Landau setzt auf die Sonne.
„Jetzt Solar aufs eigene Dach“

Bis zum Jahr 2030 will die Stadt Landau ihren CO2-Ausstoß deutlich senken. Die neue Landauer Solaroffensive sieht eine Solarpflicht auf neu gebauten Dächern vor. In einer Info-Kampagne dazu erklären Fachleute, welche Möglichkeiten es gibt, mit Solar auf dem eigenen Dach Geld sinnvoll zu investieren und dabei etwas für den Klimaschutz zu tun.
Bild: Mit über 1.000 Sonnenstunden im Jahr bietet sich Landau für die Nutzung von Solarenergie geradezu an. Foto: LD

Landau.26.10.2021/LD/hi. Um Klimaneutralität zu erreichen, sind unter anderem Änderungen bei der Wärme- und Stromversorgung sowie im Bereich Mobilität notwendig. Landau braucht 130 MW für die Eigenversorgung mit Strom. Bisher sind erst 30 MW an erneuerbaren Energien installiert. Wenn alle möglichen Dachflächen genutzt würden, könnte Landau sich komplett selbst versorgen. Mit über 1.000 Sonnenstunden im Jahr bietet sich die Südpfalzmetropole Landau für die Nutzung von Solarenergie geradezu an.

Die Verwaltung geht mit ihrem Gebäudemanagement voran und will künftig die gesamte Energie für öffentliche Schulen, Verwaltungsgebäude, Sporthallen etc. durch Erneuerbare Energien selbst erzeugen.

Neuestes Projekt sind zwei zusätzliche Photovoltaik-Anlagen auf der Feuerwache und dem Dorfgemeinschaftshaus in Arzheim gemeinsam mit der EnergieSüdwest AG.

„In Zukunft werden wir alle eher mehr als weniger Strom verbrauchen, sei es für Heizungen, E-Mobilität und oder auch Digitalisierung“, macht Umweltdezernent Lukas Hartmann deutlich. Unterschiedliche Fördermöglichkeiten und Steuervergünstigungen sind aktuell im Zusammenhang mit Solar auf dem eigenen Dach möglich. Letzten Endes sei es eine einfache Rechnung: Was kosten mich die Anlage und der Speicher? Wieviel Strom kann ich selbst verbrauchen? Wieviel Vergütung bekomme ich für den Rest? Rechnet sich das Ganze mit Blick auf die nächsten zwanzig Jahre? Denn so lange halten die Solar-Module auf jeden Fall. Für die allermeisten Wohnhäuser gehe diese Rechnung positiv aus.

Info-Veranstaltung am Donnerstag, 28. Oktober, ab 17:30 Uhr. Wollmesheimer Höhe.
In der Turnhalle der Grundschule Wollmesheimer Höhe, Barbarossastraße 4, sprechen Energieberaterin Nicole Siepe, Verbraucherzentrale RLP, und Robin Göbel, EnergieSüdwest, über “Solar aufs eigene Dach”.

Anmeldungen nimmt die städtische Klimaschutzmanagerin Maren Dern entgegen per E-Mail: solaroffensive@landau.de.

Wer wissen möchte, ob das eigene Dach für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage geeignet ist, kann das schon im Vorfeld der Infoveranstaltung im rheinland-pfälzische Solarkataster herausfinden.
Eine Übersicht über verschiedene Fördermöglichkeiten gibt es hier.

MdL Helge Schwab (FW): Windräder im Pfälzerwald müssten jetzt Geschichte sein

Die Landtagsfraktion der Freien Wähler sieht sich durch die ablehnende Haltung des MAB-Nationalkomitees der Unesco bestätigt. Die beabsichtigten Bebauung des Pfälzerwalds mit Windkraftanlagen wird die Aberkennung als Biosphärenreservat nach sich ziehen.
Archivbild IPP: Windradbau im Soonwald

Mainz.25.10.2021/FW. Noch im Juli dieses Jahres hatten sich die Freien Wähler eindeutig gegen den Bau von Windkraftanlagen im Biosphärenreservat Pfälzerwald positioniert. Das MAB-Nationalkomitee habe jetzt in einem Schreiben an das Umweltministerium von Anne Spiegel (Grüne) unmissverständlich erklärt, dem Pfälzerwald den Status als Unesco-Biosphärenreservat abzuerkennen, sollte die Landesregierung ihre Pläne gegen großen Widerstand durchziehen. Damit sei nun das eingetreten, was zu befürchten war, erklärte Helge Schwab, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler: “Der Bau von Windkraftanlagen im Pfälzerwald dürfte spätestens jetzt Geschichte sein”.

