Am kommenden Montag:
Referat und Diskussion zu Klimapolitik

Unter der Überschrift „Klima vor dem Kollaps? Wege in eine ökologische Gesellschaft und Wirtschaft“ wird am kommenden Montag (26. Juli 2021) ab 19 Uhr Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, auf einer „digitalen Wahlkampfveranstaltung“ referieren und sich Fragen aus der Bürgerschaft stellen. Der heutigen Ankündigung des Kreisverbandes Südwestpfalz ihrer Partei zufolge soll damit auf die Notwendigkeit einer klimapolitischen Wende hingewiesen werden. Die Vision sei klar. Die Frage wäre, wie der Weg dahin aussieht.

Südwestpfalz. 21.7.2021/Werner G. Stähle. „Wenn wir die Freiheit unserer Kinder schützen wollen, müssen wir unsere heutige Freiheit neu denken und um den Wert der Verantwortung ergänzen“, zeigt sich Kreisvorsitzender Björn Hayer überzeugt. Lisa Badum wisse, wie konkret eine Umsteuerung auf sämtlichen Feldern in Gesellschaft und Wirtschaft aussehen sollte. Statt auf Verbotskultur setzte sie auf eine integrative Klimapolitik, welche die Menschen in den unterschiedlichen Regionen gleichermaßen einbeziehen soll. Dies schließe auch eine Neuregelung des CO2-Preises ein. Deren Ziel sei, die Folgekosten des Klimawandels auch sozialpolitisch abzufedern.

„Die Einnahmen aus dem CO2-Preis sind für Strompreissenkungen und das Energiegeld vorgesehen. Aber es gibt zurzeit 47 Milliarden Euro klimaschädliche Subventionen in Deutschland, die man dafür einsetzen kann. Und Investitionen in den Klimaschutz zeigen ja auch eine Rendite am Ende. Wenn unsere Industrie jetzt Vorreiter für neue Klimaschutz-Technologien wird, zahlt sich das aus“, habe Lisa Badum in einem kürzlich veröffentlichten Interview festgehalten.

Der Natur auf der Spur.
Germersheimer Schulklasse am Naturaktionstag in Eußerthal

Wie spannend die Natur vor der Haustür sein kann, konnte eine fünfte Klasse der Richard-von-Weizsäcker Realschule plus aus Germersheim beim Naturaktionstag im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen erfahren. Mitarbeiterinnen des Biosphärenreservats zeigten den 21 Kindern und ihren zwei Lehrerinnen in Eußerthal, worum es in der Modellregion für nachhaltige Entwicklung geht. Dabei stand das Thema Schafhaltung und Landschaft im Vordergrund.
Bild: Germersheimer Schülerinnen und Schüler setzten sich in der Eußerthaler Umgebung intensiv mit dem Thema Beweidung und Nachhaltigkeit im Biosphärenreservat auseinander. Foto: Biosphärenreservat

Eußerthal.20.7.2021/s.ofer/hi. Kinder aus einem städtischen Umfeld haben häufig wenig Naturerfahrungen. Ziel der Naturaktionstage ist es, diesen Kindern den Zugang zur Natur zu ermöglichen. Tiere und Pflanzen kennenlernen und die Natur mit allen Sinnen auf vielfältige Art und Weise entdecken und erleben. Das begeistert die meisten.

Kulturlandschaftspflege mit Hilfe von Beweidung
Die Vorbereitung des Naturaktionstags erfolgte in enger Abstimmung zwischen der Richard-von-Weizsäcker Realschule plus und dem Biosphärenreservat. So war der Ausflug auf die individuellen Interessen der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten und das Biosphärenreservat konnte seine standortspezifischen Besonderheitenn, nämlich die Kulturlandschaftspflege mit Hilfe von Beweidung, einfließen lassen.

Nachhaltigkeit für Kinder begreifbar machen
In Eußerthal wurden zunächst die drei Schutzgebietsformen Naturpark, Biosphärenreservat und Nationalpark voneinander abgegrenzt und das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen vorgestellt. Um das Thema Nachhaltigkeit begreifbar zu machen, spielten die Kinder eine Art Staffellauf zwischen Wald, Mensch und Zeit. Anhand von Beobachtungen und Fotos setzten sie sich dann mit Besonderheiten in der Landschaft auseinander und konnten so nachvollziehen, wie sich unser Leben seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts geändert hat. Etwa von der Bewirtschaftung vieler kleiner Felder mit einem großen Anteil an Selbstversorgung hin zu landwirtschaftlichen Großbetrieben und der Versorgung durch Einkäufe im Supermarkt.

