Das Kita-Zukunftsgesetz ist in Kraft.
Umfrage zur Situation der Kitas.

Am 1. Juli ist das Kita-Zukunftsgesetz (KitaG) in RLP vollständig in Kraft getreten. Neben positiven Aspekten, wie der durchgängigen Betreuung von sieben Stunden mit Mittagessen, bringt es auch Herausforderungen und Fragen vor Ort mit sich.
Um ein breites Meinungsbild zu erhalten, ruft der Kreiselternausschuss SÜW (KEA SÜW) gemeinsam mit KEA Bad Dürkheim, KEA Germersheim und KEA Rhein-Hunsrück-Kreis zur Teilnahme an einer kreisübergreifenden Umfrage auf. Auch die Stadt Landau und die Landkreise Südwestpfalz und Kaiserslautern sind eingeschlossen.

Landau.28.7.2021/KEA-SÜW. Ziel der Befragung ist es, anhand der Ergebnisse, Vor- und Nachteile der Änderungen durch das neue Gesetz aus Sicht von Eltern und sonstiger Kita-Akteure zu ermitteln.

Der KEA SÜW bittet Eltern, Elternvertreter, Kita-Leitungen, Erzieherinnen sowie Trägervertreter, sehn Minuten ihrer Zeit zu investieren und an der Befragung teilzunehmen.

Lokale Probleme sollen definiert und diskutiert werden, damit ein bestmögliches Ergebnis ohne Überforderung aller Beteiligten erzielt wird. Hierbei spielt die Elternmitwirkung bei der Umsetzung des KitaG eine elementare Rolle.

In einer kreisübergreifenden Online-Veranstaltung am 09. September 2021, 20:00 Uhr, werden die Ergebnisse dann unter dem Titel „7 Stunden in 7 Jahren – Kita-Zukunftsgesetz und was jetzt?“ vorgestellt und gemeinsam besprochen.
Gerne steht der KEA SÜW für Rückfragen unter post@keasuew.de zur Verfügung.

Fünf Innovationen stehen im Finale des NEO2021

Am 26. November präsentiert die TechnologieRegion Karlsruhe herausragende Beispiele für die Transformation von Unternehmen. Der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) ist mit 20.000 Euro dotiert. Die nominierten Projekte werden im Rahmen der Preisverleihung am 26. November präsentiert.

Karlsruhe.28.7.2021/TRK. Die Megatrends unserer Zeit wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Individualisierung stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Nachhaltigkeit wird zunehmend ein gesellschaftlicher Auftrag für Unternehmen. Die Corona-Pandemie bedeutet tiefgreifende Einschnitte und hat die digitale Transformation weiter beschleunigt. Globale Lieferbeziehungen wurden auf den Prüfstand gestellt. Immer kürzere Innovationszyklen, Nachhaltigkeitsimperativ, intelligent vernetzte Systeme und Prozesse sowie die damit verbundenen enormen Informations- und Datenflüsse bedeuten für viele Unternehmen einen Paradigmenwechsel. Wer im Wettbewerb bestehen will, muss die Treiber des Wandels als Chance nutzen, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Vielen Unternehmen ist dies bereits in beeindruckender Weise mit einem hohen Maß an Veränderungsfähigkeit gelungen – von innovativen Technologien, über erfolgreiche Prozess- und Produktinnovationen, neue Wertschöpfungs- und Lieferketten bis hin zu disruptiven Geschäftsmodellen. Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) möchte mit ihrem diesjährigen Innovationspreis herausragende Beispiele für Transformation in Unternehmen auszeichnen

Um den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe konkurrieren folgende Innovationen:

Assistenzsystem XTEND
Das Assistenzsystem XTEND des Fraunhofer IOSB-INA F&E aus Lemgo stellt auf verschiedenen Devices wie etwa Datenbrille, Smartphone, Tablet oder Augmented-Reality-Projektion digitale Informationen in physischer Umgebung bereit. Das System unterstützt insbesondere gering qualifizierte und kognitiv eingeschränkte Menschen bei Arbeitsprozessen in zunehmend komplexer werdenden Umgebungen. XTEND leitet zum Beispiel durch Produktionsvorgänge, indem es relevante Texte, Grafiken oder Videosequenzen zu einem Produktionsschritt direkt auf den Arbeitsplatz projiziert.