Besonders verwerflich findet Schwab, dass sogenannte Kalamitätsflächen – zum Beispiel nach Windbruch oder Schädlingsbefall – als Standorte für Windräder genutzt werden sollten: „Dadurch geben wir das weltweit vorbildliche, nachhaltige und Jahrhunderte alte deutsche Forstwirtschaftsprinzip der Wiederaufforstung preis. Und dies, obwohl wir doch alle wissen, dass wir unseren Wald zum Erhalt des Klimas dringend benötigen“, argumentiert der Abgeordnete.

Dass der Bau von Windrädern im Pfälzerwald nur in den sogenannten Entwicklungszonen stattfinden solle, sei eine Bürgertäuschung. Denn dabei erwähne die Landesregierung nicht, dass diese genannten Flächen rund 88 Prozent des Schutzgebietes ausmachen.

Pfälzerwald. Biosphären-Status in Gefahr.
Christian Baldauf (CDU): Landesregierung muss von Windkraft-Plänen im Pfälzerwald Abstand nehmen

Jetzt ist es raus: Das MAB-Nationalkomitee der UNESCO wird dem Pfälzerwald seinen Status als Biosphärenreservat aberkennen, wenn dort Windräder gebaut werden. Wie jetzt bekannt wurde, liegt der Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) bereits seit mehreren Wochen ein diesbezügliches Schreiben des MAB-Nationalkomitees vor, das über den Schutzstatus aller UNESCO-Biosphärenreservate wacht.
Fotomontage: IPP

Mainz.23.10.2021./hi. Die Landesregierung müsse sofort von ihren Plänen, Teile des Pfälzerwalds für Windräder zu öffnen, Abstand nehmen, erklärte dazu der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf: „Die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat steht auf dem Spiel. Aus dem MAB-Schreiben geht deutlich hervor, dass der Pfälzerwald seinen Status als Biosphärenreservat verliert, sollte die rheinland-pfälzische Ampel wirklich Windräder im Pfälzerwald zulassen“. Für den Pfälzerwald, die Region und auch das Land wäre das eine Katstrophe, so Baldauf.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende zeigt sich verwundert, dass Umweltministerin Spiegel das Schreiben zurückhält: „Das UNESCO-Komitee schiebt den Windkraftplänen der Landesregierung einen deutlichen Riegel vor. Warum macht die Landesregierung ein Geheimnis daraus? Was gedenkt die Landesregierung nun zu tun? Hält sie an ihren Windkraftplänen fest?“ Im nächsten Umweltausschuss soll die Umweltministerin dazu Stellung nehmen. Einen entsprechenden Berichtsantrag hat die CDU-Fraktion bereits auf den Weg gebracht.

Der Pfälzerwald muss windkraftfrei bleiben
Die Position der CDU zur Windkraft im Pfälzerwald ist bekannt. Christian Baldauf betont:  „Wald hat Vorrang – deshalb setzen wir uns seit vielen Jahren für das Verbot der Errichtung von Windkraftanlagen in den Naturparks, insbesondere im Pfälzerwald, ein. Von Anfang an haben wir bedauert, dass SPD, Grüne und FDP mit ihren neuen Windkraft-Plänen wichtige Regelungen im Sinne des Naturschutzes hintenanstellen. Der Pfälzerwald muss windkraftfrei bleiben.“

Klimaschutz durch Radverkehr.
Landau erhält 7,5 Mio Fördermittel für Ausbau der Radinfrastruktur