Welche Auswirkungen dies auf die Landschaft hat, war für die Schüler und Schülerinnen direkt in der Eußerthaler Umgebung zu erkennen. Dort ist gut zu sehen, dass der Wandel zur Verbuschung und zum Verlust von artenreichem Offenland geführt hat.

Beweidung durch Schafe und andere Tiere für artenreiches Offenland
Wie das Team des Biosphärenreservats Pfälzerwald versucht, dieser Entwicklung mithilfe von Beweidung durch Schafe und andere Tiere gegenzusteuern, war ein bedeutsames Erlebnisziel. Die Kinder gingen in kleinen Gruppen mit jeweils einem Schaf beziehungsweise einer Ziege ins Gelände und beobachteten die Tiere genau.

Unter anderem sammelten sie Pflanzen, die die Tiere gefressen haben, um sie später zu bestimmen. Beim Streicheln und genaueren Betrachten der Schafe wurde den Fünftklässlern klar, dass die Tiere in ihrem Fell auch Pflanzenteile, Samen und manchmal sogar kleine Tiere transportieren und so als Biotopverbinder auch eine wichtige Naturschutzfunktion haben.

Am Ende konnten die Schülerinnen und Schüler beim Basteln und Filzen mit Schafwolle selbst kreativ werden und jeweils ein Schafswoll-Souvenir mit nachhause nehmen.

Naturaktionstage: Eine Kooperation des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) und Kaufland
Das Handelsunternehmen Kaufland unterstützt seit 2007 den Verband Deutscher Naturparke unter anderem im Bereich Umweltbildung: „Auch wir wollen die Welt ein bisschen besser machen. Deshalb engagieren wir uns schon lange zum Beispiel für Lebensmittel aus nachhaltigem Anbau und den Umwelt-, Klima- und Artenschutz (O-Ton Kaufland)“. 

Durch das Engagement des Unternehmens Kaufland können im Rahmen der Naturaktionstage deutschlandweit Klassen von Grund- und weiterführenden Schulen eine eintägige Exkursion in einen nahegelegenen Naturpark durchführen (bis 2020 war der Pfälzerwald auch Naturpark). Die Naturaktionstage sind Teil des breit angelegten gemeinsamen Engagements von Kaufland und dem VDN für die Naturparke in Deutschland. Jede dieser Tages-Exkursionen wird inklusive der Anreise durch Kaufland finanziert.

SDG-Modellkommune Sippersfeld.
Zukunftswerkstatt Klimaschutz und Mobilität

An dem Biosphärenreservat-Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ beteiligen sich acht Modell-Kommunen: Pirmasens, Bad Bergzabern, Neustadt, VG Lambrecht, VG Maikammer, Sippersfeld, Kallstadt, Klingenmünster. Sie erarbeiten eigene Nachhaltigkeitsstrategien mit konkreten Aktionsplänen, die zu ihren jeweils individuellen Bedarfen und kommunalen Potentialen passen. Dabei orientieren sie sich an der Agenda 2030 mit den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG=Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen.
Bild: Beraten und Gestalten für mehr Nachhaltigkeit im eigenen Ort. Hier die Sippersfelder Themengruppe „Klimaschutz und Mobilität“ bei der zweiten Zukunftswerkstatt. Foto: Biosphärenreservat

Lambrecht.Sippersfeld.16.7.2021/s.ofer/hi. „Man kann einfache, heimische Sträucher und Stauden pflanzen, die günstig sind und auch nicht aufwendig in der Pflege. Noch dazu blühen sie oft schön“, sagte Andreas Nickol. Er ist im Garten- und Landschaftsbau tätig und brachte sich aktiv bei der zweiten Zukunftswerkstatt in seiner Heimatgemeinde Sippersfeld ein.

Kulturlandschaft und Biodiversität
Das Handlungsfeld „Kulturlandschaft und Biodiversität“ betrifft mehrere der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die im Mittelpunkt des SDG-Projekts stehen.

Die Sippersfelder Gruppe entschied sich unter anderem dafür, die Maßnahmen „Erhalt der Kulturlandschaft: Streuobstwiesen erhalten und anlegen“ sowie „Mehr Grün im Dorf: kommunale Flächen ökologischer gestalten“ näher zu bearbeiten.

„Es könnte sich zum Beispiel eine Fläche bei der Schule eignen, die in eine blühende Blumenwiese verwandelt werden könnte; sie ist recht groß und wird kaum betreten, aber dennoch bisher oft gemäht“, weiß Patrick Deutschle, Bürger und Gemeinderatsmitglied.

Auch über andere Flächen hat die ortskundige Gruppe Interessierter und Neugieriger in der Zukunftswerkstatt beraten. So sehe man zum Beispiel hinter dem Neubaugebiet oder am Sägewerk ebenfalls Potenzial, gemeindeeigene Flächen naturfreundlicher umzugestalten.

