 wieder mit einer gesonderten Auszeichnung seine „Elitekandidatinnen und -kandidaten“ geehrt, die jeweils mit der Note sehr gut abgeschlossen haben.

Landkreis Südwestpfalz.
Wettbewerb Familienfreundliche Gemeinde

Der Landkreis Südwestpfalz soll nachhaltig familienfreundlich sein. Dazu hat das “Lokale Bündnis für Familie” zum vierten mal den Wettbewerb “Familienfreundliche Gemeinde im LK Südwestpfalz” ausgelobt. Am Wettbewerb teilnehmen können alle Städte und Gemeinden des Kreises. Der Bewerbungszeitraum beginnt mit der Ausschreibung und endet am 31.12.2021.
Grafik: SWP

Pirmasens.15.9.2021/swp. „Es ist wichtig, dass sich Familien – ob jung oder alt – hier wohl fühlen. Sie sollen gerne hierher ziehen. Und natürlich auch bleiben“, so Landrätin Susanne Ganster bei der Vorstellung, gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Susanne Morsch. Den Gemeinden und Städten komme dabei eine wichtige Rolle zu. Deren Attraktivität für Familien und als Wirtschaftsstandort werde wesentlich bestimmt durch familienfreundliche lokale Strukturen und ein positives Familienklima.

Projekt-Ideen
Gesucht sind wieder Projekte und Initiativen, die sich in ein familienfreundliches Gesamtbild der Gemeinde einfügen. Aber auch Projekte, die eventuell vorhandene strukturelle Nachteile der Gemeinde durch kreative Lösungen und Ideen ausgleichen.

Besonderes Augenmerk gilt dabei den Handlungsfeldern “Vereinbarkeit von Familie und Beruf “, “Wohnumfeld”, “Familienorientierung der Gemeindevertretung und Verwaltung“, “Miteinander der Generationen“.

Bislang haben 17 Gemeinden das Prädikat Familienfreundliche Gemeinde erhalten
Die Jury bewertete dabei sowohl die Ortsgemeinden in ihrer Gesamtheit als auch die Originalität und Kreativität bereits realisierter Projekte.

Beispiele
Althornbach: Die gemeinsamen Entwicklung von Mehrgenerationenspielen rund um die Gemeinde.
Lug: Das Generationenprojekt Open Air Café am Dorfbrunnen.
Spirkelbach: Unterstützung von Familien beim Hausbau.
Kleinsteinhausen: Projekt Mittagstisch.
Kröppen: Kröpper Dorfgemeinschaft.
Thaleischweiler-Fröschen: Die Spiel-Scheune und die Ferienbetreuung für Grundschulkinder.

Kita Hauenstein.

Das neue Kita-Gesetzt ist in Kraft. Mit der Betriebserlaubnis nach neuem Recht für die 90 Hauensteiner Plätze hat sich vieles geändert. Jedes Kind hat nun einen Anspruch auf ein Mittagessen. In den beengten Verhältnissen der alten Kita ist das derzeit aber noch nicht zu realisieren, berichtet Ortsbürgermeister Michael Zimmermann. Die im Bau befindliche neue Hauensteiner Kita auf einer Grundfläche von 1.380 qm für rund 120 Kinder wird Anfang nächsten Jahres eröffnet. Dann können die gesetzlichen Vorgaben für Ganztagsbetreuung umgesetzt werden.
Bild: Kita-Kinder beim Grumbeerebroode auf dem Zeltplatz. Foto: mz

Hauenstein.15.9.2021/mz/hi. Zum neuen Kita-Jahr hat sich die mögliche Betreuungszeit geändert. Einige Kinder werden als Teilzeitkinder sieben Stunden betreut. Eine begrenzte Anzahl von Kindern kann bis zu maximal 9,5 Stunden betreut werden. Diese Betreuungszeiten können derzeit aus personellen und räumlichen Gründen nicht ausgeweitet werden, informiert Ortsbürgermeister Zimmermann. In der neuen Kita, deren Eröffnung für Januar nächsten Jahres geplant ist, werden die Zeiten erneut ausgeweitet und noch mehr Kita-Plätze bereitgestellt. Ebenso wird dann für jedes Kind eine warme Mahlzeit angeboten werden. “Hinsichtlich der weiteren Bauzeit werden wir demnächst berichten”, so Zimmermann.