Hybrid-Fluggerät h-aero.
Das nachhaltige Fluggerät h-aero von Hybrid-Airplane Technologies GmbH aus Baden-Baden kombiniert die physikalischen Prinzipien von Flugzeug, Hubschrauber und Ballon. Dank einer mit Helium gefüllten Gaszelle kann es senkrecht starten, in der Luft schweben und sich drehen. Der Universalflieger besitzt also die Agilität einer Drohne, ist dabei aber fast lautlos, bezieht über Solarzellen komplett erneuerbare Antriebsenergie und darf über Menschenmengen fliegen. h-aero kann IT-Nutzlasten transportieren und beispielsweise als niedrig fliegender Pseudosatellit zur Verstärkung von Signalen oder zum Datensammeln eingesetzt werden.

Pneumatischer Düngerstreuer RAUCH AERO 32.1
Der pneumatische Düngerstreuer RAUCH AERO 32.1 der Sinzheimer RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH nutzt Umgebungsdaten aus Sensoren, Drohnen und Satelliten für einen effizienteren Umgang mit Stickstoff-Düngern: Je nach Beschaffenheit einzelner Ackerstellen spart er manche Flächen fast aus, andere berücksichtigt er stärker. So soll vermieden werden, dass mehr Dünger verteilt wird, als die Pflanzen aufnehmen können – und deshalb Nitrat ins Grund- und Trinkwasser gelangt. Zudem sinkt der Energieverbrauch bei der Düngerproduktion, weil weniger Dünger benötigt wird.

Neue Werkstoffe für Metall 3D-Druck
Die neuen Werkstoffe für den Metall 3D-Druck der Rosswag GmbH in Pfinztal tragen dazu bei, die disruptive Technologie breitflächig in der Industrie anzuwenden. Das additive Fertigungsverfahren bietet zusätzliche Gestaltungsfreiheit bei der Optimierung von Bauteilen, jedoch gibt es hier noch viel weniger Werkstoffe als in herkömmlichen Produktionsprozessen. Dank seiner weltweit einzigartigen Inhouse-Prozesse – von der Metallpulver-Produktion bis zur Werkstofferprobung – konnte Rosswag in den letzten Jahren über 40 verschiedene Werkstoffe für den Metall 3D-Druck qualifizieren.

Antikollisionssystem Yardeye
Das Antikollisionssystem Yardeye der Karlsruher Yardeye GmbH ermöglicht sichere Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen in Container-Terminals. Mittels Funk- und Sensortechnik lokalisiert es Personen und Fahrzeuge in Echtzeit und berechnet für automatisierte Containerkräne den kürzesten Weg an ihnen vorbei. Das schafft mehr Sicherheit und höhere Wertschöpfung beim Be- und Entladen, da die Personen den Arbeitsbereich während des automatisierten Kranbetriebs nicht mehr verlassen müssen.

Die Jury des NEO2021
Die Experten-Jury aus Forschung, Verwaltung, Wirtschaft und Lehre hatte keine leichte Aufgabe. Sie durfte unter elf hochkarätigen Bewerbungen, die es in die zweite Runde des NEO2021 geschafft hatten, fünf Finalistinnen und Finalisten auswählen.
Michael Englert (ITK Engineering GmbH), Dr. Guido Glania (Industrie- und Handelskammer Karlsruhe), Prof. Dr. Thomas Hirth (Karlsruher Institut für Technologie), Matthias Hornberger (KIZOO Technology Capital GmbH und CyberForum e.V.), Prof. Dr. Steffen Kinkel (Hochschule Karlsruhe), Claus Mayer (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg), René Ohlmann (ADDI-DATA GmbH), Silvia Palka (VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und ClusterAgentur Baden-Württemberg) sowie Prof. Dr.-Ing. Stephan Schenkel (DHBW Karlsruhe).