„Besser ist es, einzelne Flächen beispielhaft ökologisch umzugestalten, so dass wir auf mehr Akzeptanz stoßen“, fügte Andreas Nickol an. Dem stimmte auch Bernd Kolb zu, der als interessierter Bürger dabei war. Er halte Akzeptanzförderung für sehr wichtig: „Es muss auch für Anwohner gut sein und erklärt werden, warum etwas jetzt wilder aussieht als vorher.“

Das SDG-Projekt im Biosphärenreservat Pfälzerwald
Projektträger ist das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald, eine durch den Bezirksverband Pfalz getragene Einrichtung. Kooperationspartnerin auf Bundesebene ist die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Partner von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz sind das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, das Ministerium des Innern und für Sport und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Sowohl die SKEW mit Mitteln des BMZ als auch die drei Landesministerien fördern das Projekt finanziell.
Mehr Informationen zum Projekt hier.

Resolution der pfälzischen Grünen zu den geplanten Ölbohrungen in der Pfalz

In der letzten Woche haben sich die pfälzischen Grünen-Kreisverbände digital auf eine Resolution gegen Erölbohrungen in der Pfalz geeinigt. Die geplanten Öl-Bohrungen in den Gemeinden Otterstadt (Landkreis Rhein-Pfalz) und Offenbach (Landkreis SÜW) werden von allen grünen Kreisverbänden in der Pfalz als nicht mehr zeitgemäß, Klimaschutzmaßnahmen unterlaufend und den Gesundheits- und Naturschutz gefährdend eingestuft und abgelehnt.
Archivbild: Bürgerinitiative gegen Ölbohrungen

Pfalz.15.7.2021./Grüne/hi. Die Resolution sei zugleich eine solidarische Adresse mit den Bürgerinitiativen in Offenbach und in Otterstadt im Kampf gegen die geplanten Ölbohrungen, heißt es in einer Presseerklärung der pfälzischen Grünen vom 15. Juli.

Als Vertreter der betroffenen Regionen haben die Kreisverbände Rhein-Pfalz und SÜW gemeinsam mit dem Bundestags-Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis 207 (Ludwigshafen-Frankenthal), Armin Grau, diese Presseerklärung eingereicht. Wir geben die Resolution der Grünen Kreisverbände nachfolgend im Wortlaut ungekürzt wieder.

Die Grünen Kreisverbände der Pfalz stellen fest:
Beim rheinland-pfälzischen Landesamt für Bergbau und Geologie (LGB) ist ein Antrag auf Erkundungsbohrungen für eine Erdölförderstätte nahe Offenbach eingegangen.

Die Erschließung neuer Lagerstätten fossiler Rohstoffe ist in Zeiten der Klimakrise nicht mehr nachvollziehbar und wirft grundlegende Fragen der Umweltverträglichkeit auf.

Konsequenter Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn wir schneller Erneuerbare Energien ausbauen und die Verbrennung fossiler Ressourcen beenden. Dies schließt eine Beendigung des Abbaus fossiler Ressourcen mit ein.

Die geplanten Erdölbohrungen in der Pfalz, in Offenbach und Otterstadt, stehen im Widerspruch zum geplanten Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen und dem Ziel der Klimaneutralität.

Das LGB hat nach standortbezogener Vorprüfung zur Feststellung der UVP-Pflicht entschieden, dass das bergrechtliche Zulassungsverfahren für die Erkundungsbohrung ohne förmliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchzuführen ist. Die Grüne Landtagsfraktion hat deshalb am 22. Juni 2021 an das zuständige Wirtschaftsministerium geschrieben und um transparente Aufklärung und Erläuterung zur UVP gebeten.

Das Bundesberggesetz zur Regelung des Bergrechts ist antiquiert. Es stellt einseitig die Belange der „Rohstoffsicherung“ in den Vordergrund. Belange des Umwelt- und Klimaschutz sowie Transparenz und die Einbindung der Betroffenen vor Ort werden nicht ausreichend berücksichtigt. Es bedarf daher einer grundlegenden Überarbeitung.

Die Grünen Kreisverbände der Pfalz fordern deshalb:
l  Eine Änderung des Bundesberggesetzes, das den Belangen von Umwelt- und Klimaschutz deutlich mehr Gewicht im Entscheidungsprozess beimisst und Kommunen, Umweltverbände sowie Beteiligten vor Ort echte Mitsprache einräumt.

l  Eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung vor Beginn von Bohrvorhaben.

l  Insbesondere mit Blick auf die Trinkwasserversorgung muss das Dargebot des Grundwassers in Qualität und Quantität sichergestellt werden.

l  Zur Sicherung der Klimaziele von Paris muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Pfalz konsequent vorangetrieben werden.