Grumbeerebroode
Am letzten Freitag fand das traditionelle Grumbeerebroode der Kita auf dem Zeltplatz statt. Die Kinder hatten einen schönen Tag und viel Spaß. Ein Team engagierter Männer sorgte für das notwendige Feuer und kümmerte sich um die Grumbeere und die gebratene Wurst.

Unterstützung der Privatwaldbesitzer bei Klimawandelanpassung.
Ministerin Anne Spiegel (Grüne): “Bedeutende Fähigkeiten des Waldes stärken”

Rheinland-Pfalz ist mit mehr als 40 Prozent Waldanteil an der Landesfläche Spitze im Bundesgebiet. Mehr als ein Viertel davon sind im Privatbesitz. Und noch einmal etwas mehr als zwei Drittel hiervon sind Kleinprivatwald. Anlässlich einer Wald-Exkursion im Forstamt Hinterweidenthal hat sich Klimaschutz- und Forstministerin Anne Spiegel (Grüne) einen Überblick über die besonderen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung des Kleinprivatwalds verschafft. Diese werden durch die anhaltende Klimakrise verstärkt.
Archivbild Langerkopf

Hauenstein.15.9.2021/mkuem/hi. Auch in der Südwestpfalz wird die menschengemachte Erderhitzung immer spürbarer. Mit der Dürre, den Stürmen und der Borkenkäferkalamität hat der Wald allerorts sehr gelitten und leidet immer noch massiv. Auf Einladung der Verbandsgemeinde Hauenstein machte sich Ministerin Spiegel bei der Exkursion davon ein Bild.

Den Wald klimaresilient entwickeln
Vor dem Hintergrund der Klimawandelfolgen stehen die Waldbesitzenden vor immensen Aufgaben. Sie müssen den Wald zu schützen, pflegen und langfristig klimaresilient (= Anpassung an die Folgen des Klimawandels, die Red.) entwickeln. Die Waldexperten aus dem Forstamt Hinterweidenthal legten die Herausforderungen für das Waldmanagement im Kleinprivatwald dar. Aber auch innovative Ideen und perspektivische Lösungsansätze für die Maßnahmen gegen die Klimawandelfolgen wurden aufgezeigt.

Wiederbewaldungsprojekt “Geiersnetz”
Um die Bewirtschaftung der Wälder aktiv gestalten zu können, hat sich in der Region ein Kooperationsprojekt gegründet. Die Schuhfabrik Lugina, Privatwaldbesitzende und die Ortsgemeinde Schwanheim haben sich mit partnerschaftlicher Unterstützung eines Kindergartens und dem Forstamt Hinterweidenthal um eine eigene, innovative Lösung für den Aufbau neuer Waldstrukturen bemüht: Mit dem Wiederbewaldungsprojekt „Geiersnetz“ entsteht nun ein neuer, klimastabiler Mischwald.

So konnte bereits eine Fläche von rund zwei Hektar über Waldbesitzgrenzen hinweg wiederbewaldet werden. Jetzt wachsen hier auf der durch die Klimaextreme entstandenen Freifläche unterschiedlichste Baumarten wie Traubeneiche, Baumhasel und auch Wildobstgehölze für den Wald von morgen.

Klimafreundlicher Rohstoff Holz
Im Wald liegt ein großes Potenzial für den Klimaschutz durch die Verwendung von Holz. „Als nachwachsender, heimischer und klimafreundlicher Rohstoff ist Holz eines der Materialien, die es gerade in Zeiten des Klimawandels zu fördern gilt. Mit seiner Hilfe können andere, energieintensivere und klimaschädliche Materialien, wie Beton und Stahl teilweise ersetzt werden”, betonte Spiegel. Daher sei es ihr erklärtes Ziel, Waldbesitzende in der Klimakrise zu begleiten und bei deren Anstrengungen zu unterstützen, die Anpassungsfähigkeit des Waldes zu stärken.

Bundesmittel für den rheinland-pfälzischen Wald
Belief sich die finanzielle Unterstützung der kommunalen und privaten Waldbesitzenden 2019 noch auf insgesamt rund 4,5 Mio. Euro für die Bewältigung der Folgen der Extremwetterereignisse, so konnte der Umfang der forstlichen Förderung mit dem Förderjahr 2020 auf insgesamt rund 21 Mio. Euro gesteigert werden, berichtete Ministerin Spiegel.