Günther Hahn aus Edesheim mit Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet

Günther Hahn aus Edesheim wurde in Anerkennung seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland Pfalz bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt ausgezeichnet. Der Medaillenträger setzt sich nicht nur für Flüchtlinge ein, er hat sich auch dem Umweltschutz verschrieben.
Bild: Günther Hahn mit der Auszeichnung, der Verdienstmedaille des Landes Rheinland Pfalz. Quelle: SGD Süd

Edesheim.28.7.2021/kv. Günther Hahn und seine Frau Giesela setzen sich seit 2015 in der Flüchtlingsarbeit ein. Als pensionierter Lehrer und Schulleiter in St. Martin hat Hahn die Flüchtlinge in Deutsch und Englisch unterrichtet, ebenso hat er unter anderem bei Behördengängen und Arztbesuchen geholfen. Auch bei der Errichtung 2014 und Betreuung des Flüchtlingscafés im Seniorentreff in Edenkoben als Begegnungsstätte war Hahn beteiligt. Als stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Edesheim e.V. hat sich Hahn zudem als Bachpate unter anderem für die Renaturierung, Uferbepflanzung und Bachreinigung eingesetzt. Die Streuobstwiesen in und um Edesheim werden von ihm betreut, was beispielsweise regelmäßiges Zurückschneiden und die Bewässerung betrifft. Er half beim Pflanzen von Nussbäumen entlang der L 507 und pflegt die Rosen an der Schlossmauer in Edesheim. Auch werden die Gemarkungsbänke entlang der Gemarkungsgrenze von ihm instandgehalten und gepflegt.

„Günther Hahns Wirkungskreis ist enorm. Als Mitglied des Verbandsgemeinderats Edenkoben hat er sich zudem ehrenamtlich um die Energieeffizienz in Schulen gekümmert. Günther Hahn ist außerdem beim Verein Pollichia Edenkoben aktiv und setzt sich auch dort für den Naturschutz, die Naturforschung und Umweltbildung ein“, würdigte Landrat Dietmar Seefeldt den Geehrten und sprach ihm für sein überaus großes Engagement seinen herzlichen Dank aus. „Ich hoffe, dass Sie auch weiterhin die Kraft und die Zeit für diese wertvolle ehrenamtliche Arbeit finden“, so Seefeldt. Die Auszeichnung wurde durch den Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), Hannes Kopf, überreicht.

Hintergrund
Die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ist eine herausgehobene Ehrung, die sich auf solidarisches Handeln und den Gemeinsinn bezieht. Sie wird als Zeichen der Anerkennung und Würdigung besonderer ehrenamtlicher Verdienste um die Gesellschaft und Mitmenschen von Rheinland-Pfalz verliehen. Dazu gehören unter anderem das Engagement in sozialen und kulturellen Bereichen, sowie im Umwelt- und Naturschutz.

DigitalPakt Schule.
1,2 Millionen Euro für Schulen im Landkreis SÜW

Fünf Schulen des Kreises SÜW werden mit 1,2 Mio gefördert, um mit Maßnahmen die technischen Voraussetzungen für digitales Lernen zu schaffen. Die Mittel kommen aus dem DigitalPakt Schule des Bundes. Am 28. Juli überreichte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) den Förderbescheid an SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt.
Bild: ISB

Landau.28.7.2021/isb. Die Förderung im Rahmen des DigitalPakt Schule kommt im Landkreis den Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften zugute. „Die Digitalisierung unserer Schulen schreitet zügig voran. Unseren Schulträgern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Bund und Land unterstützen sie dabei. Denn nur gemeinsam können wir erfolgreich dafür sorgen, dass digitales Lernen und Lehren an unseren Schulen gelingt. Ich freue mich deshalb sehr, dass der Landkreis Südliche Weinstraße heute 1,2 Millionen Euro aus dem DigitalPakt Schule erhält, die dabei helfen werden, die digitale Infrastruktur an fünf Schulen nachhaltig zu stärken“, so Bildungsministerin Hubig.

Mit dem Zuschuss aus dem DigitalPakt Schule sind unter anderem die Vernetzung der Schulgebäude, ein drahtloser Netzwerkzugang in den Unterrichtsräumen sowie digitale Anzeigegeräte und digitale Endgeräte vorgesehen.