Diese Resolution wird bis jetzt (Stand: 15.7.2021) durch Beschlüsse folgender pfälzische Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt:
Donnersbergkreis – Frankenthal – Germersheim – Kaiserslautern – Landau – Ludwigshafen -Neustadt  – Pirmasens – Rhein-Pfalz – Südliche Weinstraße – Südwestpfalz – Speyer – Zweibrücken.

Gegen das Verschwinden der Sterne und die Gefährdung von Tieren und Pflanzen.
Schulwettbewerb 2021: Schüler-Preise für kreative Beiträge vergeben

An dem diesjährigen Schulwettbewerb „Der Verlust der Dunkelheit – neu beleuchtet“, den das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen gemeinsam mit dem Biosphärenhaus in Fischbach und dem Klimaschutz-Projekt ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) durchgeführt hat, beteiligten sich insgesamt fünf Gruppen von drei Schulen aus Neustadt-Hambach, aus Lemberg und aus Thaleischweiler-Fröschen.
Bild: Können durch Lichtverschmutzung unsichtbar werden: Sterne am Himmel des Pfälzerwalds, hier bei Eußerthal. Foto: Günter Dauer

Lambrecht.12.7.2021/bv/hi. Die Schülerinnen und Schüler der vierten beziehungsweise neunten und zehnten Klassen beantworteten in den Beiträgen die Frage, was Lichtverschmutzung und deren Folgen für Tiere und Pflanzen sind. Und wie Lichtverschmutzung die Menschen beziehungsweise ihr eigenes Leben betrifft.

Es seien auf sehr unterschiedliche Arten Ideen für Lösungen des Problems der Lichtverschmutzung ausgearbeitet worden, berichtete Stefanie Ofer vom Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen. Die eingereichten Beiträge umfassten Erklärvideos, Stop-Motion Videos, einen Podcast und ein Poster.

Den ersten Platz in der Gruppe der Grundschülerinnen und Grundschüler belegten vier Kinder der Klasse 4 b der Dr.-Albert-Finck Grundschule in Neustadt-Hambach mit der Lehrerin Cornelia Büttner. Der zweite Platz geht an die Klassen 4 a und 4 b der Heinrich-Weber-Schule in Lemberg unter Leitung von Rektorin Martina Neumann. Die Preise für die Mittelstufe gehen an zwei Gruppen der neunten Klasse und eine Gruppe der zehnten Klasse der IGS Thaleischweiler-Fröschen, bei der Hasso Sutter seine Schüler und Schülerinnen wie schon 2019 für den Schulwettbewerb des Sternenpark-Projekts begeistern konnte.

Übernachtung auf dem Baumwipfelpfad
Die Preisträgerinnen und Preisträger können sich jetzt über schöne Preise freuen, unter anderem gibt es eine Übernachtung auf dem Baumwipfelpfad am Biosphärenhaus in Fischbach mit Infos zum Thema Nacht und Lichtverschmutzung, eine Führung mit einem Biosphären-Guide oder eine Sternkarte und ein Astronomiebuch.

Hintergrund: Projekt Sternenpark Pfälzerwald
Aufgrund von Industrialisierung, Zersiedelung und anderen Faktoren herrscht nur noch an wenigen Orten in Europa nach Sonnenuntergang natürliche Dunkelheit. Der Pfälzerwald jedoch weist noch Gebiete mit nahezu natürlichen Nachtlandschaften und einem sternenreichen Himmel auf. Diese Gebiete sind wichtig und wertvoll, weil sie neben der Schönheit des Sternenhimmels auch Lebensraum für zahlreiche tag- und nachtaktive Tiere und Pflanzen bieten.

Das Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“ will solche Gebiete mit nahezu intakten Nachtlandschaften erhalten und fördern. Das Projekt will für den Schutz der natürlichen Nacht sensibilisieren und zeigen, wie man eine Reduzierung der Lichtverschmutzung durch sternen- und gleichermaßen umweltfreundliche Beleuchtung im Pfälzerwald mit Energie- und Kosteneinsparungen verbinden kann. Von einer Sanierung der Straßen- und Außenbeleuchtung profitieren Mensch und Natur gleichermaßen.

Das Projekt Sternenpark Pfälzerwald wird als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unter Beteiligung der EU und des Landes RLP gefördert.