Die Südpfalzmetropole erhält auf ihrem Weg der Verkehrswende vom Bundesumweltministerium bis zu 7,5 Mio Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative für die weitere Verbesserung ihrer Radinfrastruktur. Mit dem Geld sollen insbesondere die Schul- und Universitätsstandorte radfahrgerecht miteinander verbunden werden.
Foto: LD

Landau.7.10.2021/ld/hi. Die städtische Mobilitätsabteilung hat unter dem Motto “Landau tritt in die Pedale” ein ganzes Maßnahmebündel geschnürt. Kernstück ist dabei eine radfahrgerechte Vernetzung der Schulstandorte mit der Uni und den Haltestellen des ÖPNV. „Wir sind bemüht, städtische Mittel optimal mit Fördergeldern zu kombinieren, um unsere nachhaltige Stadtentwicklung in allen Bereichen voranzubringen. Ich freue mich daher sehr über die aktuelle Förderzusage – auch da Landau die erste Kommune sein wird, die in dieser Konsequenz Bildungseinrichtungen und Radinfrastruktur vernetzt“, erklärt dazu OB Thomas Hirsch.

Das Förderprojekt soll von umfassenden Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet werden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen und die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen. Eine erste Runde im Beteiligungsrat ist bereits erfolgt.

Integriertes Mobilitätskonzept
Den städtischen Planungen für „Klimaschutz durch Radverkehr“ liegen die Erkenntnisse aus dem Integrierten Mobilitätskonzept zugrunde. Dabei wurde ein Vorrangnetz für den Radverkehr entwickelt, das nun durch Einzelmaßnahmen weiter gestärkt werden soll. Ziel aller Maßnahmen ist es, einen Innenstadtring mit durchgängigen und kreuzungsarmen Verbindungen für Radfahrerinnen und Radfahrer zu schaffen. Dazu zählen der radgerechte Ausbau von Straßen und die Ausweisung neuer Fahrradstraßen. Aber auch der Bau einer neuen Radwegebrücke über die Maximilianstraße und die Bahngleise, um die Schulstandorte östlich der Bahnlinie besser an den Hauptbahnhof und die Innenstadt anzubinden.

#Einheitsbuddeln: Für die Einheit und das Klima.
22 neue Bäume zwischen Arzheim und Wollmesheimer Höhe gepflanzt

Die Aktion #Einheitsbuddeln feierte im Jahr 2019 Premiere und hat sich seitdem in vielen deutschen Städten zu einer kleinen Tradition entwickelt. Auch die Südpfalzmetropole Landau ist von Beginn an mit dabei. Am vergangenen Samstag pflanzten OB Thomas Hirsch, Umweltdezernent Lukas Hartmann, Ortsvorsteher Klaus Kißel, mehrere Stadträte, das städtische Umweltamt und die Feuerwehr sowie die Jugendfeuerwehr Arzheim entlang des sogenannten Fürstwegs 22 Obst- und Walnussbäume.
Bild: Ortsvorsteher Klaus Kißel, Christoph Ochs (Vorstand VR Bank Südpfalz), OB Thomas Hirsch und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Dirk Hargesheimer (v.l.n.r.) bei der „Taufe“ des ersten neu gepflanzten #Einheitsbuddeln-Baums. Fotos: LD

Landau.4.10.2021/ld/hi. „Das #Einheitsbuddeln ist ein schöner Brauch, um diesen für unser Land und das deutsche Volk so wichtigen Tag gebührend zu feiern“, ist OB Thomas Hirsch überzeugt. Auf dessen Initiative hin wurde die Baumpflanz-Aktion in Landau etabliert. „Junge Bäume stehen immer auch für den Anfang von etwas Neuem. Das passt sehr gut zum Tag der Deutschen Einheit, der uns jedes Jahr daran erinnert, dass wir das Glück haben, in einem vereinten, freien und demokratischen Deutschland leben zu dürfen.“ Gleichzeitig sei das Pflanzen von Bäumen auch ein Symbol der Hoffnung und ein starkes Zeichen für den Kampf gegen den Klimawandel, so Landaus Stadtchef weiter. Sein besonderer Dank gilt den Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr Arzheim, die das #Einheitsbuddeln 2021 tatkräftig unterstützt haben.