„Von dieser Förderleistung werden alle drei Standorte der Berufsbildenden Schule Südliche Weinstraße, die Förderschule Annweiler, die RealschulePlus Annweiler, das Gymnasium Bad Bergzabern sowie das Gymnasium Edenkoben profitieren.

Wir werden uns um weitere Förderung bemühen, damit die Ressourcen aus dem DigitalPakt Schule in allen elf weiterführenden Schulen in Trägerschaft des Landkreises eine starke und zukunftssichere IT-Ausstattung ermöglichen. Denn diese Ausstattung ist eine zentrale Grundlage für zeitgemäßes Lernen“, betonte Landrat Seefeldt.

Müllentsorgung im Katastrophengebiet Ahrtal

Schwerpunkt war am Wochenende die Organisation der Abfuhr-Transporte Berge von Abfallmengen und die Müllentsorgung, teilte die Leiterin des Katastrophenschutzstabes, Begona Hermann,  in einer Pressekonferenz der VG Altenahr vom heutigen Tag mit. Unglaubliche Müll- und Schuttmengen sind im Katastrophengebiet zu entsorgen.
Bild: Abfall-Berge aus der Ahrweiler Altstadt werden auf einem Parkplatz vor dem Ahrturm zwischengelagert. Von hier aus wird der Müll mit großen Maschinen zu den Müllhalden abgefahren. Foto: Presseservice Thomas Weber

Bad Neuenahr.26.7.2021/hi. Kaum vorstellbare Abfallmengen müssen aus dem Katastrophengebiet herausgeschafft und abtransportiert werden. 200.000 Kubikmeter Sperrmüll und 60.000 Elektrogeräte sind alleine im Ahrtal sachgerecht zu entsorgen, wie Thomas Weber vom lokalen Presseservice berichtet.

Private Helfer werden weiterhin benötigt
Unterdessen kommen die Aufräumarbeiten langsam und geordnet voran. Aber nach wie vor werden Helfer für die arg gestressten Familien in den vielen privaten Häusern benötigt.  Freiwillige Helfer sollen jedoch auf keinen Fall mit ihren Fahrzeugen in die Orte reinfahren. Sie sollen vielmehr auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen außerhalb parken. Sie werden dann mit dem Shuttle-Service in die Krisengebiete gebracht, erklärt Thomas Weber. Wer sich ein Bild von den aktuellen Zuständen machen will, oder wer seine Hilfe anbieten will, wendet sich am besten an Markus Wipperfürth.

Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP): 300.000 Euro für bessere Radwege

Die Landkreise SÜW und GER sowie die Stadt Landau investieren in eine bessere Beschilderung von touristischen Radwegen. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben mit rund 300.000 Euro. Die Stadt Landau setzt zudem ihr Radwegekonzept um. Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) hat bei der Übergabe der Förderbescheide von einem „großen Sprung für den Radtourismus“ gesprochen. Die Übergabe fand am vergangenen Mittwoch in Landau statt, wo derzeit der Kreisverkehr am Nordring für den Radverkehr ausgebaut und künftig zwei Fahrradzonen vernetzen wird.
Bild: Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt bei der Übergabe der Förderbescheide für eine bessere Beschilderung von touristischen Radwegen. Foto: LD

Landau.Südpfalz.26.7.2021/mwvlw/ld. „370 Kilometer Radwege werden einheitlich ausgeschildert und für Touristen wie Einheimische nutzbar gemacht – das ist ein großer Sprung für den Radtourismus in der Region. Die Themenrouten und Rundtouren machen Lust dazu, sich direkt aufs Rad zu setzen. Hier arbeitet die ganze Region zusammen“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) bei der Übergabe der Förderbescheide über insgesamt rund 300.000 Euro an die Landräte Fritz Brechtel (GER) und Dietmar Seefeldt (SÜW) sowie den Ersten Beigeordneten der Stadt Landau, Lukas Hartmann.

Genuss-Radregion GER
„Die Genuss-Radregion im Landkreis Germersheim erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns natürlich, dass mit der geplanten Beschilderung die Wege noch besser gefunden und weiter vernetzt werden können“, sagte der Germersheimer Landrat Fritz Brechtel.