Abschluss Stadtradeln 2021 in Landau.
adfc Landau-SÜW zieht Fazit

Die Kampagne STADTRADELN 2021 wurde in der Südpfalz von der Stadt Landau eröffnet. Im Wonnemonat Mai waren alle aufgerufen, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Für mehr Verkehrssicherheit, mehr Klimaschutz und mehr Lebensqualität. Mehr als eintausend Radelnde hatten teilgenommen. In 44 Teams wurden 134.000 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht 20 Tonnen CO2-Vermeidung. Der adfc Kreisverband LD-SÜW nimmt den erfolgreichen Abschluss zum Anlass, der Stadt für ihren Einsatz zu danken. Bild: Mit dem Rad einkaufen. cmc-hi

Landau.16.6.2021/adfc/hi. Auch ein Team des adfc Landau hatte beim Stadtradeln mitgemacht. Team Captain war Barbara Funk: „Wir freuen uns über den öffentlichkeitswirksamen Beitrag zum Klimaschutz, den der adfc hier sichtbar geleistet hat. Damit unterstützen wir die Mobilitätswende im Sinne der Verkehrspolitik des adfc“.

Neben Lob für die Stadt Landau über die gelungene Aktion Stadtradeln 2021 merkt das adfc-Team aber auch Kritikpunkte an. Mit längerem Vorlauf bei der Ankündigung wäre eine wirkungsvollere Vorbereitung möglich gewesen, meint Barbara Funk rückblickend. Auch vermisste die adfc-Aktivistin Plakatierungen in der Stadt und Banner an Ortseingängen zum Event Stadtradeln Landau. Und Handzettel oder Flyer im Vorfeld hätten die Öffentlichkeitswirkung gestärkt.

Mit dem Rad einkaufen
Tatsächlich sei es aber gelungen, den einen oder die andere zum partiellen Umstieg vom Auto auf das Rad zu motivieren. Zum Beispiel, um mit dem Rad einzukaufen oder damit zur Arbeit zu fahren.

Barbara Funk selbst hat ihr Auto sogar ganz abgeschafft. Rad und Bahn sowie Car-Sharing seien jetzt ihre Verkehrsmittel, sagt sie.

Die Klimakrise fordert ein Umdenken.
Moratorium für Fernstraßenbau gefordert.
B10-Ausbaugegner geben nicht auf.

Rund 800 Radler waren am Samstagnachmittag auf der gesperrten B10 unterwegs. Von Landau nach Annweiler. Die B10 war zwischen 16 und 18 Uhr vollständig gesperrt. Die Aktionsgruppe Klima & Umweltschutz hatte zur Teilnahme am bundesweiten Aktionswochenende „Wald statt Asphalt“ aufgerufen. Kurz vor 18 Uhr war im Annweiler Trifels Stadion die Schlusskundgebung. Dort sprach unter anderem Walter Herzog zum umstrittenen Thema eines vierspurigen Ausbaus der B10. Bild: Radler-Demo auf der gesperrten B10. cmc-hi

Annweiler/SÜW.7.6.2021/hi. Von den Organisatoren waren 500 Demonstranten bei der zuständigen Ordnungsbehörde angemeldet worden. Rund 800 Radler fuhren dann auf der voll gesperrten B10 von Landau nach Annweiler und nahmen an der Schlusskundgebung im Trifels Stadion teil.

Hauptredner auf der Schlusskundgebung war Walter Herzog, Vorsitzender der BI Queichtal, die seit vielen Jahren unnachgiebig gegen den vierspurigen Ausbau der B10 kämpft. Wir geben auszugsweise einige Passagen aus der Ansprache von Walter Herzog wieder.

Wir stellen heute die Weichen für die Zukunft
Seit Jahrzehnten warnt uns die Wissenschaft vor den verheerenden Konsequenzen unseres immer stärker global ausgerichtetem Handelns und der hemmungslosen Ausbeutung der Ressourcen.

Wir wissen auch, dass unser nach diesen ungehemmten Regeln aufgebauter Wohlstand auf dem Rücken unsere Enkel und Enkelinnen beruht. Und vor allem auf dem Rücken der Menschen in den unterentwickelten Ländern.

Möchten alle so leben, wie wir heute leben, bräuchten wir ein Vielfaches unserer Erde. Die gibt es aber nur einmal.

Unser Handeln heute prägt entscheidend die Umwelt und die Welt von Morgen.
Handeln wir heute nicht, so wird das Recht unserer Kinder und Enkel, in einer Welt zu leben, die sozial gerecht, noch naturintakt und friedlich ist, mit Füßen getreten.

Wir müssen heute die Verkehrswende einleiten. Beispiel B10-Ausbau.
Wir müssen heute alles tun, damit Mobilität nicht ein Vorrecht der Reichen wird. Am Beispiel des geplanten autobahnähnlichen 4-streifigen Ausbaus der B10 durch das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen wird deutlich, wie dringend die Verkehrswende ist.

Sind wir heute noch bereit, für künftige 5 Minuten Zeitersparnis auf der B10-Fahrstrecke von Pirmasens nach Landau ganze Täler zuzuschütten und unter Asphalt und Beton verschwinden zu lassen? Ganze Berge zu versetzen, Hänge zu zerschneiden und im Unmaß Ressourcen zu verbrauchen, zu verbauen und unwiederbringlich zu opfern?