Arzheimer Fürstweg für den Radverkehr optimiert
Das #Einheitsbuddeln rückte zugleich auch den Arzheimer Fürstweg in den Mittelpunkt, der im Frühjahr dieses Jahres für den Radverkehr optimiert worden war. Von jedem Stadtdorf und jedem Stadtteil soll eine gute Radwegeverbindung zu den Nachbardörfern und Nachbarstadtteilen sowie in die Kernstadt zu führen. Der Fürstweg ist ein Wirtschaftsweg zwischen Arzheim und der Wollmesheimer Höhe. Die Mittel für seine Asphaltierung in Höhe von rund 125.000 Euro stammen aber aus dem Radwegebudget.

Insgesamt pflanzt die Stadt Landau in diesem Jahr laut Grünflächenabteilungsleiterin Sabine Klein rund 400 Bäume. Darunter Nachpflanzungen. Aber auch zusätzliche Bäume an neuen Standorten. In Arzheim wurden überwiegend Obstbäume gewählt, die einen sehr hohen ökologischen Wert für Insekten und Singvögel haben. Die VR Bank Südpfalz hat für den Fürstweg einen Tisch, drei Bänke und eine Himmelsliege für insgesamt rund 6.000 Euro gesponsert.

Aktion Südpfalz-Biotope: Dem Artensterben entgegenwirken.
Offener Brief von Bürgermeister Christian Burkhart

Viele südpfälzischen Flächen haben einen Mangel an Nektarpflanzen für Insekten. Und es fehlt an Schutz, Nist- und Nahrungsplätzen für viele Tiere. Die Aktion Südpfalz-Biotope will dem Naturhaushalt helfen. Durch Aufwertung von öffentlichen und privaten Flächen. Und durch jeweils zielgerichteten pflegerischen Umgang damit. Auch die Verbandsgemeinde Annweiler macht mit. Bürgermeister Christian Burkhart (CDU) hat dazu einen Offenen Brief an die Bevölkerung im Trifelsland veröffentlicht. Wir bringen den Text untenstehend im Wortlaut.
Bild: VGA/Aktion Südpfalz-Biotope

21.9..2021 
Liebe Mitbürger, liebe Bauern und Winzer,

als Kommune wollen wir zeigen, dass wir mithelfen können, dem Artensterben und der Lebensraumverarmung entgegenzuwirken. Hier hoffen wir auch im Rahmen der Mitmachaktion „Unsre Biotope – Mehr machen mit!“ auf bürgerschaftliches Engagement, auch hinsichtlich der Aufwertung kommunaler Flächen.

Wir bitten deshalb die Bewirtschafter der Äcker und Weinberge, die Lebensräume in kommunalem Eigentum, also die Gemeinschaftsbiotope aller Bürger, mit ihrem ökologischen Potential zu erhalten und deshalb die Wegränder, die Krautsäume vor Hecken, die Grünlandstreifen entlang der Geländestufen und Ausgleichsflächen nicht eigenmächtig zu mulchen.

Hier baut sich die Nahrungskette auf, beginnend bei den Nektarpflanzen über die Schmetterlinge und Wildbienen bis hin zur Vogelwelt. Allein schon die Leistung bei der Bestäubung, besonders der Kulturpflanzen, verlangt nach der Verschonung dieser Flächen vor dem leider üblichen, häufigen Mulchen durch Anrainer.

Außerdem stellen gerade die Wegränder einen dringend notwendigen Biotopverbund in unseren intensiv genutzten Gemarkungen dar. Dem großen Anteil der privaten Äcker und Weinberge stehen in den Fluren nur ganz geringe Bereiche öffentlichen Eigentums gegenüber, auf dessen Beitrag zu einem intakten Naturhaushalt die Bevölkerung einen Anspruch hat.

Wir bitten nachdrücklich darum, die pflegerischen Bemühungen der Gemeinde zur Aufwertung auf diesen Restflächen anzuerkennen und der Entwicklung zur Vielfalt Gelegenheit zu geben.