Davon seien alleine rund 19 Mio Euro für die Bewältigung der Folgen der Extremwetterereignisse ausgezahlt worden. Zur Schadensbewältigung, für Waldschutzmaßnahmen und Wiederbewaldungen.

Auch 2021 könne von einer vergleichbaren Fördersumme aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ ausgegangen werden.

Die Ministerin dankte den anwesenden Waldbesitzenden für ihren wichtigen Beitrag bei der oft schwierigen Bewirtschaftung der kleinen Waldparzellen: „Aus einer anderen Perspektive betrachtet, ist die Kleinteiligkeit im Privatwald auch ein Beitrag zur Strukturvielfalt, zum Arten- und Naturschutz und zur Biodiversität. Es ist maßgeblich, diese Wälder mit all ihren Fähigkeiten zu erhalten und weiterzuentwickeln.“

Hauensteiner Grüne-Fraktion: Verbandsgemeinde soll klimaneutral werden

Die Verbandsgemeinde Hauenstein soll klimaneutral werden. Dies hat sich die Grünen-Fraktion zum Ziel gesetzt und beantragt, der Gemeinderat solle einen entsprechenden Grundsatzbeschluss beraten und beschließen. Die Regierungskoalition in Rheinland-Pfalz habe die Klimaneutralität bis spätestens 2040 im Koalitionsvertrag vereinbart. Diese könne es nur geben, wenn sich alle Kommunen anschließen.
Bild: Manfred Seibel, Fraktionssprecher der Grünen im VG-Rat Hauenstein, wird den Antrag erläutern und begründen. | Archivfoto: W. G. Stähle

Hauenstein./Werner G.Stähle. „Der Rat der Verbandsgemeinde Hauenstein teilt die Besorgnis und Einschätzung des IPCC (umgangssprachlich: Weltklimarat, der Verf.) mit Blick auf die menschengemachten Klimaveränderungen durch die Emission von Treibhausgasen. Er begrüßt vor diesem Hintergrund, dass im Dezember 2015 im sogenannten Pariser Abkommen erstmals eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen 195 Staaten und der EU zustande kam, die Erderwärmung zu begrenzen, damit die Auswirkungen des Klimawandels noch beherrschbar bleiben“, heißt es in der Einleitung der Beschlussvorlage für die nächsten Sitzung des Gemeinderates. Die Regierungskoalition aus SPD, Grüne und FDP in Rheinland-Pfalz habe Klimaneutralität bis 2035, spätestens bis 2040, im Koalitionsvertrag vereinbart, wird weiter argumentiert.

Klimaneutralität bis spätestens 2040
Der Rat der Verbandsgemeinde Hauenstein soll in einem ersten Schritt den Beschluss fassen, „bis spätestens 2040 die Klimaneutralität in und für die Verbandsgemeinde Hauenstein erreichen zu wollen“, lautet die Zielsetzung. „Die im Einzelnen dafür notwendigen Schritte und Maßnahmen sollen unter anderen auch mit den Ortsgemeinden und der Bevölkerung sowie den Unternehmen diskutiert und auf den Weg gebracht werden.“

Schnelles Handeln auf allen staatlichen Ebenen notwendig
Zur Begründung des Antrages wird auf den Sachstandsbericht des IPCC vom 20. August 2021 verwiesen, der eindeutig feststelle, „dass der Einfluss des Menschen die Atmosphäre, den Ozean und die Landflächen erwärmt hat“. Das Ausmaß der jüngsten Veränderungen im gesamten Klimasystem seien seit vielen Jahrhunderten bis Jahrtausenden beispiellos. Vor diesem Hintergrund sei auf allen staatlichen Ebenen im jeweiligen Verantwortungsbereich schnelles Handeln notwendig.

Vorgeschlagen wird, den Beschluss als Auftrag an die zuständigen Ausschüsse sowie als Handlungsprärogative (Handlungs-Vorrecht, d. Verf.) an die Verwaltung zu übergeben. Dort könnten geeignete Maßnahmen diskutiert und auf den Weg gebracht werden, ebenso bei künftigen Ortsbürgermeister-Dienstbesprechungen. Darüber hinaus soll die Verwaltung dem Rat jährlich berichten, was im Einzelnen zur Zielerreichung realisiert wurde.