Lassen wir es  zu, das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen mit einer fast 30 Meter breiten Autobahntrasse von Landau bis Pirmasens in West-Ostrichtung zu zerschneiden und damit den Status des Reservates zu opfern?

Wollen wir, dass weiterhin Ortschaften verlärmt und Menschen dadurch in ihrer Gesundheit geschädigt werden?

Sind wir weiterhin bereit, bis zu 1 Milliarde Euro auszugeben, um einen zusätzlichen Basis-Tunnel zu bauen und die Landschaften in Beton zu ertrinken? Im Wissen darüber, dass wir damit notwendiges Kapital der Finanzierung einer sozialen und klimagerechten Verkehrswende entziehen?

Und das alles nur, damit künftig noch mehr LKW als heute schon im im europäischen Schwerlast-Transitverkehr von Rotterdam nach Budapest durch das Biosphärenreservat geschleust werden können.

Als ginge sie das alles nichts an, prügelt die Landespolitik diese B10-Autobahn mitten durch den Pfälzerwald. Als gäbe es kein Morgen mehr.

Schluss damit. Kein Weiter-so.
Die Bundesstraße B10 ist genug ausgebaut. Einige Gefahrenpunkte müssen noch beseitigt werden durch straßenbauliche Verbesserungen. Aber dann müssen die verfügbaren Gelder in eine sozial und umweltgerechte Mobilität umgeleitet werden.

Optimismus und gute Laune
„Die Aktion hat Aufsehen erregt. Dass so viele junge Leute und auch Ältere zur Demonstration gekommen sind, stimmt optimistisch und gibt Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen der dringenden Notwendigkeit einer Verkehrswende bewusst werden“, zog Walter Herzog sein persönliches Fazit nach Abschluss der Veranstaltung, „sie haben in guter Laune mit ihren frischen, kreativen Ideen auf teilweise originelle Art ihre Meinung zum Ausdruck gebracht: Ein Weiter-so darf es nicht geben“.

Galerie
Viele Teilnehmer haben mit teilweise originellen und kreativen Einfällen Flagge gezeigt. Optimismus und gute Laute prägten die Stimmung in der Hoffnung auf eine Verkehrswende und mehr Klimaschutz.

Deponie Heuchelheim-Klingen. Klimaschutz-Modernisierung.
Weniger Treibhausgas Methan in die Umwelt

Der SÜW-Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft (EWW) erhält bis zu 211.753 Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Die Mittel werden aufgrund baulicher Verbesserungen und Teilsanierungen an der Gasbehandlungsanlage bei der Deponie Heuchelheim-Klingen gewährt.

Bild: Müll-Deponie Heuchelheim-Klingen. Von 1992 bis 1999 wurde dort sämtlicher Restmüll aus dem Landkreis entsorgt. Inzwischen ist der Teil des Deponiekörpers, der mit Müll befüllt ist, vollständig abgedeckt. Quelle: KV/SÜW.

Heuchelheim-Klingen/SÜW.28.5.2021/KV/hi. „Das ist meines Wissens die erste, nicht rückzahlbare Zuwendung, die der Landkreis für ansonsten gebührenfinanzierte Maßnahmen der Abfallwirtschaft erhält“, freut sich Landrat Dietmar Seefeldt über den Bewilligungsbescheid.

Auch der Leiter des Eigenbetriebs WertstoffWirtschaft, Rolf Mäckel, und Klimaschutzmanager Philipp Steiner begrüßen, dass der Weg für die Modernisierung bei der Deponie geebnet wird: „Ermüdungserscheinungen in den 30 Jahre alten Leitungen und der Gasfassung hatten weniger Gasbildung zur Folge. Durch Bauarbeiten und eine verbesserte Gasregelstation wird das Methangas nun zu weit höheren Anteilen verfeuert. So gelangt weniger klimaaktives Gas in die Umwelt. Eine energetische Nutzung ist aufgrund der ohnehin sinkenden Gasentwicklung jedoch nicht mehr wirtschaftlich.“

Der Projektträger Jülich, eine Einrichtung, die unter anderem im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Maßnahmen des Klimaschutzes prüft und finanziell fördert, hat dem Landkreis die Zuwendung für Gesamtausgaben bis zu einer Größenordnung von rund 353.000 Euro für die Maßnahmen an der Gasbehandlungsanlage gewährt.

„Die Maßnahmen reduzieren die freiwerdenden Treibhausgase erheblich und verbessern damit die Umweltbilanz des Deponiebetriebs. Die WertstoffWirtschaft leistet hier einen sinnvollen und notwendigen Beitrag zum Klimaschutz im Landkreis“, so Landrat Seefeldt.