Im Namen aller Ortsbürgermeister, der Ortsbürgermeisterin und des Stadtbürgermeisters innerhalb der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels.

Christian Burkhart, Bürgermeister

World Cleanup Day. Dreck-weg-Tag.
Aktionen zur Pflege der Umwelt

Am Samstag, den 18. September, ist weltweiter World Cleanup Day und gleichzeitig „Dreck-weg-Tag“ im Pfälzerwald. Landesforsten ruft beim „Dreck-weg-Tag“ Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an Wegen zu Ausflugszielen, an Waldparkplätzen, aber auch entlang von Jogging-, Rad- und Reitstrecken im Pfälzerwald Kleinmüll einzusammeln.
Bild: Mitmachen! Am 18. September kann jede und jeder einen Beitrag leisten, die Umwelt sauber zu halten. Foto: kv

SÜW.15.9.2021/kv. Im vergangenen Jahr hat Landschaftsfotograf Yannick Scherthan den „Dreck-weg-Tag“ gemeinsam mit Landesforsten initiiert. Auch beim World Cleanup Day geht es darum, gemeinsam für eine saubere, gesunde und plastikfreie Zukunft aufzuräumen. Landrat Dietmar Seefeldt unterstützt beide Aktionen und lädt Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme ein.

Nach aktuellem Stand nehmen aus SÜW 14 Gemeinden am World Cleanup Day teil, auf dem auch der Dreck-weg-Tag fußt, teilte die Kreisverwaltung mit.

Gesammelter Müll wird kostenfrei entsorgt
Der Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft (EWW) bietet zum World Cleanup day teilnehmenden Gemeinden im Kreis Unterstützung an, indem er Müllbehältnisse für den gesammelten Müll in seinem Gebiet kostenfrei entsorgt. Beim Säubern anlässlich des Dreck-weg-Tags kann jede und jeder ohne Anmeldung teilnehmen, in eigener Verantwortung und auf eigene Gefahr.

Und so geht’s
Bürgerinnen und Bürger aus Gemeinden, die sich nicht als Gemeindeverbund an der Aktion des World Cleanup Days beteiligen, können sich mit ihrer Gemeinde in Verbindung setzen, um Möglichkeiten zur Abgabe des eingesammelten Mülls zu erfragen.

In Einzelfällen können beim EWW nach vorheriger Rücksprache Restmüllsäcke für die Aktion abgeholt werden. Diese können mit der Restmülltonne bei der nächsten regulären Abfuhr bereitgestellt oder bei einem der Wertstoffwirtschaftszentren abgegeben werden.

„Jede und jeder kann dazu beitragen, Müll mitzunehmen und an festgelegten Sammelstellen abzugeben. Ich danke bereits jetzt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich an der Aktion beteiligen und damit einen Beitrag leisten, unsere Umwelt und den Pfälzerwald sauber zu halten und der Natur mit Respekt zu begegnen“, so Seefeldt.

Helferinnen und Helfer sollten bei der Aktion eigene Handschuhe und Greifzangen einsetzen.
Nähere Informationen und eine Liste der Sammelstellen gibt es hier.
Wer graue Restmüllsäcke benötigt, kann sich telefonisch an Rolf Mäckel wenden unter 06341/940-421.

Unterstützung der Privatwaldbesitzer bei Klimawandelanpassung.
Ministerin Anne Spiegel (Grüne): “Bedeutende Fähigkeiten des Waldes stärken”

Rheinland-Pfalz ist mit mehr als 40 Prozent Waldanteil an der Landesfläche Spitze im Bundesgebiet. Mehr als ein Viertel davon sind im Privatbesitz. Und noch einmal etwas mehr als zwei Drittel hiervon sind Kleinprivatwald. Anlässlich einer Wald-Exkursion im Forstamt Hinterweidenthal hat sich Klimaschutz- und Forstministerin Anne Spiegel (Grüne) einen Überblick über die besonderen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung des Kleinprivatwalds verschafft. Diese werden durch die anhaltende Klimakrise verstärkt.
Archivbild Langerkopf

Hauenstein.15.9.2021/mkuem/hi. Auch in der Südwestpfalz wird die menschengemachte Erderhitzung immer spürbarer. Mit der Dürre, den Stürmen und der Borkenkäferkalamität hat der Wald allerorts sehr gelitten und leidet immer noch massiv. Auf Einladung der Verbandsgemeinde Hauenstein machte sich Ministerin Spiegel bei der Exkursion davon ein Bild.