Feuerwehr Hauenstein. Verpflichtungen, Ernennungen und Ehrungen

Zahlreiche Verpflichtungen, Ernennungen und Ehrungen gab es am  Dienstagabend bei der Freiwilligen Feuerwehr Hauenstein, zu denen Landrätin Susanne Ganster und VG-Bürgermeister Patrick Weißler die Urkunden übergaben.
Bild: Die Geehrten. Links Landrätin Dr. Susanne Ganster, ganz rechts Bürgermeister Patrick Weißler. | Foto: W. G. Stähle

Hauenstein. 02.09.2021.Werner G. Stähle. Bürgermeister Weißler lobte in seiner Laudatio unter anderem die Schlagkräftigkeit der Feuerwehren seiner Verbandsgemeinde und dankte für deren Einsatz. Landrätin Susanne Ganster bekundete „ich bin gerne nach Hääschde gekommen“ und freute sich, „dass man sich wieder treffen kann“. Die vorangegangene Durststrecke sei lang gewesen. So hätten beispielsweise Aus- und Fortbildungen nicht wie normal durchgeführt werden können.

Aus Ahrtal-Einsätzen Schlüsse ziehen
Ganster nutzte die Gelegenheit, den Hauensteiner Feuerwehrleuten für die Katastrophenhilfe im Ahrtal die besondere Anerkennung auszusprechen und sich für deren vielfältiges Engagement zu bedanken: „Feuerwehren haben die Aufgabe zu helfen. Bei Ihnen sind immer noch genügend dazu bereit. Dafür sage ich Danke“.

Die Koordination der Einsätze sei anfangs schwierig gewesen. „Was das für uns im Landkreis heißt, werden wir betrachten“, kündigte sie an. Es werde noch in diesem Jahr Veranstaltungen geben zusammen mit dem THW (Technisches Hilfswerk), denn „die Aufgaben werden nicht weniger, die Herausforderungen immer größer“.

Die Freiwillige Feuerwehr Hauenstein war unter anderem unmittelbar nach der Flutnacht (ab 15. Juli) vor Ort im oberen Ahrtal mit 22 Leuten und Löschzug sowie die gesamte Woche danach. Derzeit hilft sie im betroffenen Gebiet beim vorbeugenden Brandschutz.

Zimmermann froh über „schlagkräftige Wehr“
Als Ortsbürgermeister sei er froh, eine „schlagkräftige Wehr“ in seiner Gemeinde zu haben, betonte auch Michael Zimmermann. Er wisse als DRKler, was ehrenamtliches Engagement bedeutet.

Die Auszeichnungen
Es folgten die Verpflichtungen von Jonas Bold und Marco Sturm, die anschließend zu Feuerwehrmannanwärtern ernannt wurden. Beide hatten bislang der Jugendfeuerwehr angehört. Zum Brandmeister und Gruppenführer wurde Nicolas Engel ernannt sowie zum Hauptbrandmeister und Verbandsführer Marvin Pfister. Für zehn Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr Hauenstein konnten Sebastian Frey, Yannic Kremb, und Marius Reichert mit Urkunden geehrt werden; für 20 Jahre Sascha Brunner und Carmen Kämmerer. Christian Draxl erhielt seine Ehrung für 30 Jahre Engagement, Johannes Seibel und Wolfgang Seibel für 35 Jahre. Peter Seibel, Ulrich Seibel, Volker Stöbener und Gerhard Vögler wurden für 40 Jahre geehrt und Edrich Martin für 50.

Freiwillige Feuerwehr Hauenstein (erbaut 2013). Im Vordergrund eine historische Maschine am Themenweg „Auf Schusters Rappen“ | Foto: W. G. Stähle

Mit Kerweredd und Dart-Turnier kontra Corona

Wenn auch abgespeckt, aber die Hauensteiner feiern Kerwe. Am kommenden Wochende.
Da braucht es keinen Autoscooter und kein Festzelt. Wenn sich Menschen in der Gemeinschaft treffen, ist gute Laune auch unter freiem Himmel angesagt.

Archivbild: Hauensteiner Straußeleut. Foto: HSt

Hauenstein.31.8.2021/rw-hi. Tische und Bänke werden auf dem Johann-Naab-Platz aufgestellt und bieten den Gästen Platz zum Verweilen. Ortsbürgermeister Michael Zimmermann ist überzeugt davon, dass das Dorffest, trotz aller Corona-bedingtenEinschränkungen, Einheimische ebenso wie auch zahlreiche Gäste aus der Region anlocken wird.