Die Baumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr ausgeschrieben, vergeben und abgeschlossen werden. Der Zuschussbetrag ist bis November 2022 verfügbar.

Hintergrund
Durch die organische Zersetzung ohne Sauerstoffzugabe im Müllkörper entsteht Gas. Dies geschieht im Wesentlichen durch die biologischen Bestandteile, die im Restmüll enthalten waren. Das entstehende Methangas darf zur Verhinderung der Erderwärmung nicht in die Atmosphäre gelangen und muss folglich behandelt und schadlos beseitigt werden. Zu Beginn der Befüllung der Deponie Heuchelheim-Klingen, wo ab dem Jahr 1992 bis 1999 sämtlicher Restmüll aus dem Landkreis eingebaut wurde, war die Gasentstehung deutlich höher und qualitativ hochwertiger; damals wurde mittels der Gasnutzung ein Motor zur Stromerzeugung betrieben.

Inzwischen, nach mehr als 20 Jahren der letzten dauerhaften Ablagerung von Restmüll, hat das entstehende Gas nur noch eine schwache Brennwertleistung, die Gasqualität und -menge sind nur noch gering. Eine energetische Verwertung ist nicht mehr angeraten und sinnvoll, daher wird das wenige abgesaugte Gas lediglich noch sporadisch abgefackelt. Auf Grund der erwarteten Menge, die immer noch entsteht, und der Vermeidung des Austritts in die Umgebung ist eine Gasbehandlung voraussichtlich noch bis zum Jahr 2038 erforderlich, so die fachlichen Berechnungen.

TechnologieRegion Karlsruhe will Modellregion für grünen Wasserstoff werden

Mit WINFRID will dieTechnologieRegion Karlsruhe (TRK) einem Förderaufruf des Umweltministeriums Baden-Württemberg folgen und eine Modellregion für grünen Wasserstoff ins Leben rufen. Der Projektname WINFRID steht für: Wasserstoff Infrastruktur in Demonstration. Im Rahmen von WINFRID sollen verschiedene modellhafte Projekte initiiert werden. Von der lokalen Produktion von grünem Wasserstoff aus regenerativen Stromquellen über innovative Speicher- und Transportkonzepte, bis hin zu verschiedenen Anwendungen des grünen Wasserstoffs.

Bild: Maxime Zeller (links im Bild) vom European Institut for Energy Research und Markus Wexel von der TRK GmbH geben den Förderantrag „WINFIRD“ bei der L-Bank ab (Quelle: TRK)

Karlsruhe.27.5.2021/TRK/hi. Grüner Wasserstoff wird ausschließlich aus regenerativen Energiequellen erzeugt und wird daher CO2-frei hergestellt. Insgesamt haben mehr als 40 Akteure an dem Konzept für die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft für die TechnologieRegion gearbeitet. Bei Erfolg würden über 40 Mio. Euro zwischen Waghäusel und Gaggenau investiert werden.

„Damit würden wir die Voraussetzungen schaffen, um Wasserstoff als wichtigen Energieträger zu fördern. Das wäre nicht nur für das Klima gut. Wir würden auch der regionalen Wirtschaft in dieser Schlüsseltechnologie einen starken Entwicklungsschub geben können“, betont Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TRK GmbH.

„Mit dem Rheinhafen hat Karlsruhe eine in Baden-Württemberg strategisch herausragende Infrastruktur, die auch auf lange Sicht eine wichtige Rolle beim Import von grünem Wasserstoff haben wird“, ist sich Professor Karsten Pinkwart, vom Fraunhofer ICT im Pfinztal und Mitglied des Nationalen Wasserstoffrates der Bundesregierung, sicher. Dafür müssten aber erst noch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Denn es sei abzusehen, so Pinkwart, der parallel auch an der Hochschule Karlsruhe lehrt, dass in Zukunft nicht genügend regenerativ erzeugter Strom zur Verfügung stehen wird, um den Bedarf an Wasserstoff in Baden-Württemberg decken zu können.

WINFRID: Nur mit Videokonferenzen konnten die Abstimmungen erfolgen. Im Bild die Mitglieder des Steuerkreis und Mitarbeiter der Beratungsgesellschaft EurA (Quelle: TRK)

Die Abstimmung der mehr als 40 Partner und die Erarbeitung der Modellanwendungen war kein einfaches Unterfangen, da alle Besprechungen Corona-bedingt nur digital erfolgen konnten.

B10: Zuerst Ausbau, dann Lärmschutz?