Themenradwege in SÜW
SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt wies auf die zahlreichen Themenrouten in seinem Kreis hin: „Die Südpfalz ist ein vielseitiges und damit beliebtes Ziel von Radtouristen. Schon länger verfügt der Landkreis Südliche Weinstraße über ein attraktives Themenradwegenetz, das nun dank der Förderung, die wir im Jahr 2017 beantragt haben, unter Nutzung vorhandener Trassen bis zum Jahr 2023 nahezu vollständig überarbeitet werden kann. Streckenführung und Beschilderung von 16 Themenradwegen in SÜW werden nach der Überarbeitung modernen Ansprüchen und einheitlichen Standards entsprechen – und so auch künftig attraktiv für den Radtourismus sein.“

Symbolische Radwege-Beschilderung: Dietmar Seefeldt, Daniela Schmitt, Fritz Brechtel, Lukas Hartmann (v.r.n.l). Foto: LD

Fahrrad-Ring in Landaus Innenstadt
„Wenn mehr Menschen auf das Rad umsteigen sollen, braucht es gute, schnelle und bequeme Verbindungen“, ergänzte Landaus Verkehrsdezernent Lukas Hartmann (Grüne).

„Unser Ziel ist es, durch die Ausweisung eines neuen Fahrrad-Rings in der Innenstadt den bereits hohen Radverkehrsanteil in Landau noch weiter zu steigern. Zu diesem Vorrangnetz für Radfahrerinnen und Radfahrer zählt auch der neue Kreisverkehr, der eine sichere Verbindung der angrenzenden Fahrradzonen bilden und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an dieser Stelle beitragen soll.“

370 Kilometer Radrouten werden beschildert
Die Landkreise sowie die Stadt Landau investieren gemeinsam in eine Beschilderung von Radrouten – Themenrouten und Rundtouren – nach dem einheitlichen Standard HBR. In SÜW wird eine Streckenlänge von 181 Kilometern neu beschildert, der Kreis GER ergänzt sein Streckennetz um 88 Kilometer, und die Stadt Landau beschildert rund 100 Kilometer. Die Strecken verlaufen teilweise über Kreisgrenzen hinweg. 

Daniela Schmitt: Beschilderung des Radwegenetzes stärkt Tourismuswirtschaft
Die Ministerin wies auf die hohe Relevanz von öffentlichen Infrastrukturinvestitionen für die regionale und lokale Wirtschaft hin. „Die Gestaltung der touristischen Infrastruktur ist das wichtigste Steuerungsinstrument für Gemeinden, Städte und Kreise des Landes, die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft und private Investitionen zu verbessern. Öffentliche Investitionen stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer touristischen Betriebe und ermöglichen der Tourismuswirtschaft, weitere Angebote zu konzipieren“, sagte Schmitt. Die neue, einheitliche Radwegebeschilderung werde eine enorme Verbesserung für Radreisende in der Region mit sich bringen, so die Ministerin.

Weinerlebnis-Tage 2021 in Landau. Wie Trüffel suchen, nur besser.
Degustationsnotizen beim Rundgang

Nach anderthalb Jahren endlich wieder ein größeres Weinevent in der Südpfalz. Rund 80 Winzer und etwa 2.000 Besucher hatten dem zweitägigen Event in Landau entgegen gefiebert, um etliche der 500 Weine zu probieren. Diesmal fanden die Weinerlebnis-Tage wegen Corona nicht wie üblich im alten Kaufhaus und Frank-Löbschen Haus statt, sondern an sechs verschiedenen Locations. Alle fußläufig von der Innenstadt gut erreichbar.
Foto: Geipert

Landau.25.7.2021/Susanne Geipert.  Auch der Termin wich von der üblichen Zeit im Juni ab und fiel genau in die Ferienzeit. Damit vielleicht die letzte Chance für die Weinbauer, vor der arbeitsintensiven Weinlese ein wenig auszuspannen. Etliche angestammte Weingüter waren somit nicht vertreten. Neue kamen auch aufgrund des höheren Platzangebotes hinzu. Für die Weinfreund ergab das eine interessante Melange aus altbekannten Gesichtern und neuen Begegnungen.