Den Wald klimaresilient entwickeln
Vor dem Hintergrund der Klimawandelfolgen stehen die Waldbesitzenden vor immensen Aufgaben. Sie müssen den Wald zu schützen, pflegen und langfristig klimaresilient (= Anpassung an die Folgen des Klimawandels, die Red.) entwickeln. Die Waldexperten aus dem Forstamt Hinterweidenthal legten die Herausforderungen für das Waldmanagement im Kleinprivatwald dar. Aber auch innovative Ideen und perspektivische Lösungsansätze für die Maßnahmen gegen die Klimawandelfolgen wurden aufgezeigt.

Wiederbewaldungsprojekt “Geiersnetz”
Um die Bewirtschaftung der Wälder aktiv gestalten zu können, hat sich in der Region ein Kooperationsprojekt gegründet. Die Schuhfabrik Lugina, Privatwaldbesitzende und die Ortsgemeinde Schwanheim haben sich mit partnerschaftlicher Unterstützung eines Kindergartens und dem Forstamt Hinterweidenthal um eine eigene, innovative Lösung für den Aufbau neuer Waldstrukturen bemüht: Mit dem Wiederbewaldungsprojekt „Geiersnetz“ entsteht nun ein neuer, klimastabiler Mischwald.

So konnte bereits eine Fläche von rund zwei Hektar über Waldbesitzgrenzen hinweg wiederbewaldet werden. Jetzt wachsen hier auf der durch die Klimaextreme entstandenen Freifläche unterschiedlichste Baumarten wie Traubeneiche, Baumhasel und auch Wildobstgehölze für den Wald von morgen.

Klimafreundlicher Rohstoff Holz
Im Wald liegt ein großes Potenzial für den Klimaschutz durch die Verwendung von Holz. „Als nachwachsender, heimischer und klimafreundlicher Rohstoff ist Holz eines der Materialien, die es gerade in Zeiten des Klimawandels zu fördern gilt. Mit seiner Hilfe können andere, energieintensivere und klimaschädliche Materialien, wie Beton und Stahl teilweise ersetzt werden”, betonte Spiegel. Daher sei es ihr erklärtes Ziel, Waldbesitzende in der Klimakrise zu begleiten und bei deren Anstrengungen zu unterstützen, die Anpassungsfähigkeit des Waldes zu stärken.

Bundesmittel für den rheinland-pfälzischen Wald
Belief sich die finanzielle Unterstützung der kommunalen und privaten Waldbesitzenden 2019 noch auf insgesamt rund 4,5 Mio. Euro für die Bewältigung der Folgen der Extremwetterereignisse, so konnte der Umfang der forstlichen Förderung mit dem Förderjahr 2020 auf insgesamt rund 21 Mio. Euro gesteigert werden, berichtete Ministerin Spiegel.

Davon seien alleine rund 19 Mio Euro für die Bewältigung der Folgen der Extremwetterereignisse ausgezahlt worden. Zur Schadensbewältigung, für Waldschutzmaßnahmen und Wiederbewaldungen.

Auch 2021 könne von einer vergleichbaren Fördersumme aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ ausgegangen werden.