Die Grünen in der VG Hauenstein fordern kurzfristige Lärmschutznahmen und 50km-Geschwindigkeitsbegrenzung für LKW an der B10 im Abschnitt Wilgartswiesen. Dass der Lärmschutz noch vor dem geplanten 4-spurigen Ausbau der B10 vorgezogen wird, will auch die CDU. Aber erst, wenn zumindest die Trassenführung feststeht, kann vorgezogener Lärmschutz realisiert werden.

Archivbild. MdL Thomas Weiner (CDU): „Jedermann weiß doch inzwischen, dass der bessere Lärmschutz erst durch den Ausbau kommt“.  

Annweiler/Hauenstein.14.5.2021/hi. In einer Pressemeldung vom Montag dieser Woche hatte der Fraktionssprecher der Grünen im Verbandsgemeinderat Hauenstein, Manfred Seibel, beklagt, dass ein Lärmaktionsplan der örtlichen Grünen vorliege, aber noch immer nicht beschlossen sei. Insbesondere für den B10-Abschnitt bei Wilgartswiesen fordern die Hauensteiner Grünen daher „eine schnellstmögliche Planungsvorlage für den B10-Ausbau, damit sofort mit dem Bau von Lärmschutzwänden begonnen werden kann“.

Dazu der CDU-Landtagsabgeordnet für den SÜW-Wahlkreis 49, Thomas Weiner: „Mit Ihrer Fundamentalopposition gegen die B10 haben sich die südwestpfälzischen Grünen innerhalb ihrer Partei ins Abseits manövriert. Mit ihrer Forderung nach Lärmschutz bestätigen die Grünen doch selbst, wie notwendig – vor dem Hintergrund des starken Fahrzeugaufkommens – der 4-spurige B10-Ausbau ist. Jedermann weiß doch inzwischen, dass der bessere Lärmschutz erst durch den Ausbau kommt“. 

Dabei erinnert Thomas Weiner: „Die Grünen verschweigen heute gerne, dass der durchgängig 4-spurige Ausbau der B10 damals von den Umweltverbänden als naturschonende Alternative zum Weiterbau der A8 quer durch den Pfälzerwald gewollt war, wodurch hunderte von Hektar Wald verschont blieben“, und verweist auf die beigefügte Karte.

Ursprünglich war geplant, die Autobahn A8 von Saarbrücken über Zweibrücken und Pirmasens bis nach Karlsruhe zu verlängern. Und zwar südlich der B10, über Dahn, Bad Bergzabern und Kandel. Als „naturschonende Alternative“ dient der vierspurige Ausbau der B10.

Auch für der CDU-Landtagsabgeordneten, Christof Reichert (Südwestkreis), ist es wichtig, „dass die Planungen für den B10-Ausbau so schnell wie möglich vorangetrieben und abgeschlossen werden, damit die Vorzugsvarianten mit dem Bund schnellstens abgestimmt werden können“. Die CDU Südwestpfalz fordere schon seit vielen Jahren einen Lärmschutz für die B10 bei der Ortslage Wilgartswiesen.

Reichert erläutert auf Nachfrage von Südpfalz aktuell, dass aufgrund der rechtlichen Situation bei Bestandsstraßen für den Bau von Lärmschutz andere Grenzwerte gelten als bei Neubau: „Die durchgeführten Messungen bei Wilgartswiesen haben ergeben, dass für den Bestand leider kein Anspruch auf Lärmschutz besteht“.

Zuletzt habe er als CDU-Landtagsabgeordneter mit einer sogenannten Kleinen Anfrage im November 2017 bei der Landesregierung nachgefragt, ob der Lärmschutz bei Wilgartswiesen vorgezogen werden könnte.

Die SPD-geführte Landesregierung, in der auch die Grünen vertreten seien, habe dies mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Trassenführung des 4-streifigen Ausbaus noch nicht feststehe.

Zuständig für die Planung des 4-spurigen Ausbaus ist der Landesbetrieb Mobilität (LBM), eine nachgeordnete Behörde des FDP-geführten Verkehrsministeriums.

Dazu Reichert: „Inzwischen sind dreieinhalb Jahre vergangen. Leider ist auch bis heute noch keine Entscheidung für die zukünftige Trassenführung gefallen, weshalb leider daran auch der vorgezogene Lärmschutz scheitert“.

Und was den LKW-Verkehr betreffe, so weise er gerne darauf hin, dass für die Überprüfung des Nachtfahrverbotes das Land durch die Polizei zuständig ist. Auch er halte es für wichtig, dass das Nachtfahrverbot stark kontrolliert wird und Verstöße dagegen entsprechend sanktioniert werden.

Christof Reichert: „Ich persönlich werde weiter am Ball bleiben und die Ortsgemeinde Wilgartswiesen gerne dabei unterstützen, einen vorzeitigen Lärmschutz zu erhalten“.

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