Für BacchusWelt eine gute Gelegenheit, viele neue Weine zu entdecken. Fast wie bei der Trüffelsuche.

Degustations-Notizen
Eine echte Rarität ist ein Müller-Thurgau aus Billigheim vom Weingut Schneiderfritz. Entgegen der üblichen Ausbauart in Literflaschen als guter Schorlewein hier einmal als sogenannte „Reserve“ aus dem Barrique (getrocknete Blüten, nussig, sehr fein, 12,50 €).

In Rot kommt eine weitere Besonderheit für Liebhaber italienischer Rebsorten daher. Ein Dolcetto vom Weingut Dollt aus Flemlingen (Amarena-Kirsche, Marzipan, frische Pflaumen 24 €). Sonst im norditalienischen Piemont zuhause. Ein Hauch von Urlaub im Glas.

Auch das ein oder andere hervorragende Tröpfchen für kleineres Geld war zu finden. Beispielsweise der 2018er Spätburgunder trocken im Holzfass gereift vom Weingut Kernlinghof aus Nußdorf (Kirsche, Brombeere, saftig und zugleich samtige Tannine, 5,90 €).

Wer auf internationalen Rebsorten und Cuvée steht, dem sei noch der 2018er MC (Merlot und Cabernet Sauvignon, schwarze Johannisbeere, frische angenehme Säure und trinkig, 6,90 €) vom Weingut Heintz aus Minfeld empfohlen.

Österreichische Rebsorten wie Grünen Veltliner und Blaufränkisch bekommt man im Weingut Martinshof in Steinfeld an der Grenze zum Elsass ins Glas. Der 2019er Blaufränkisch überzeugt auf Anhieb (rote und schwarze Beeren, Kräuter, Tabak, feines Tannin, 9,50 €).

Manche Winzer haben mittlerweile den Generationenwechsel eingeläutet. Deutlich sichtbar im modernen Marketing und dem Auftritt des Weingutes. Wie etwa bei Bruno Leiner aus Wollmesheim. Im peppigen Look kommen jetzt die Weinetiketten daher. Ohne deren Herkunft aus dem alteingesessenen Familienbetrieb zu leugnen. Auch ist mittlerweile die Umstellung auf Biobetrieb nach EU-Richtlinien erfolgt. Die Weine werden in 3 Qualitätsstufen ausgebaut.

Das große Weinangebot von Bruno Leiner lässt sich schwerlich in knappen Degustations-Notizen zusammenfassen. Empfehlenswert ist aber auf jeden Fall ein Besuch beim Weingut mit Verkostung vor Ort. Besonders schmackhaft: der Kerner halbtrocken (elegant, saftig mit feiner Frucht, 1 l für 5,20 €) sowie der Sauvignon Blanc Fumé trocken (elegant, vielschichtig, Ausbau im 500 l Fass, 15 €).

Das neue Format der Landauer Weinerlebnis-Tage waren in Sachen Weinentdeckung und Genuss wirklich gelungen. Über die Stadt verteilt mit einem weitläufigen Platzangebot wehte ein Hauch von Normalität durch Landauer Innenstadt. Cafés und Restaurants waren gut besetzt. Überall gute Laune und Stimmen-Wirrwarr.

Das ein oder andere entspannte Gespräch mit bekannten und vor allem neuen Winzern und trug zu einer entspannten und spannenden Verkostung bei.

Einzig die Shopping-Laune in den geöffneten Läden wollte nicht recht aufkommen, beklagten die Geschäftsinhaber und schlossen ihre Türen teilweise schon vor dem offiziellen Ladenschluss.

Eine persönliche Nachlese der Entdeckungen bei ausgewählten Weingütern ist geplant. In BacchusWelt werden wir berichten. Den Pfälzer „Trüffeln“ dicht auf der Spur.