Bürger gewährleisten Bewirtung
Auch wenn das große Scooter-Fahrgeschäft diesmal nicht zur Hauensteiner Kerwe kommen wird. Mit weiteren Schaustellern ist von Samstag bis Montag für Kurzweil gesorgt. Und zumindest am Samstag und Sonntag ist auch das leibliche Wohl gesichert, freut sich Ortschef Zimmermann. Dafür gilt sein Lob einer Interessengemeinschaft von Hauensteiner Bürgern, die kurzerhand eingesprungen ist. Bewirtet wird am Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 13 Uhr. Am Montag gibt es keine Bewirtung.

Kerweredd am Sonntag
Die traditionelle Kerweredd wird stattfinden. Die Staußleute bitten am Sonntag um 13:30 Uhr um Gehör. Ihre launige Rede werden sie auf der Empore am Johann-Naab-Platz zum Besten geben. In diesem Jahr gibt es wegen der im Corona-Jahr 2020 ausgefallenen Kerwe gleich zwei Jahrgänge, die eine gemeinsame Rede vortragen werden. Im übrigen werden die Staußleute ihr Domizil am Lorenz-Wingerter-Platz aufschlagen, informiert Zimmermann.

Dart-Turnier am Kerwe-Samstag
Ein kleines Kerwe-Highlight gibt es doch noch, freut sich Zimmermann. Am Samstag findet am Kerweplatz ein Steel-Dart-Turnier statt, das von der Dart-Abteilung des SCH ausgerichtet wird. Als erster Preis winkt ein Wanderpokal des Bürgermeisters sowie ein kleiner Pokal, der beim Gewinner verbleibt. Darüber hinaus gibt es Gutscheine und Sachpreise zu gewinnen, die von Hauensteiner Gewerbetreibenden gespendet wurden.

Anmeldungen zum Dart-Turnier beim Vorsitzenden Udo Memmer unter udo.memmer@gmx.de oder für Kurzentschlossene direkt bei der Veranstaltung. Für Teilnehmer, die nicht über eigene Pfeile verfügen, können diese gestellt werden. Foto: pixabay

Bürgermeister Michael Zimmermann:
Hauenstein plant Kerwe-Fest light

Es war eine fast einsame Zeit. Viele Veranstaltungen sind in den Rachen von Corona gefallen“, sagte Hauensteins Ortsbürgermeister Zimmermann im Gespräch mit Südpfalz aktuell. Die Kontakte zu den Bürgern und zum Rat hätten gefehlt. „Aber wir sind am Ball geblieben und haben alle erforderlichen Beschlüsse gefasst. Auch ohne Video-Konferenzen“. Und man wolle versuchen, in diesem Jahr wieder ein Kerwe-Fest durchzuführen.
Bild: Michael Zimmermann: „Auch in Zeiten von Corona: Die Projekte sind im Plan“. Foto: cmc-hi

Hauenstein.29.8.2021/hi. Seit der Kommunalwahl im Mai 2019 sind mehr als zweieinhalb Jahre vergangen. Die meiste Zeit davon war die Arbeit im Amt durch die Corona-bedingten Einschränkungen geprägt. Michael Zimmermann: „Die Kontakte zu den Bürgern und zum Rat haben gefehlt. Viele Veranstaltungen sind in den Rachen von Corona gefallen“. Aber auch unter den erschwerten Bedingungen seien die notwendigen Beschlüsse im Rat gefasst und die Projekte weiter vorangebracht worden. Das gelte für das interkommunale Gewerbegebiet Hauenstein-Wilgartswiesen ebenso wie für den Neubau der Kita St.Elisabeth, mit dem Ende Oktober letzten Jahres begonnen worden ist.  

Kerwe-Fest light
Hauenstein versucht, in diesem Jahr wieder ein Kerwe-Fest durchzuführen: „Es wird, wenn uns die Durchführung gelingt, eine Kerwe-light werden“, informiert Zimmermann. Die Schausteller würden allerdings nicht mit allen üblichen Ständen und Fahrgeschäften vor Ort sein. Der beliebte Autoscooter beispielsweise werde im Lager bleiben, da sich eine einmalige Aufstellung ohne weitere Nachverwendungen in anderen Orten nicht lohne. Aber immerhin: an einem Abend soll unter anderem auch ein Steel-Darts-Turnier mit interessanten Preisen durchgeführt werden.