Die Ministerin dankte den anwesenden Waldbesitzenden für ihren wichtigen Beitrag bei der oft schwierigen Bewirtschaftung der kleinen Waldparzellen: „Aus einer anderen Perspektive betrachtet, ist die Kleinteiligkeit im Privatwald auch ein Beitrag zur Strukturvielfalt, zum Arten- und Naturschutz und zur Biodiversität. Es ist maßgeblich, diese Wälder mit all ihren Fähigkeiten zu erhalten und weiterzuentwickeln.“

Stadtradeln in der VG Landau-Land angelaufen.
Klimaschutzministerium unterstützt Kommunen mit 70.000 Euro bei der Kampagnen-Teilnahme

Zum offiziellen Stadtradeln-Auftakt in der Verbandsgemeinde Landau-Land war auch die Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) nach Heuchelheim-Klingen gekommen. Gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager der VG Landau-Land sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern nahm sie an der Eröffnungs-Radtour von Heuchelheim-Klingen nach Klingenmünster teil.
Bild: Verbandsgemeindebürgermeister Thorsten Blank (SPD) sammelt Kilometer beim Stadtradeln 2021

Heuchelheim-Klingen.Klingenmünster.31.8.2021/mkuem/hi. „Mit dem Stadtradeln konnten allein in Rheinland-Pfalz vergangenes Jahr 1.200 Tonnen CO2 eingespart werden. Das ist ein toller und wichtiger Erfolg. Umso erfreulicher ist es, dass die Nachfrage an einer Teilnahme an der Initiative weiter steigt und nun auch die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinden Bad Bergzabern und Landau-Land die Möglichkeit haben, tatkräftig für den Klimaschutz in die Pedale zu treten“, sagte Klimaschutzministerin Anne Spiegel anlässlich der Auftaktveranstaltung zum Stadtradeln in den beiden Verbandsgemeinden.

94 Kommunen machen in RLP beim Stadtradeln 2021 mit
Radfahren ist in. Immer mehr Kommunen machen beim Stadtradeln mit. Waren es im Jahr 2019 zunächst 32 Teilnehmer, und dann im vergangenen Jahr bereits 62 Kommunen, so haben sich für die Klimaschutz- Kampagne 2021 schon 94 Kommunen in Rheinland-Pfalz angemeldet. „Durch die finanzielle Unterstützung unserer Städte und Gemeinden mit insgesamt 70.000 Euro können viele rheinland-pfälzische Kommunen kostenfrei am Stadtradeln teilnehmen“, betonte Ministerin Spiegel. Aufgrund der hohen Nachfrage sei die Fördersumme von 50.000 Euro im vergangenen Jahr um 20.000 Euro erhöht worden.

Für 2022 ist die Fortführung der Unterstützung des Stadtradelns geplant.

Ministerin Anne Spiegel: „Stadtradeln macht Lust auf Radfahren. Gleichzeitig setzt jeder Tritt in die Pedale ein wichtiges Signal für die klimafreundliche Mobilitätswende. Der Verkehrsbereich ist für 25 Prozent des CO2-Ausstoßes in Rheinland-Pfalz verantwortlich. Der Individualverkehr hat einen erheblichen Anteil an der Treibhausgasbilanz und steigt absolut betrachtet sogar an. Ich ermutige daher alle Bürgerinnen und Bürger sich mit dem Fahrrad für eine umwelt- und klimafreundliche Mobilität einzusetzen“.

Stadtradeln
Die Klimaschutzkampagne Stadtradeln ist eine deutschlandweite Aktion des Klima-Bündnisses e. V.. Ziel ist es, in den Kommunen vermehrt für das Radfahren zu sensibilisieren und so zum Klimaschutz beizutragen. Teilnehmen können alle Städte, Kommunen und Landkreise. An 21 aufeinanderfolgenden Tagen zwischen Mai und September 2021 können Bürgerinnen und Bürger der teilnehmenden Kommunen in einem Team in Form eines Wettbewerbs für mehr Klimaschutz möglichst viele Wege mit dem Rad zurücklegen und ihre gefahrenen Kilometer online eintragen. „Wer noch nicht registriert ist, kann und soll immer noch einsteigen bei der diesjährigen Stadtradel-Aktion“, ermuntert Bürgermeister Thorsten Blank, „Umsteigen aufs Fahrrad, Kilometer sammeln, Klima schützen und am Ende etwas gewinnen“.