Kreisstraße K1/K38 zwischen Freimersheim und B272 für zwei Tage voll gesperrt. 27./28. Juli

Die Kreisstraße zwischen Freimersheim und B272 wird von der Straßenmeisterei Landau ertüchtigt. Grund dafür ist, dass in der zweiten Hälfte der Sommerferien eine mehrwöchige Vollsperrung der B72 bei Hochstadt bevorsteht. Dann wird der Umleitungsverkehr über die K1/K38 geleitet werden (in der Karte rot markiert).

Ab kommenden Dienstag, 27. Juli, 8:00 Uhr, über Nacht bis Mittwoch, 28. Juli, 15:00 Uhr, wird daher die Kreisstraße K1/K38 zwischen Freimersheim und der B272 voll gesperrt.

Die Umleitung erfolgt westlich über Kleinfischlingen und Essingen, östlich über Freisbach und Weingarten (in der Karte gelb markiert).

Guter Start ins Leben.
Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH) verabschiedet Schulabgänger

Das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH) in Frankenthal verabschiedete in diesem Jahr über 60 Abschlussschülerinnen und –schüler. Zwei Jugendliche, Sarah Bauer und Vincent Kotzan, erhielten aufgrund ihres sozialen Engagements eine Urkunde mit Buchpreis vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Auch Emine Arkan wurde für ihre guten schulischen Leistungen mit einem Buchpreis und einer Urkunde ausgezeichnet.
Bild: Intensive Förderung vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung: das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation in Frankenthal. Foto: BV

Frankenthal.21.7.2021/BV/hi. Schulleiterin Ina Knittel betonte in ihrer Rede bei der Entlassfeier, dass die Jugendlichen in der Zeit des Lockdowns vor große Herausforderungen gestellt waren. Doch die Abschlussschülerinnen und -schüler hätten die Situation mit Bravour gemeistert: „Versucht euch einzubringen und sucht zukünftig Mitgestaltung und Mitverantwortung“, gab sie den Jugendlichen mit auf ihren weiteren Weg. Es sei das Bestreben der Lehrkräfte des PIH gewesen, ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

20 Jugendliche verließen nach der neunten Klasse mit der allgemeinen Schulreife, 12 nach der zehnten Klasse mit der Mittleren Reife und drei, die den Bildungsgang Ganzheitliche Entwicklung besucht hatten, das Pfalzinstitut.

Die Berufsbildende Schule für Gehörlose und Schwerhörige entließ 27 junge Menschen, die entweder ein Berufsvorbereitungsjahr oder die Berufsfachschule absolviert hatten. Dabei besuchten sie die Fachrichtungen Holztechnik, Metalltechnik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Hauswirtschaft, Ernährung und Sozialwesen.

Information: PIH
Das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH) wurde 1825 als Taubstummenanstalt von Augustin Violet gegründet und befindet sich in der Trägerschaft des Bezirksverbandes Pfalz. Es verfügt über eine lange Tradition hinsichtlich der Bildung und Förderung von Menschen mit Hörschädigung.

Aufgabe des PIH ist die Bildung, Förderung, Unterrichtung, Beratung und Erziehung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Hörschädigung. Die Begriffe Hören und Kommunikation bezeichnen die Felder unseres Arbeitsschwerpunktes.

Schulisches Ziel ist die Teilhabe von Menschen mit Hörschädigung an der Gesellschaft auf der Basis von Kommunikations- und Sozialkompetenzen.  Denn für ein selbstbestimmtes Leben sind Selbstständigkeit und Identität wichtig. Zudem sind Wissenserwerb und Bildung sowie Dialog- und Kommunikationsfähigkeit von großer Bedeutung. Für eine wertschätzende Kommunikation ist daher das Schaffen optimaler Hör- und Kommunikationsbedingungen unter Hinzuziehung technischer Hilfsmittel unerlässlich. Das Gleiche gilt für den Erwerb einer umfänglichen Sprachkompetenz. Hierzu zählen Lautsprache, Schriftsprache, Gebärdensprache, unterstützende Gebärden sowie unterstützende Kommunikation.