Viel hängt von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Aber Ortsbürgermeister Zimmermann bleibt zuversichtlich: „Wir planen die Kerwe mit dem Risiko, dass wir sehr kurzfristig absagen müssen. Wir werden sehen was möglich sein wird“.

Jugendzeltplatz, Wohnmobilstellplatz, Spazierwanderweg

Seit der Jugendzeltplatz unter Corona-Bedingungen wieder öffnen durfte, waren trotz mehrfachen Absagen noch viele Gäste nach Hauenstein gekommen, berichtet Zimmermann. Neben vielen Gruppen, die mit 20 bis 50 Teilnehmern gekommen waren, sei der Platz auch mit Großlagern mit über 100 Teilnehmern belegt gewesen. Trotz einer deutlich verkürzten Saison und unter Berücksichtigung der Corona-Verhältnisse, alles in allem ein erfolgreiches Jahr, betont der Ortsbürgermeister.

Auch der Wohnmobilstellplatz hinter dem Schuhmuseum hatte auch dieses Jahr wieder viele Besucher. Auch wenn die Bedingungen dort nicht ganz ideal sind, hätten die Wohnmobilisten den Platz wegen seiner günstigen Lage nahe an der Dorfmitte häufig angesteuert. Nach Ende der Saison soll der Stellplatz für Wohnmobile hergerichtet werden.

Steinbachweg
In der vergangenen Woche ist wieder einer der Spazierwanderwege vorgestellt worden: Der Steinbachweg. Knapp 5 km, in eineinhalb Stunden gut zu laufen. Ein einfach zu gehender Weg, der nur zwei kleine Steigungen aufweist. Startpunkt ist Ankers Kreuz, am Ende der Weißenburger Straße. Parkplatz für Ortsunkundige mit Navi: “Hauenstein, An der Vogelhege”.

Südwestkreis im Breitbandausbau vorne.

Minister Alexander Schweitzer (SPD) auf der Digitalspur. In der Tasche zwei Förderbescheide des Landes für die Landkreise Südwestpfalz und Südpfalz. Am Montagmorgen zunächst mit einem Förderbescheid über 800.000 Euro für den Breitbandausbau im Landkreis Südwestpfalz.
Bild: Landrätin Susanne Ganster (CDU) nimmt den Förderbescheid von Minister Alexander Schweitzer entgegen. Foto: kv-ps

Pirmasens.Südwestkreis.17.8.2021/kv-swp. Der Südwestkreis liegt im Breitbandausbau landesweit vorne. Derzeit liegt der Fokus bei der Installation schneller Internetanschlüsse bei gewerblichen Adressen. Es sollen Gewerbegebiete, die noch immer weniger als 30 Mbit/s verfügbar haben, mit Hochdruck mit schnellem Internet versorgt werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 2 Mio Euro. Finanziert wird das Investitionsvolumen zur Hälfte durch Fördermittel des Bundes und mit 40 Prozent durch das Land. Der Landkreis Südwestpfalz steuert einen zehnprozentigen Eigenmittelanteil bei.

Cluster-Förderung
Der Netzausbau ist eigentlich Sache der Ortsgemeinden. Doch die 10 Ortsgemeinden im Südwestkreis haben die Aufgabe auf die jeweiligen Verbandsgemeinden übertragen, diese wiederum entsprechend auf den Landkreis als einheitliche Förderregion (Cluster). Von der Cluster-Förderung profitieren werden 12 Gewerbegebiete im Südwestkreis mit insgesamt 139 gewerblichen Adressen:
Verbandsgemeinde Zweibrücken Land: Contwig
VG Rodalben: Donsieders, Leimen, Münchweiler a.d. Rodalb
VG Waldfischbach-Burgalben: Geiselberg, Hermersberg
VG Hauenstein: Hinterweidenthal
VG Thaleischweiler-Wallhalben: Höheischweiler, Weselberg
VG Dahner Felsenland: Schindhard

Einen genauen Zeitplan für den Ausbau gebe es momentan zwar noch nicht, teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage mit, der Abschluss des Ausbaues müsse aber innerhalb der Förderfrist erfolgen. Also bis Jahresende 2023.

Load More