Frei Wähler fordern Klarheit über Treibstoffablässe

Joachim Streit, Vorsitzender der FW-Landtagsfraktion und sein Fraktionskollege Patrick Kunz wollen in einer Kleinen Anfrage von der Landesregierung wissen, was diese unternimmt, um Bürgerinnen und Bürger aktuell und umfassend über Kerosinablässe in Rheinland-Pfalz informieren zu können. Und ob landeseigene Messungen dazu geplant seien.
Karikatur:„Jet-Tankstelle Pfälzerwald“ | W. G. Stähle

Mainz/Pfälzerwald. 25.8.2021/Werner G. Stähle. Die betroffene Bevölkerung mache sich Sorgen um ihre Gesundheit und die des Waldes, erklärt die FW. Ohne eigene Messungen des Landes könne diesen Ängsten nicht viel entgegengesetzt werden. Die Freien Wähler fragen die Landesregierung zudem, inwieweit sie dafür sorge, dass „ Summationswirkungen aufgrund häufiger Kerosinablässe vermieden werden“. In einer Studie (Kerosin-Schnellablässe, Mai 2019) sei zwar die generelle Unschädlichkeit der Kerosinablässe bestätigt worden, aber es sei darin auch der Hinweis enthalten, dass bei häufigen Kerosinablässen über demselben Gebiet negative Auswirkungen auftreten könnten, begründen Streit und Kunz ihre Anfrage.

Die Verfasser der Studie merkten an, dass ihnen keine aktuellen Messungen vorlagen und sich Messungen schwierig umsetzen lassen, weshalb sie auf Simulationsmodelle zurückgegriffen hätten. Aus diesem Grund wollen die Freien Wähler in Erfahrung bringen, ob die Landesregierung beabsichtigt, eigene Messungen in den betroffenen Gebieten durchzuführen.

Im Oktober 2018 habe der Bundesrat auf Antrag der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung beschlossen, die Öffentlichkeit besser über Kerosinablässe zu informieren, erinnert die FW. Seither informiere das Luftfahrtbundesamt im Internet über Treibstoffablässe im deutschen Luftraum. Diese Daten erschienen mit einer Verzögerung von bis zu 72 Stunden, erläutert Patrick Kunz: „Von einer vollumfänglichen Transparenz, wie sie die Landesregierung gefordert hat, kann nicht die Rede sein. Immer wieder ist das Thema Transparenz bezüglich dieser Treibstoffablässe im Landtag auf der Tagesordnung. Wie lange will sich die Landesregierung diese Nicht-Information seitens des Bundes noch gefallen lassen“.
 

Pfälzerwald bevorzugtes Kerosin-Ablassgebiet
Wo überflüssig gewordener Treibstoff aus Flugzeugen abgelassen wird, bestimmt im konkreten Fall die Deutsche Flugsicherung (DFS). Ihr obliegt in Deutschland Kontrolle und Sicherheit im Luftverkehr. Die DFS hat polizeiähnliche Vollmachten. Allerdings entscheidet alleine der verantwortliche Pilot, ob Treibstoff abgelassen wird. Laut Auskunft der DFS von August 2018 gibt es keine Behörde, die den auch „Fuel Dumping“ genannten Vorgang genehmigt oder verweigert.

Als geeignetes Gebiet wird von der DFS überproportional häufig das Biosphärenreservat Pfälzerwald angesehen. Zwei Drittel der über ganz Deutschland abgelassenen Treibstoffmenge von rund 350 Tonnen wurden im Jahr 2016 über Rheinland-Pfalz entsorgt. Das geht aus der Auskunft der Bundesregierung auf parlamentarische Nachfrage hervor.

Während des Versprühens von Treibstoff wird zugewiesene Gebiet meist mehrfach überflogen
In einem vom Verfasser recherchierten Fall überflog im August 2018 der Pilot gleich viermal das ihm zugewiesene Gebiet, um 92 Tonnen Kerosin in die Umwelt abzulassen. Immerhin ein Gebiet von Ottweiler (Saarland), Pfälzerwald bis kurz vor Landau, dann nördlich bis Kirchheimbonlanden, und von dort westlich bis Baumholder und Birkenfels. Dann landete er wieder in Luxemburg, von wo er gestartet war.

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