Kulturbeirat für Landau.
Kulturdezernent Ingenthron legt Satzung vor.
Beschluss des Stadtrats nach der Sommerpause

Eine Plattform des Austauschs, der Vernetzung und der Entwicklung von Ideen: Mit dem Kulturbeirat möchte die Stadt Landau den Kulturschaffenden der Südpfalzmetropole eine Stimme geben. Kulturdezernent Maximilian Ingenthron SPD) hat dem Kulturausschuss in dessen letzter Sitzung vor der Sommerpause den Entwurf für die Kulturbeiratssatzung vorgelegt. Nach der sitzungsfreien Zeit wird über diese in Hauptausschuss und Stadtrat beraten, sodass das neue Gremium bei Zustimmung seine Arbeit in der zweiten Jahreshälfte aufnehmen kann.
Bild: Kulturdezernent Maximilian Ingenthron (SPD) mit den Akteurinnen und Akteuren der Workshop-Reihe „Street Art meets Lost Place“ in den Uferschen Höfen. Künftig soll der Kulturbeirat eine neue Plattform des Austauschs für Künstlerinnen und Künstler bieten. Quelle: LD

Landau.19.7.2021/ld/hi. „Um dem Vorhaben einen möglichst breiten Rückhalt zu verschaffen, sind wir einen neuen Weg gegangen. Von Anfang an haben wir die Fraktionen des Stadtrats mit eingebunden und gemeinsam sehr viel darüber diskutiert, wie der Landauer Kulturbeirat, der neue Impulse für die Kulturarbeit in unserer Stadt setzen soll, unter den gegebenen Voraussetzungen aussehen kann“, erklärt Beigeordneter Ingenthron: „Wir wollten hier keine Lösung von der Stange, sondern ein auf die spezifischen Gegebenheiten der Südpfalzmetropole zugeschnittenes Gremium.“

Der Kultur eine vernehmbare Stimme geben
Landau habe ein breit aufgestelltes kulturelles Leben, das nahezu alle Bereiche des künstlerischen Schaffens abbildet. Insofern werde der Beirat wichtige Impulse geben können, ist sich Ingenthron sicher. Der Beirat könne ein starker Partner sein, wenn es darum geht, der Kultur eine vernehmbare Stimme zu verleihen: „Deshalb war es uns wichtig, der Kultur ein den anderen Beiräten in unserer Stadt gleichwertiges Gremium zu geben. Das ist gelungen und darüber bin ich sehr froh“, so Ingenthron.

Kulturstadt Landau
Die Stärkung der Kulturstadt Landau sei das große Ziel, ergänzte die Leiterin der städtischen Kulturabteilung, Sabine Haas: „Wir wünschen uns, dass das Gremium der Vernetzung und dem Austausch der verschiedenen Akteure dient. Wir möchten von der dort versammelten Expertise profitieren und erhoffen uns wertvolle Informationen. Zum Beispiel darüber, wie das kulturelle Angebot in unserer Stadt wahrgenommen wird. Und wie es weiterentwickelt werden kann“.

Satzung und Mitgliedschaft
Der neue Kulturbeirat besteht aus stimmberechtigten und beratenden Mitgliedern. Sie tagen mindestens zweimal pro Jahr tagen, aber in der Regel nicht mehr als dreimal.

Stimmberechtigte Mitglieder sind bis zu 14 vom Stadtrat bestellte Personen mit kultureller Expertise aus den folgenden Sparten: Darstellende Künste, Film und Medien, kulturelles Erbe/Brauchtum/Stadtgeschichte, Universität und Kultur, Literatur sowie sonstige Sparten (z. B. Tanz) mit jeweils einem Mitglied; Musik, bildende Künste, Kulturveranstalterinnen und Kulturveranstalter sowie spartenübergreifende Kulturansätze mit jeweils bis zu zwei Mitgliedern.

Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung sowie ein Sitzungsgeld.

Wer dem Gremium angehören möchte, kann sich für eine der Sparten bewerben. Unter den eingegangenen Bewerbungen entscheidet dann das Los.

Beratende Mitglieder sind der Kulturdezernent, Vertreterinnen bzw. Vertreter aus den Fraktionen sowie die Leiterinnen oder Leiter der in der Trägerschaft der Stadt Landau stehenden kulturellen Einrichtungen. Miriam Erb von der städtischen Kulturabteilung wird das neue Gremium betreuen.

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